Der junge Bauernsohn Endres führt durch die Grimmsche Geschichte um Aufstieg und Fall, um Macht und Liebe, in deren Mittelpunkt eine geheimnisvolle weiße Schlange steht. Es ist ein dunkles Geheimnis, das der ebenso weise wie gefürchtete König verbirgt. Ist er tatsächlich in der Lage, die Sprache der Tiere zu verstehen? Endres, sein neuer Diener, kommt ihm mit Hilfe der Prinzessin Schritt für Schritt auf die Spur. Bauernjunge Endres möchte vom Leben mehr haben als trockenes Brot und immerwährende Armut. Die Umstände sind glücklich, und so findet er bei Hof eine Anstellung als Leibdiener des Königs Konrad. Schnell jedoch merkt Endres, dass sein Herr vor aller Welt ein Geheimnis verbirgt. Die goldene Schüssel, die er ihm täglich serviert, enthält eine weiße Schlange, deren Verzehr befähigt, die Tiere zu verstehen. Skrupellos nutzt Konrad zum eigenen Vorteil aus, was Maus, Hund oder Adler ihm arglos zutragen. Wissen ist Macht, und so vermag es Konrad beispielsweise, das Wetter zu prophezeien und sich damit von seinen Untertanen eitel als weiser König feiern zu lassen. Erfährt er dagegen von einer unentdeckten Silberader, so zögert er keinen Augenblick, den rechtmäßigen Eigentümer des Landes in den Kerker zu werfen. Schritt für Schritt erschließt sich Endres das streng gehütete Geheimnis, und mehr und mehr wächst ihm in der Prinzessin Leonora eine geliebte Vertraute und Mitwisserin zu. Als Endres fälschlich beschuldigt wird, den Ring der Königin gestohlen zu haben, und mit dem Tode bedroht wird, setzt er alles auf eine Karte. Er isst den Rest der weißen Schlange, versteht so seinerseits die Tiersprache und findet auf diese Weise den Ring: Eine Ente hatte ihn verschluckt. Am Königshof bleiben kann er nunmehr aber nicht. Auf der Flucht vor dem König, dessen Macht ohne Schlangenmahlzeit äußerst gefährdet ist, entdeckt Endres das Geheimnis einer zweiten weißen Schlange und gewinnt, in Gemeinschaft mit der von ihrem Vater und dessen Schergen Arnold längst restlos enttäuschten Königstochter, Kraft und Größe, Konrad endgültig von dessen Thron zu stoßen.