Berlin, Sommeranfang. Ein strahlender Sonnentag. Die Künstlerin Sasha sackt auf einmal in einem Park in sich zusammen, auf dem Nachhauseweg vom Atelier, und ist wenige Tage später tot. Der Zusammenbruch auf dieser grünen, sommerlichen Wiese ist geradezu komisch. Denn die umgebende Natur, die Atmosphäre des Parks ist keineswegs von einer Tragik oder Melancholie aufgeladen - die Sonne steht im Zenit, der Sommer kann beginnen - doch plötzlich findet das junge Liebesglück von Sasha und Lawrence ein Ende. Der Schicksalsschlag reißt Lawrence und die Angehörigen von Sasha in den Abgrund und hinterlässt zunächst ein Vakuum, das erst langsam mit neuen Lichtblicken, einem Raum des Neuanfangs nach dem Tod gefüllt wird. "Dieses Sommergefühl" vom französischen Regisseur Mikhaël Hers ist ein Film, der sich eindringlich mit der Vergänglichkeit beschäftigt, die eben auch bedeutet, dass es nach dem Tod einen Neuanfang für die engsten Angehörigen geben kann. Der Schmerz darf vergehen, und die Trauer kann bewältigt werden. Und trotzdem führt uns der Regisseur in die Irre, so scheint es jedenfalls, wenn er den zeitlichen Kontext der unbeschwerten Sommerfröhlichkeit wählt. Doch so ist es nur konsequent, dass der Faden der Hoffnung wieder im Sommer, ein Jahr später, aufgenommen wird, als Lawrence Sashas Schwester Zoé in Paris besucht ...