Der moderne Mensch ist der Nachfahre des Cro-Magnon-Menschen. Wer waren diese Menschen, die noch keine Schrift kannten, aber in Höhlen ihre meisterhaften Wandmalereien hinterließen? Wer waren die Künstler und was war der Grund dafür, dass sie malten? Einige Forscher nehmen an, dass manche der Zeichnungen im Rahmen einer Religion schamanischer Ausprägung entstanden sein könnten. Im Schamanismus symbolisieren Vogeldarstellungen den Tod der menschlichen Seele. Welche Vorstellungen hatten die Cro-Magnon-Menschen vom Tod und welche Rituale gab es, um den Verstorbenen zu begleiten? Der Dokumentarfilm begibt sich auf die Spur des Geheimnisses jener Höhlenmalereien, die erste Zeugnisse menschlicher Spiritualität sein könnten. Wissenschaftler, Historiker und Forscher wie Jean Clottes, Marcel Otte, Marc Groenen, Catherine Schwaab und Hubert Reeves sowie die bildenden Künstlerinnen Valérie Mathias und Aurélia Teixeira bringen dem Zuschauer die Cro-Magnon-Menschen, ihre Denkweise und Weltauffassung näher. Gemeinsam mit den Experten geht es nach Frankreich in die Höhlen von Niaux, Chauvet und Lascaux sowie nach Spanien in die Grotten von Altamira und El Castillo. Die Cro-Magnon waren die ersten Menschen, die existenziellen Fragen in symbolischen Malereien Ausdruck verliehen. Sie hinterfragten ihre Stellung in der Welt, reflektierten bereits über das Leben und den Tod und gaben so ihren Glaubensvorstellungen künstlerische Gestalt.