Die Spur des Geldes

Christian Berkel begibt sich in der zweiteiligen Dokumentation auf eine Reise von der Antike bis zur Gegenwart, um der Entwicklung des Geldes nachzuspüren. Vergrößern
Christian Berkel begibt sich in der zweiteiligen Dokumentation auf eine Reise von der Antike bis zur Gegenwart, um der Entwicklung des Geldes nachzuspüren.
Fotoquelle: ZDF/Frank Dicks
Report, Wirtschaft und Konsum
Die Spur des Geldes

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2015
ZDFinfo
Di., 22.05.
21:45 - 22:25
Münzen und Mächte


Christian Berkel verfolgt die Entwicklung des Geldes von der Antike bis zur Gegenwart. Die Geschichte zeigt: Geld bringt Fortschritt, ist aber auch Auslöser fataler Krisen und Katastrophen. Antike Herrscher wie Krösus und Alexander der Große nahmen ebenso Einfluss auf die Geschichte des Geldes wie die ersten großen Bankhäuser, die während der Renaissance in Italien entstanden. Bankencrash und Staatsanleihe sind keine Erfindung der Moderne. Der Siegeszug der Münze beginnt im 6. Jahrhundert vor Christus unter dem lydischen König Krösus, der als Erster die sogenannten Kurantmünzen einführt. Das heißt Münzen, deren Wert durch den Metallgehalt, Silber oder Gold, gedeckt wird und immer gleich bleibt. Schnell löst das Münzgeld andere Zahlungsmittel ab und verbreitet sich in der antiken Welt. Im Schatten von Alexander dem Großen erobert auch die von ihm ausgegebene Währung die Welt, denn der Makedonier lässt überall sein eigenes Geld prägen, so dass man von Makedonien über Ägypten bis an den Indus mit der gleichen Währung zahlen konnte. Wie schnell es zu einer Inflation kommen kann, zeigt das Beispiel von Mansa Musa, dem reichsten Mann der Welt, der im 14. Jahrhundert dafür sorgte, dass in Kairo das Gold innerhalb kürzester Zeit mehr als ein Drittel seines Wertes verlor. Nur wenige Jahre später ruinierte der Bankencrash von Florenz ganze Volkswirtschaften. International operierende Bankhäuser wie die Bardi finanzierten das Luxusleben der Herrscher und ließen sich dafür Steuern und Zölle überschreiben. Eine Weile ging alles gut, doch als die Herrscher zahlungsunfähig wurden, stürzten auch die Banken. Und doch sind bis heute viele Begriffe aus der Bankensprache noch in Gebrauch: Konto, Skonto, Saldo oder Kredit - sie alle stammen aus dem Italienischen.


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