Die ersten Menschen

  • Schlafnester sorgen dafür, dass der Schlafende nicht so leicht vom Baum fällt. Forscher glauben, dass ein erholsamer Schlaf wichtig für die Hirnentwicklung des Menschen und seiner nächsten Verwandten war. Vergrößern
    Schlafnester sorgen dafür, dass der Schlafende nicht so leicht vom Baum fällt. Forscher glauben, dass ein erholsamer Schlaf wichtig für die Hirnentwicklung des Menschen und seiner nächsten Verwandten war.
    Fotoquelle: ZDF/Charlie Sperring
  • Vor 13 Millionen Jahren lebte der Pierolapithecus  in den weiten Urwäldern im Gebiet des heutigen Spaniens. Ist er der letzte gemeinsame Vorfahr von Menschen und Menschenaffen? Vergrößern
    Vor 13 Millionen Jahren lebte der Pierolapithecus in den weiten Urwäldern im Gebiet des heutigen Spaniens. Ist er der letzte gemeinsame Vorfahr von Menschen und Menschenaffen?
    Fotoquelle: ZDF/Charlie Sperring
  • Gegenseitiges Lausen war bei den Pierolapithecus ebenso wichtig wie bei modernen Menschenaffen. Es zeigte die Verbundenheit untereinander und intensivierte soziale Kontakte. Vergrößern
    Gegenseitiges Lausen war bei den Pierolapithecus ebenso wichtig wie bei modernen Menschenaffen. Es zeigte die Verbundenheit untereinander und intensivierte soziale Kontakte.
    Fotoquelle: ZDF/Nilaya Productions
  • Schimpansen wenden zahlreiche Heilkräuter an, beispielsweise behandeln sie Malaria mit fiebersenkenden Pflanzen. Auch den Pierolapithecus trauen Forscher solche Kenntnisse zu. Sehr wahrscheinlich wurde Wissen wie bei den Schimpansen von den Müttern an die nächste Generation weitergegeben. Vergrößern
    Schimpansen wenden zahlreiche Heilkräuter an, beispielsweise behandeln sie Malaria mit fiebersenkenden Pflanzen. Auch den Pierolapithecus trauen Forscher solche Kenntnisse zu. Sehr wahrscheinlich wurde Wissen wie bei den Schimpansen von den Müttern an die nächste Generation weitergegeben.
    Fotoquelle: ZDF/Nilaya Productions
  • Arbeitet eine Art eher im Team oder ist die Konkurrenz untereinander groß?  Die Eckzähne der Männchen kommen vorwiegend im Kampf gegen Rivalen zum Einsatz. Ihre Größe gibt einen Hinweis darauf, wie kooperativ eine Art lebt. Der Pierolapithecus war seinen Eckzähnen zufolge eher ein Teamplayer. Vergrößern
    Arbeitet eine Art eher im Team oder ist die Konkurrenz untereinander groß? Die Eckzähne der Männchen kommen vorwiegend im Kampf gegen Rivalen zum Einsatz. Ihre Größe gibt einen Hinweis darauf, wie kooperativ eine Art lebt. Der Pierolapithecus war seinen Eckzähnen zufolge eher ein Teamplayer.
    Fotoquelle: ZDF/Nilaya Productions
  • Wie die heute lebenden Schimpansen könnte der Pierolapithecus bereits Schlafnester gebaut haben. Vergrößern
    Wie die heute lebenden Schimpansen könnte der Pierolapithecus bereits Schlafnester gebaut haben.
    Fotoquelle: ZDF/Charlie Sperring
  • Vor 13 Millionen Jahren lebte Pierolapithecus in den weiten Urwäldern im Gebiet des heutigen Spaniens. Ist er der letzte gemeinsame Vorfahr von Menschen und Menschenaffen? Vergrößern
    Vor 13 Millionen Jahren lebte Pierolapithecus in den weiten Urwäldern im Gebiet des heutigen Spaniens. Ist er der letzte gemeinsame Vorfahr von Menschen und Menschenaffen?
    Fotoquelle: ZDF/Charlie Sperring
Report, Wissenschaft
Die ersten Menschen

Infos
Produktionsland
Frankreich
Produktionsdatum
2017
ZDFneo
Di., 26.06.
05:15 - 06:00
Vom Wald in die Savanne - Stéphanie Valloatto


Wie wurden wir, was wir sind? In aufwändigen Inszenierungen entführt der Zweiteiler "Die ersten Menschen" auf eine Zeitreise zu unseren ältesten Wurzeln vor 25 Millionen Jahren. Damals war die Erde ein Planet der Affen. Neueste Forschung zeigt, dass sich die Ursprünge menschlicher Verhaltensweisen bereits viel früher entwickelt haben, als bisher gedacht. Die Frage "Wer war der erste Mensch?" ist längst nicht beantwortet. Pierolapithecus heißt beispielsweise ein früher Waldbewohner, der zwar noch kein Mensch war, aber trotzdem ein entfernter Vorfahr gewesen sein könnte. Das Wesen lebte als Schwinghangler in den tropischen Regenwäldern auf dem Gebiet des heutigen Spanien. Einige Wissenschaftler trauen dem Pierolapithecus zu, schon ähnlich versiert im Werkzeuggebrauch gewesen zu sein wie heute lebende Menschenaffen. Als erstes Werkzeug überhaupt gilt der Stock. Mit ihm konnten die frühen Affen bereits Insekten wie Ameisen und Termiten aus ihren Bauten angeln. Sogar für die Entstehung des aufrechten Gangs waren vermutlich Wesen wie Pierolapithecus ausschlaggebend. Er war ein vergleichsweise schwerer Primat ohne Greifschwanz, der schon auf zwei Beinen auf dickeren Ästen balanciert sein soll. Noch einen Schritt weiter auf dem Weg zur Menschenähnlichkeit war ein aufrecht gehender Menschenaffe, den man heute als Sahelanthropus oder Toumai bezeichnet. Er lebte vor sechs bis sieben Millionen Jahren in der Region des heutigen Tschad und hatte sich offenbar bereits auf ein Leben auf dem Waldboden eingestellt. Sein aufrechter Gang war noch etwas ungelenk, könnte aber trotzdem ein Evolutionsvorteil gewesen sein, weil Toumai als Zweibeiner die Hände frei hatte. Sein Werkzeuggebrauch soll im Vergleich zu anderen Affen seiner Zeit schon gut entwickelt gewesen sein. Nüsse knacken mit Steinen könnte er wie die Schimpansen der Gegenwart von Generation zu Generation weitergegeben haben. Ein weiterer Wendepunkt wird für eine Zeit vor zwei Millionen Jahren angenommen. Die große Gruppe der Australopithecinen besiedelte schon seit Längerem große Teile Afrikas. Der wohl berühmteste Australopithecus-Fund, Lucy, galt bis vor wenigen Jahren als Urmutter der Menschheit. Mittlerweile halten viele Forscher ihre Linie jedoch für ausgestorben und trauen stattdessen dem Australopithecus sediba zu, ein direkter Vorfahr des Menschen zu sein. Sein Körperbau zeigt so viele moderne Anteile, dass einzelne Wissenschaftler ihn sogar als frühen Vertreter der Gattung "Homo" sehen. Immer neue Wesen mit teilweise menschlichen, teilweise tierischen Merkmalen wurden in den vergangenen Jahren entdeckt. Der wissenschaftliche Diskurs über die Frage, welches von ihnen noch Affe oder schon Mensch gewesen ist, erscheint symptomatisch für die Tatsache, dass die Grenzen immer stärker verwischen. Für die Pariser Primatologin Sabrina Krief steht heute schon fest, dass die strikte Trennung zwischen Mensch und Menschenaffe wissenschaftlich nicht zu begründen ist: "Heute existieren offiziell sechs Affenarten. Menschen sind einfach die siebte Art unter den anderen. Die alte Hierarchie mit dem Menschen auf der Spitze der Pyramide über all den anderen Primaten stehend, ist längst überholt."


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