Die letzte Salonière

  • Die mondärnen Hotels auf der Insel Brioni, zum Teil von Christiane Schönborn-Buchheim's -Urgroßvater Paul Kupelwieser erbaut. Vergrößern
    Die mondärnen Hotels auf der Insel Brioni, zum Teil von Christiane Schönborn-Buchheim's -Urgroßvater Paul Kupelwieser erbaut.
    Fotoquelle: ZDF/ORF/FOR TV
  • Christiane Schönborn-Buchheim's - Urgroßvater Paul Kupelwieser, erbaute viele Häuser auf der Insel Brioni. Vergrößern
    Christiane Schönborn-Buchheim's - Urgroßvater Paul Kupelwieser, erbaute viele Häuser auf der Insel Brioni.
    Fotoquelle: ZDF/ORF/FOR TV
  • Vater Manfred Mautner-Markhof zu Pferd, noch ohne den berühmten Backenbart. Vergrößern
    Vater Manfred Mautner-Markhof zu Pferd, noch ohne den berühmten Backenbart.
    Fotoquelle: ZDF/ORF/FOR TV
  • Christiane Schönborn-Buchheim. Vergrößern
    Christiane Schönborn-Buchheim.
    Fotoquelle: ZDF/ORF/FOR TV
  • Das Gärtnerhäuschen von Schloss Schönborn, Christiane's Wohnsitz. Vergrößern
    Das Gärtnerhäuschen von Schloss Schönborn, Christiane's Wohnsitz.
    Fotoquelle: ZDF/ORF/FOR TV
Report, Dokumentation
Die letzte Salonière

Infos
Produktionsland
Österreich
Produktionsdatum
2016
3sat
Sa., 19.05.
10:45 - 11:30


Gräfin Christiana Schönborn-Buchheim ist eine Grande Dame von 87 Jahren und Wiens letzte Salonière. Ihre ganze Persönlichkeit strahlt zeitlose Eleganz aus. Aufgewachsen ist sie in einem Umfeld, wie es Stefan Zweig in seiner "Welt von gestern" beschreibt. Eine Welt, in der Kunst Bestandteil des Alltags war. Junge Künstler zu fördern, das war immer das Anliegen der Gräfin, doch nur die Besten schafften es in ihren Salon. Der von Künstlern, Wissenschaftlern und Industriellen gleichermaßen geschätzte Salon befindet sich in der Wiener Innenstadt. "Christl", wie ihre Freunde sie nennen, hat die Türen für Regisseur Thomas Macho geöffnet und aus ihrem wechselvollen Leben erzählt. Christiana Schönborn-Buchheims Vater war Manfred Mautner Markhof, ein Industrieller, Kunstmäzen und Vielfach-Präsident sowie lange Zeit einer der einflussreichsten Männer Österreichs. Ihre Mutter, eine ausgebildete Pianistin, war eine Kupelwieser, Urenkelin des Malers Leopold und Enkelin von Paul, der aus dem malariaverseuchten Insel Archipel Brioni in Istrien ein Ferienparadies für die Elite der k.-u.-k.-Monarchie zauberte. Dass in ihrem Elternhaus Künstler-Persönlichkeiten wie Richard Strauss, Karl Böhm oder Gottfried von Einem ein und aus gingen, verstand sich fast von selbst. Den sommerlich gestimmten Kinder - und Jugendtagen in Brioni folgten glücklose Jahre in einer arrangierten Ehe mit Johann Heinrich, Freiherr von Tinti. Erst lange Jahre nach ihrer Scheidung wagte Christiana nochmals das Abenteuer einer Ehe mit Georg Schönborn-Buchheim, der vor der Enteignung durch die Sowjets riesige Besitzungen mit fast 2500 Quadratkilometern Land in der Ukraine besaß. Fasziniert von der Landschaft und von den Menschen, hat Christiana Schönborn-Buchheim selbst in schwierigen Sowjetzeiten nie den Kontakt zur Westukraine verloren. Bis heute sammelt sie Spenden für die Bevölkerung der ehemaligen Ländereien und fühlt sich auch als Ehrenbürgerin zur Unterstützung der Bedürftigen verpflichtet. Ihren Lebensmittelpunkt verlegte die Dame der guten Gesellschaft vor langer Zeit in den kleinen Ort Schönborn im westlichen Weinviertel, wo sie im idyllischen Gärtnerhaus des Schlosses residiert und ihre Besucherinnen und Besucher empfängt. Wenn sie von ihren Abenteuern in der Ukraine zu erzählen beginnt und gedanklich in die Zeit von Richard Strauss und Herbert von Karajan sowie in die Sommer auf Brioni eintaucht, ersteht ein ganzer Kosmos längst vergangener Lebensart. Doch "Christl" Schönborn ist auch im Heute zu Hause, nimmt regen Anteil am modernen Leben und umgibt sich gern mit jungen Künstlerinnen und Künstlern, die zeitweise bei ihr in Schönborn wohnen. Nicht nur für sie ist Christiana Schönborn-Buchheim eine faszinierende Persönlichkeit, der man gern zuhört.


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