Die letzten Männer von Aleppo

  • Mit schwerem Gerät werden Trümmer im Ostteil Aleppos beseitigt. Vergrößern
    Mit schwerem Gerät werden Trümmer im Ostteil Aleppos beseitigt.
    Fotoquelle: HR/SWR/Kloos&Co Medien
  • Die Familie wegschicken oder in Aleppo bleiben? Protagonist Khaled und seine Töchter. Vergrößern
    Die Familie wegschicken oder in Aleppo bleiben? Protagonist Khaled und seine Töchter.
    Fotoquelle: HR/SWR/Kloos&Co Medien
  • Er war einer der bekanntesten Weißhelme: Protagonist Khaled Omar Harrah. Vergrößern
    Er war einer der bekanntesten Weißhelme: Protagonist Khaled Omar Harrah.
    Fotoquelle: HR/SWR/Kloos&Co Medien
Spielfilm, Dokumentarfilm
Die letzten Männer von Aleppo

Infos
Originaltitel
Last Men in Aleppo
Produktionsland
DK / SYR
Kinostart
Do., 16. März 2017
HR
Heute
01:00 - 02:30


Krieg in Syrien und kein Ende in Sicht. Besonders betroffen ist die historische Stadt Aleppo. Nirgends zeigt sich das alltägliche menschliche Drama dieses Bürgerkriegs brutaler als im Leben von Aleppos freiwilligen Helfern, den sogenannten Weißhelmen. Wenn sich Mahmoud und Khalid auf den Weg machen, fährt der Tod immer mit. Doch sie denken nicht in erster Linie an die Gefahr, sondern an die Menschen, die ihre Hilfe brauchen. Am schlimmsten ist die Furcht vor einem Chemiegasangriff. Verlassene und zerstörte Gebäude säumen in Aleppo die dunklen Straßenzüge, die Ruinen erzählen die Geschichte von Tausenden zerstörter Leben, von Tod und Vertreibung. Während Mahmoud und Khalid nach Überlebenden suchen, erzählen sie sehr persönliche Geschichten, die hinter den anonymen Nachrichten - und Kriegsbildern zu finden sind. Mahmoud und Khalid, Gründungsmitglieder der Freiwilligen-Organisation "Weißhelme" in Aleppo, sind gewöhnliche Bürger. Sie sind die ersten, die ein gerade zerbombtes und zerstörtes Gebäude betreten, um in den Trümmern nach Verschütteten und Lebenszeichen zu suchen. Sie leben einen zermürbenden Alltag von Belagerung und Bombardierung - wie alle anderen restlichen 350.000 Zivilisten, die im Spätsommer 2016 noch in den umkämpften Stadtteilen von Aleppo geblieben sind. Die "Weißhelme", eine zivile Hilfs- und Einsatztruppe, wurde 2013 gegründet. Rund 2.700 Helfer engagierten sich während des Kampfes um Aleppo in dieser Organisation - oft unter Einsatz des eigenen Lebens. Bis zum Ende der Dreharbeiten im August 2016 sind bei den gefährlichen Einsätzen mehr als 100 Mitglieder ums Leben gekommen. Was als kurzfristige Aktion und Ad-hoc-Organisation begonnen hatte, etablierte sich. Mehr als 24.000 Menschen konnten die "Weißhelme" in dieser Zeit retten. In dieser Hilfsorganisation arbeiten Bäcker, Bauherren, Rechtsanwälte, Ingenieure, Taxifahrer, Studenten, Lehrer mit, also so ziemlich alle Berufe. Da die meisten internationalen Organisationen nicht mehr in Syrien tätig waren, waren die "Weißhelme" oft die einzige Hilfe für Zivilisten, wenn wieder Bomben fielen. Mit den ehrenamtlichen Helfern der "Weißhelme" erlebt das Filmteam über einen Zeitraum von fast zwei Jahren den harten Alltag, die Angst, den Tod und die tägliche Bedrohung in den Straßen Aleppos. Sie kämpfen um ein Stück Menschlichkeit dort, wo der Krieg zur Normalität wurde.

Eine Filmkritik sowie weitere Infos zu "Die letzten Männer von Aleppo" finden Sie hier.


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