Die unerwünschten Töchter

  • Hochzeitsmarkt in China. Mütter suchen nach einer Frau für ihren Sohn. Vergrößern
    Hochzeitsmarkt in China. Mütter suchen nach einer Frau für ihren Sohn.
    Fotoquelle: WDR/Antje Christ
  • Befreiung eines Mädchens, das an einen Mann verkauft und von vielen missbraucht wurde. Vergrößern
    Befreiung eines Mädchens, das an einen Mann verkauft und von vielen missbraucht wurde.
    Fotoquelle: WDR/Dorothe Dörholt
  • Amisha mit ihrer Tochter Kamnia, die eigentlich ihre 7. von ihrer Schwiegerfamilie erzwungene Abtreibung sein sollte. Vergrößern
    Amisha mit ihrer Tochter Kamnia, die eigentlich ihre 7. von ihrer Schwiegerfamilie erzwungene Abtreibung sein sollte.
    Fotoquelle: WDR/Dorothe Dörholt
Report, Gesellschaft und Soziales
Die unerwünschten Töchter

WDR
Mi., 06.02.
22:10 - 22:55
Frauenmangel in Asien


Die 3-Jährige Pang Xiuting wurde in ihrem Dorf im Süden Chinas entführt. Die Eltern vermuten, dass sie Opfer von Menschenhändlern wurde - beweisen können sie es nicht. Das ist kein Einzelfall, genaue Zahlen gibt es nicht. Aber mittlerweile suchen in China 200.000 freiwillige Helfer nach vermissten Mädchen. Auch in Indien und Südkorea werden Mädchen entführt, verkauft, missbraucht. Der Frauenhandel boomt. Menschenhändler verkaufen Kinder an Familien, die sich auf diese Weise Bräute für ihre Söhne beschaffen. Millionen Männer im heiratsfähigen Alter finden allein in China keine Frau mehr. Ein Grund ist die Präferenz für Söhne in diesen Ländern. Söhne übernehmen traditionell die Altersversorgung für die Eltern. Für Töchter dagegen muss die Familie bei der Heirat eine Mitgift bezahlen. Und die Frau kümmert sich später um die Familie des Ehemannes - nicht die eigenen Eltern. Seit man durch Ultraschalluntersuchungen das Geschlecht von Babys bestimmen kann, wurden in Asien fast 200 Millionen weibliche Föten abgetrieben. Die Präferenz für Söhne in den Ländern ist nicht nur kulturell bedingt. Der dramatische Frauenmangel ist auch die Folge einer unter Federführung der USA vom Westen gesteuerten Politik. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die weltweite Panik vor einer Bevölkerungsexplosion geschürt. Hilfsgelder, unter anderem der Vereinten Nationen, fließen nur unter der Bedingung, dass die Geburtenrate in den Entwicklungsländern deutlich gesenkt wird. Dass in Asien erst mit Hilfe der vom Westen zur Verfügung gestellten medizinischen Geräte selektiv abgetrieben wird, ist den Geldgebern bekannt und durchaus gewünscht.


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