Die Wunde meiner Stadt

  • Asli Sevindim ist Duisburgerin. Sie wirft einen kritischen Blick auf den Umgang ihrer Heimatstadt mit der Loveparade-Katastrophe. Vergrößern
    Asli Sevindim ist Duisburgerin. Sie wirft einen kritischen Blick auf den Umgang ihrer Heimatstadt mit der Loveparade-Katastrophe.
    Fotoquelle: WDR
  • Asli Sevindim ist Duisburgerin. Hier fühlt sich sich wohl, hier ist sie zuhause. Umso mehr schmerzt sie es, dass Duisburg noch immer unter den Folgen der Loveparade-Katastrophe leidet. Diese Katastrophe ist die Wunde ihrer Stadt. Vergrößern
    Asli Sevindim ist Duisburgerin. Hier fühlt sich sich wohl, hier ist sie zuhause. Umso mehr schmerzt sie es, dass Duisburg noch immer unter den Folgen der Loveparade-Katastrophe leidet. Diese Katastrophe ist die Wunde ihrer Stadt.
    Fotoquelle: WDR
  • Asli Sevindim sucht das Gespräch. Zum 8. Jahrestag der Loveparade-Katastrophe ist sie in Duisburg unterwegs und erfährt, wie sehr diese Tragödie die Menschen noch immer bewegt. Vergrößern
    Asli Sevindim sucht das Gespräch. Zum 8. Jahrestag der Loveparade-Katastrophe ist sie in Duisburg unterwegs und erfährt, wie sehr diese Tragödie die Menschen noch immer bewegt.
    Fotoquelle: WDR
Report, Dokumentation
Die Wunde meiner Stadt

WDR
Do., 12.07.
22:40 - 23:25
Asli, Duisburg und die Loveparade


8 Jahre nach der Duisburger Loveparade: Das Trauma der Katastrophe liegt noch immer wie ein Schatten über der Stadt. Asli Sevindim hat als Moderatorin der Aktuellen Stunde unzählige Male darüber berichtet - mit aller gebotenen professionellen Distanz. In dieser Doku ist Distanz nicht nötig. Asli Sevindim kommt aus Duisburg. Sie leidet mit ihrer Stadt. Denn "Duisburg" klingt nach "Loveparade". So wie "Galtür" nach "Lawinenunglück" klingt und "New York" nach "9/11". Duisburg ist eine Stadt mit trauriger Berühmtheit. "Aber wie gehen wir damit um?", fragt Asli Sevindim und gibt die Antwort selbst: "Gar nicht!" Sie wirkt dabei fast zornig. Sie nimmt das Thema persönlich und das ist auch gut so. Die Gedenkstätte am Karl-Lehr-Tunnel "ist für uns Duisburger ein Un-Ort", sagt sie. "Da kommt keiner hin, da kommt man im Alltag auch nicht dran vorbei. Dieser Platz hat mit der Stadt und ihren Menschen nix zu tun!" Ob das andere Duisburger auch so sehen? Asli trifft sich mit Mitgliedern der Facebookgruppe "Dat is Duisburg." Die Gruppe hat 15.000 Mitglieder und diskutiert alles, was Duisburg betrifft und bewegt - die Loveparade, die Arbeitslosigkeit, die Zuwanderung, der Strukturwandel. Doch bei allen Problemen: Fast jeder Thread bei "Dat is Duisburg" ist ein trotziges Bekenntnis zum besonderen Charme dieser Stadt. Asli verbringt einen Tag beim Love-Parade-Prozess und macht sich auf die Suche nach den wenigen Interessierten, die diesen Prozess noch immer verfolgen. Der Hype ist vorbei. Erst zur Urteilsverkündung wird der Saal wieder voll sein. Und dann: Schlussstrich? Oder geht die Aufarbeitung erst dann so richtig los? Asli Sevindim besucht das Traumzeitfestival im Landschaftspark Duisburg Nord. Sie trifft dort eine Band, die es geschafft hat, die Wunde, die die Loveparade gerissen hat, tatsächlich zu heilen - zumindest für eine Person. Die Band Echo Appartmnent hat für Maria Vavvas einen Song geschrieben. Der Song handelt von Marias Schwester, die bei der Loveparade zu Tode kam - die Aktuelle Stunde hat dieses Projekt initiiert und im April ausgiebig darüber berichtet. Der Song hilft Maria seitdem, mit dem Verlust umzugehen, er gibt ihr Kraft und spendet Trost. Wenn es also offenbar "im Kleinen" gelingt, das Trauma zu bewältigen, wie schafft man das fürs große Ganze - also für Duisburg? Diese Frage treibt Asli Sevindim um. Auf der Suche nach Antworten kommen auch prominente Duisburger zu Wort, Peter Bursch zum Beispiel, Fritz Pleitgen oder Nikolaus Schneider. "Die Wunde meiner Stadt" - eine Reise in das Duisburger Seelenleben 8 Jahre nach der Katastrophe.


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