Die verrückten 70er - Das wilde Jahrzehnt der Deutschen

  • Der Tanzfilm "Saturday Night Fever" mit John Travolta and Karen Lynn Gorney (1977). Vergrößern
    Der Tanzfilm "Saturday Night Fever" mit John Travolta and Karen Lynn Gorney (1977).
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  • Das Bundesverfassungsgericht (BVG) hat die Fristenregelung (straffreie Abtreibung in den ersten zwölf Wochen der Schwangerschaft), die im Zuge der Reform des Abtreibungsparagraphens 218 eingeführt werden sollte, für verfassungswidrig erklärt, hier Demonstrationen gegen das Urteil in Karlsruhe, 25.02.1975 Vergrößern
    Das Bundesverfassungsgericht (BVG) hat die Fristenregelung (straffreie Abtreibung in den ersten zwölf Wochen der Schwangerschaft), die im Zuge der Reform des Abtreibungsparagraphens 218 eingeführt werden sollte, für verfassungswidrig erklärt, hier Demonstrationen gegen das Urteil in Karlsruhe, 25.02.1975
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  • 16.10.1977. Die entführte Lufthansa-Maschine "Landshut" auf dem Flughafen von Dubai. Palästinensische Terroristen um Zohir Youssif Akache hatten das deutsche Flugzeug nach Mogadischu/Somalia entführt, um Mitglieder der Roten Armee Fraktion (RAF) freizupressen. Die deutsche Grenzschutzgruppe 9 (GSG 9) konnte die Geiseln befreien. Vergrößern
    16.10.1977. Die entführte Lufthansa-Maschine "Landshut" auf dem Flughafen von Dubai. Palästinensische Terroristen um Zohir Youssif Akache hatten das deutsche Flugzeug nach Mogadischu/Somalia entführt, um Mitglieder der Roten Armee Fraktion (RAF) freizupressen. Die deutsche Grenzschutzgruppe 9 (GSG 9) konnte die Geiseln befreien.
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  • Historische Szene: Bundeskanzler Willy Brandt kniet am 7. Dezember 1970 vor dem Mahnmal im einstigen jüdischen Ghetto in Warschau, das den Helden des Ghetto-Aufstandes vom April 1943 gewidmet ist. Brandt eroberte mit seinem "Kniefall" die Herzen der intellektuellen Polen und legte damit den Grundstein für die deutsch-polnische Aussöhnung. Durch seine Geste war es ihm gelungen, Vertrauen in einem Land zu erwecken, in dem die Deutschen während des Zweiten Weltkrieges sechs Millionen Einwohner, über die Hälfte davon Juden, ausgelöscht hatten. Am selben Tag, der als Wendepunkt im deutsch-polnischen Verhältnis gilt, unterzeichnete Willy Brandt den Warschauer Vertrag, in dem die Bundesrepublik die Oder-Neiße-Linie als Westgrenze Polens anerkannte. Vergrößern
    Historische Szene: Bundeskanzler Willy Brandt kniet am 7. Dezember 1970 vor dem Mahnmal im einstigen jüdischen Ghetto in Warschau, das den Helden des Ghetto-Aufstandes vom April 1943 gewidmet ist. Brandt eroberte mit seinem "Kniefall" die Herzen der intellektuellen Polen und legte damit den Grundstein für die deutsch-polnische Aussöhnung. Durch seine Geste war es ihm gelungen, Vertrauen in einem Land zu erwecken, in dem die Deutschen während des Zweiten Weltkrieges sechs Millionen Einwohner, über die Hälfte davon Juden, ausgelöscht hatten. Am selben Tag, der als Wendepunkt im deutsch-polnischen Verhältnis gilt, unterzeichnete Willy Brandt den Warschauer Vertrag, in dem die Bundesrepublik die Oder-Neiße-Linie als Westgrenze Polens anerkannte.
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  • Demonstranten führen während des "Homolulu"-Protestmarsches ein Spruchband mit sich, auf dem "Schwule Lehrer und Schüler fordern: Homosexualität: Kein Tabu in der Schule" zu lesen ist. Über 1000 Schwule und rund 100 Lesben demonstrierten am 28.7.1979 in der Innenstadt von Frankfurt am Main gegen die Diskriminierung von Homosexuellen. Sie forderten die ersatzlose Streichung des Paragrafen 175 und eine Gleichstellung der Homosexuellen im Erb- und Steuerrecht. Zahlreiche Demonstranten waren kostümiert und bunt geschminkt. Vergrößern
    Demonstranten führen während des "Homolulu"-Protestmarsches ein Spruchband mit sich, auf dem "Schwule Lehrer und Schüler fordern: Homosexualität: Kein Tabu in der Schule" zu lesen ist. Über 1000 Schwule und rund 100 Lesben demonstrierten am 28.7.1979 in der Innenstadt von Frankfurt am Main gegen die Diskriminierung von Homosexuellen. Sie forderten die ersatzlose Streichung des Paragrafen 175 und eine Gleichstellung der Homosexuellen im Erb- und Steuerrecht. Zahlreiche Demonstranten waren kostümiert und bunt geschminkt.
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Report, Dokumentation
Die verrückten 70er - Das wilde Jahrzehnt der Deutschen

WDR
Sa., 17.03.
20:15 - 21:45


Die 70er sind da! Mit popolangen Haaren, mit grenzdebilen Trimm-Dich-Comics, die ein zu dick gewordenes Volk auf Trab bringen sollen, und mit "Disco-Musik", die bereits ahnen lässt, was in den folgenden Jahrzehnten an schaurigen Klängen auf die Menschen zukommen wird. Ohne Zweifel, das sind die 70er. Unter anderem. Denn die 70er sind auch die Friedenspolitik eines Willy Brandts und Walter Scheels, es sind die Kämpfe für die Rechte der Frauen und der Homosexuellen. Es sind die aufkommende Anti-AKW-Bewegung, die letztlich zur Gründung der Grünen führt, und es sind die Anschläge der RAF bis hin zum Tod von Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer. Die 70er waren ohne Zweifel ein wildes Jahrzehnt, in dem aus der etwas staubigen Bundesrepublik ein Land wurde, in dem Kontroversen plötzlich offen ausgetragen werden. Der WDR lässt die 70er noch einmal Revue passieren: mit spannendem, manchmal tragischem und bisweilen auch skurrilem Originalmaterial streifen wir durch ein Jahrzehnt, das sich tatsächlich vor allem durch eines auszeichnet: Jederzeit war alles möglich. Außenpolitisch ein Jahrzehnt des aufeinander Zugehens, innenpolitisch Jahre des Umbruchs und der Emanzipation, aber auch der Angst vor einer zu großen Macht des Staates. Modisch zuerst ein krampfhaftes Festhalten am Hippie-Style, dann geht es glitzernd durch die Disconacht. Und während die Kinder sich blaue Flecken mit Klack-Klack-Kugeln holen, Jugendliche auf der Tanzfläche eng umschlungen den "Blues" tanzen und Erwachsene sich auf Trimm-Dich-Pfaden durch den Wald quälen, schildern prominente Zeitzeugen wie Bettina Boettinger, Anouschka Renzi, Uwe Ochsenknecht, Hannes Jaenicke, Ann-Kathrin Kramer, Christine Westermann, Hugo Egon Balder und Norbert Blüm ihre ganz persönlichen 70er Jahre.


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