Sasha (Stéphanie Daub-Laurent), eine junge Frau Ende zwanzig, bricht auf dem Nachhauseweg von ihrer Arbeit überraschend zusammen. Als sie nur kurz darauf stirbt, bleibt ihr Umfeld fassungslos zurück. Sashas Freund Lawrence empfängt ihre Eltern und ihre Schwester Zoé , um die Formalitäten zu regeln. Nach der Beerdigung reisen sie wieder ab, Lawrence ist auf sich alleine gestellt und verbleibt in der gemeinsamen Wohnung, in die er mit Sasha gezogen ist, als er aus New York nach Berlin kam. Er bekommt Unterstützung von seiner guten Freundin June . Ein Jahr nach Sashas Tod besucht Lawrence Zoé in Paris. So sehr die Trauer um Sasha die beiden verbindet, sie vermeiden es, darüber zu reden. Auch als Zoé ein weiteres Jahr später Lawrence in New York besucht, wo er inzwischen wieder lebt, reden sie nur wenig über den grossen Verlust in ihrem Leben, doch ein Gefühl der Verbundenheit fürs Leben bleibt. «Mit seiner erfrischend wortkargen Studie über Trauerarbeit gelingt Mikhaël Hers gleichermassen ein Soziogramm und ein Psychogramm einer Generation von Kreativen um die 30», urteilte der Filmdienst über «Ce sentiment d'éte» des französischen Filmemachers Mikhaël Hers. Mehr als eine lineare Geschichte zu erzählen schweift sein Film durch das Leben seiner Figuren, die verbunden sind, weil sie zu jener Figur gehörten, die gleich zu Beginn des Filmes stirbt - die Trauer um Sasha verbindet ihre Nächsten fürs Leben, welches sie allerdings nur punktuell miteinander teilen. Der Norweger Anders Danielsen Lie und die Französin Judith Chemla führen ein wunderbares Schauspielerensemble an, zu dem auch Lana Cooper und Marie Rivière gehören. Nicht zuletzt spielt auch die Musik eine wichtige Rolle in Hers leiser Trauerstudie: Gruppen wie Felt, Ben Watt oder Nick Garrie sorgen für einen prägnanten Soundtrack.