Die Spur des Bären

  • Eisbär im Licht der untergehenden Sonne. Vergrößern
    Eisbär im Licht der untergehenden Sonne.
    Fotoquelle: ZDF/WDR/ARD-Studio New York
  • Wetterstation bei Resolut. Vergrößern
    Wetterstation bei Resolut.
    Fotoquelle: ZDF/WDR/ARD-Studio New York
  • Kitchenparty bei Elke Dettmer (neben Thomas Roth) auf Neufundland. Vergrößern
    Kitchenparty bei Elke Dettmer (neben Thomas Roth) auf Neufundland.
    Fotoquelle: ZDF/WDR/ARD-Studio New York
  • Sonnenuntergang an einem kanadischen See. Vergrößern
    Sonnenuntergang an einem kanadischen See.
    Fotoquelle: ZDF/WDR/ARD-Studio New York
  • Zu Beginn der Nordwestpassage: Thomas Roth auf dem Weg vom Dorf Resolut zum Schiff "Ljubov Orlova". Vergrößern
    Zu Beginn der Nordwestpassage: Thomas Roth auf dem Weg vom Dorf Resolut zum Schiff "Ljubov Orlova".
    Fotoquelle: ZDF/WDR/ARD-Studio New York
  • Fischerdorf auf Neufundland. Vergrößern
    Fischerdorf auf Neufundland.
    Fotoquelle: ZDF/WDR/ARD-Studio New York
  • Eisbären an der Nordwestpassage. Vergrößern
    Eisbären an der Nordwestpassage.
    Fotoquelle: ZDF/WDR/ARD-Studio New York
  • Flug über die hohe Arktis. Vergrößern
    Flug über die hohe Arktis.
    Fotoquelle: ZDF/WDR/ARD-Studio New York
  • An Bord der "Ljubov Orlova" gelangt das ARD-Team durch die legendäre Nordwestpassage. Vergrößern
    An Bord der "Ljubov Orlova" gelangt das ARD-Team durch die legendäre Nordwestpassage.
    Fotoquelle: ZDF/WDR/ARD-Studio New York
  • Eis und endlose Weite: Landeplatz in der Arktis. Vergrößern
    Eis und endlose Weite: Landeplatz in der Arktis.
    Fotoquelle: ZDF/WDR/ARD-Studio New York
Natur+Reisen, Landschaftsbild
Die Spur des Bären

Infos
Produktionsland
Deutschland
3sat
Fr., 26.10.
04:20 - 05:45


Thomas Roth durchreist Kanada: Er startet in der Arktis, durchquert die Nordwestpassage, stößt auf dem Yukon in Kanadas Herz vor und fliegt zu den pazifischen Inseln ganz im Westen. Es war kurz nach Mitternacht, als der Notruf der "Titanic" am 12. April 1912 in der Funkstation am Leuchtturm von Cape Race eintraf. Hier trifft Thomas Roth Dave Myrik, der in dieser Einöde aufwuchs und von der Katastrophe erzählen kann, als wäre er dabei gewesen. "Wir waren alle still, als wir die gewaltigen Eismassen überflogen und schließlich dort landeten. In der mächtigen Arktis spürten wir erst, wie klein und zerbrechlich wir angesichts dieser eisigen Naturgewalt sind", erinnert sich Thomas Roth. Aber die Bilder, die das Team aus der Arktis mitbringt, sind auch alarmierend. Gletscherforscher berichten, dass die arktischen Gletscher durch die globale Erwärmung immer rascher schmelzen. Jäger der Inuit bestätigen das aus eigener Beobachtung. In der Nähe des Nordpols fliegen Roth und sein Team mit einer sturmerprobten Propellermaschine schließlich hinaus auf ein Eiscamp kanadischer Wissenschaftler. Hier wird die Meerestiefe unter dem Eis vermessen. Das Ziel ist klar - es geht um Bodenschätze und um die Frage, wem sie gehören. Roth und sein Team treffen dort auch auf die Könige der Arktis: Eisbären. "Ein wenig mulmig war mir schon, andererseits, es war ein Bild von großer Schönheit. Wir konnten uns nur schwer von dem Anblick lösen, selbst bei minus 40 Grad", sagt Roth. Einsam liegen sie am Kiesstrand von Beechey Island - die ersten Toten der berühmten Expedition, die einst versuchte, die Durchfahrt durch die legendäre "Nordwestpassage" zu finden. Bis auf die drei Gräber gibt es keinerlei Spuren der Forschungsreise, die niemand überlebt hat. Gut 160 Jahre später durchqueren Thomas Roth und sein Team die "Nordwestpassage" an Bord eines alten russischen Schiffes, an dessen Brücke bis heute das Wappen der ruhmreichen Sowjetunion prangt. Die Reise führt weiter ins wilde Herz Kanadas. Das Ufer entlang des Yukons ist ein Paradies für Aussteiger. Die letzte Station der Reise führt das Team nach "Haida Gwaii Island", die pazifischen Inseln ganz im Westen Kanadas. Ihre Bewohner vom Stamm der Haida heißen in Kanada nach langen Auseinandersetzungen inzwischen nicht mehr Indianer, sondern offiziell "First Nations": die zuerst da waren - schon seit 10 000 Jahren. Sie kämpfen bis heute um ihre Tradition und um ihre Wälder, die sie vor dem Abholzen zu schützen versuchen. Und sie errichten wieder ihre Totempfähle nach uralter Tradition. Thomas Roths Fazit lautet: "Es war eine faszinierende Reise über viele Wochen durch das zweitgrößte Land dieser Erde. Ein vielfältiges Land voller Überraschungen und Brüche."


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