Die gefährlichsten Schulwege der Welt: Sibirien

  • Der kälteste Ort der Welt: Fließendes Wasser aus dem Hahn gibt es nicht, hier würde jedes Rohr einfrieren. Vergrößern
    Der kälteste Ort der Welt: Fließendes Wasser aus dem Hahn gibt es nicht, hier würde jedes Rohr einfrieren.
    Fotoquelle: © MDR/Maximus Film
  • Mit einem Flammenwerfer wird das Auto aufgetaut, damit es morgens überhaupt anspringt. Vergrößern
    Mit einem Flammenwerfer wird das Auto aufgetaut, damit es morgens überhaupt anspringt.
    Fotoquelle: © MDR/Maximus Film, honorarfrei - Verwendung gemäß der AGB im engen inhaltlichen, redaktionellen Zusammenhang mit genannter MDR-Sendung bei Nennung "Bild: MDR/Maximus Film" (S2). MDR/HA Kommunikation, 04360 Leipzig, Tel: (0341) 300 6477 oder - 6463
  • Auch bei minus 59 Grad fahren in Oimjakon noch Autos. Vergrößern
    Auch bei minus 59 Grad fahren in Oimjakon noch Autos.
    Fotoquelle: © MDR/Maximus Film, honorarfrei - Verwendung gemäß der AGB im engen inhaltlichen, redaktionellen Zusammenhang mit genannter MDR-Sendung bei Nennung "Bild: MDR/Maximus Film" (S2). MDR/HA Kommunikation, 04360 Leipzig, Tel: (0341) 300 6477 oder - 6463
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    Mit einem Flammenwerfer wird das Auto aufgetaut, damit es morgens überhaupt anspringt.
    Fotoquelle: © BR/MDR
Natur + Reisen, Land + Leute
Die gefährlichsten Schulwege der Welt: Sibirien

Infos
Originaltitel
The Most Dangerous Ways to Schools
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2016
Altersfreigabe
9+
3sat
So., 18.10.
13:36 - 14:19
Folge 3, Sibirien


Die Reihe "Die gefährlichsten Schulwege der Welt" taucht in die verschiedenen Kulturen der Welt ein. Dieser Film begleitet drei Schulkinder im äußersten Osten Russlands - in Sibirien. Der achtjährige Alioscha trödelt gern. Das sorgt bei seiner Mutter Irina für Angst, denn das kann am kältesten bewohnten Ort der Welt durchaus lebensgefährlich sein. Wie gehen die Menschen mit diesen extremen Bedingungen um? Und wie schaffen die Kinder den Schulweg? Bei durchschnittlichen Wintertemperaturen von minus 40 Grad Celsius wird im sibirischen Oimjakon alles Alltägliche zur Herausforderung. Und der tägliche Schulweg wird für die Kinder des 500-Seelen-Ortes zum Abenteuer. Wer sich zu lange ungeschützt in der Kälte aufhält, läuft Gefahr, zu erfrieren. Denn Alioscha und seine Schulkameraden haben den kältesten Schulweg der Welt. Morgens um 6.00 Uhr beginnt der Tag mit einem Blick auf das Thermometer: Zeigt es mehr als minus 54 Grad Celsius an, bereitet Mutter Irina ihren kleinen Alioscha für die Schule vor, ist es kälter, darf Alioscha noch ein bisschen liegen bleiben. Denn ab minus 54 Grad Celsius gibt es kältefrei für die Kinder in Oimjakon. Zuerst holt Irina Eisblöcke aus dem nahe gelegenen Fluss und schmilzt sie auf dem Herd, damit sich ihr Sohn den Schlaf aus den Augen waschen kann. Fließendes Wasser gibt es nicht im Haus, die Rohre würden bei den Temperaturen bersten. Den Wohnraum hat Mutter Irina auf etwa 20 Grad geheizt. Wenn Alioscha die Haustür nach draußen öffnet, um zur Schule zu gehen, ist es 70 Grad kälter. Die Kälte bestimmt das ganze Leben in Oimjakon. Niemand weiß das besser als Gregori, der einzige Busfahrer des Dorfes. Ihm vertrauen viele Eltern allmorgendlich ihre Kinder an. Er sammelt diejenigen ein, die außerhalb des Dorfes wohnen. Damit sein Bus bei diesen extremen Temperaturen überhaupt fährt, hat ihn Gregori besonders präpariert. Ein Motorausfall mit Schulkindern an Bord könnte fatal enden. Fast 50 Kinder warten entlang der Strecke auf den Bus. Genaue Abfahrtszeiten lassen sich nicht planen. Wer den Bus verpasst, muss umkehren - oder zu Fuß zur Schule gehen. Auch wenn die Kinder warm angezogen sind - vier Kleidungsschichten, darüber noch mal zwei Jacken, zwei Paar Handschuhe, ein dicker Schal und eine warme Pelzmütze - sind sie nach ein paar Minuten durchgefroren. Was treibt die Kinder und deren Eltern jeden Morgen an, erneut die Strapazen dieses gefährlichen Schulweges auf sich zu nehmen? Wie können Menschen und Tiere in dieser lebensfeindlichen Umgebung überhaupt überleben? Die Reihe "Die gefährlichsten Schulwege der Welt" dringt zu Menschen vor, die in noch völlig ursprünglichen und von der Zivilisation beinahe unentdeckten Landschaften leben und sich im Einklang mit ihnen befinden. Artenreichtum, extreme Wetterverhältnisse und die geografische Einzigartigkeit prägen die Landschaften und das Leben der dort ansässigen Menschen. Die Serie begleitet die Schulkinder der unterschiedlichen Regionen, beginnend in ihrem Lebensumfeld über den Schulweg bis in die unterschiedlichen Schulen. Klettern, balancieren, leiden: Alles für das eine Ziel - ein besseres Leben.


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