Die gefährlichsten Schulwege der Welt: Mongolei

  • Der 10-jährige Tuguldur reitet 10 Kilometer alleine in die Schule. Vergrößern
    Der 10-jährige Tuguldur reitet 10 Kilometer alleine in die Schule.
    Fotoquelle: © MDR/Karsten Scheuren
  • Mit dem Motorrad zur Schule. Über den gefrorenen Fluss, bei minus 30 Grad Celsius Kälte. Die 12-jährige Delgertsetseg und ihr 44-jähriger Vater Davaa. Vergrößern
    Mit dem Motorrad zur Schule. Über den gefrorenen Fluss, bei minus 30 Grad Celsius Kälte. Die 12-jährige Delgertsetseg und ihr 44-jähriger Vater Davaa.
    Fotoquelle: © MDR/Karsten Scheuren
  • Tuguldur führt sein Pferd über den zugefrorenen Fluss. In der Mitte hat sich das Eis aufgetürmt und ist gebrochen. Vergrößern
    Tuguldur führt sein Pferd über den zugefrorenen Fluss. In der Mitte hat sich das Eis aufgetürmt und ist gebrochen.
    Fotoquelle: © MDR/Karsten Scheuren
  • Der Nomadenjunge Tuguldur reitet nach der Schule nach Hause. Im Hintergrund der Schulort Tunkhel, 200 Kilometer nördlich von der Hauptstadt Ulan Bator. Vergrößern
    Der Nomadenjunge Tuguldur reitet nach der Schule nach Hause. Im Hintergrund der Schulort Tunkhel, 200 Kilometer nördlich von der Hauptstadt Ulan Bator.
    Fotoquelle: © MDR/Karsten Scheuren
Natur + Reisen, Land + Leute
Die gefährlichsten Schulwege der Welt: Mongolei

Infos
Originaltitel
The Most Dangerous Ways to Schools
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2015
Altersfreigabe
9+
3sat
Mo., 19.10.
02:19 - 03:02
Folge 3, Mongolei


Mächtige Bergmassive und die Weite der Taiga prägen die beeindruckende Natur im Norden der Mongolei. Weit abgelegen lebt eines der letzten Nomadenvölker. Die Kinder haben weite Schulwege. Obwohl die Nomaden während der Wintermonate mit ihren Tieren näher an die Städte heranrücken, um ihr Überleben zu sichern, müssen die Schüler zehn Kilometer und mehr zurücklegen. Temperaturen von bis zu minus 36 Grad Celsius machen die Wanderung zur Tortur. Manche sind zu Fuß unterwegs, andere auf dem Rücken eines Reittiers. Ihr beschwerlicher Weg führt über endlos erscheinende Schneedecken und zugefrorene Seen. Eltern, die es sich leisten können, bringen ihre Kinder mit dem Motorrad über Schnee und Eis zur Schule. Bei diesen Bedingungen alles andere als ungefährlich - und doch wahrer Luxus im Vergleich zum Schulweg der ärmeren Kinder. Allein in der Einöde sind sie den sogenannten Dzuds, plötzlich auftretenden Schneestürmen, schutzlos ausgeliefert. Hinzu kommt die Angst vor wilden Tieren wie Wölfen und Bären, die im Winter hungrig durch die Taiga streifen. Viele Nomaden würden ihre Kinder gerne zu Hause behalten, denn bei der Versorgung ihrer Pferde und Rentiere wird jede Hand gebraucht. Doch es besteht Schulpflicht, und die Nomaden wissen, dass Bildung für ihre Kinder wichtig ist. Jeden Tag bangen sie darum, dass ihr Nachwuchs wieder sicher zu Hause ankommt, denn der Weg zur Schule ist weit und gefährlich. Die Reihe "Die gefährlichsten Schulwege der Welt" taucht in die verschiedenen Kulturen der Welt ein. Sie dringt zu Menschen vor, die in noch völlig ursprünglichen und von der Zivilisation beinahe unentdeckten Landschaften leben und sich im Einklang mit ihnen befinden. Artenreichtum, extreme Wetterverhältnisse und die geografische Einzigartigkeit prägen die Landschaften und das Leben der dort ansässigen Menschen. Die Serie begleitet die Schulkinder der unterschiedlichen Regionen, beginnend in ihrem Lebensumfeld über den Schulweg bis in die unterschiedlichen Schulen. Klettern, balancieren, leiden: Alles für das eine Ziel - ein besseres Leben.


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