Der Filmemacher Dieter Fahrer ist ohne moderne Medien aufgewachsen, nur die Zeitung lag täglich auf dem Tisch. Doch das ist lange her, und seit der Erfindung des Internets hat sich alles verändert: Nachrichten sind in unendlicher Fülle überall und jederzeit verfügbar. Das meiste erst noch gratis. Und weil immer weniger Leute gewillt sind, für Qualitätsjournalismus zu bezahlen, stehen die Redaktionen unter Druck. Stellenabbau und journalistischer Einheitsbrei sind nur zwei der gravierenden Folgen. Das Vertrauen in den Journalismus hat arg gelitten. «Lügenpresse», «Fake News» «Staatsmedien» und «Filterblasen» sind Wertungen und Phänomene, die den Journalismus unserer Tage erschüttern. Die Kritik am Journalismus hat gute Gründe, aber sie hat auch System, weil politisch und wirtschaftlich interessierte Kreise ihre Ziele in einem Klima der Verunsicherung noch besser durchsetzen können. Die Unabhängigkeit der Medien ist in Gefahr. Nicht nur in der Türkei oder in Polen, auch in der Schweiz. Doch sind die heutigen Journalistinnen und Journalisten tatsächlich so schlecht wie ihr Ruf? Dieter Fahrer begleitet sie im Alltag, zeigt auf, wie sie kämpfen, wie sie sich anpassen müssen. Beobachtet, fragt und hinterfragt - auch sich selbst. Denn alle sind wir nicht mehr nur Leser, sondern auch User und werden «ge-used».