Die große Mehrheit der Deutschen hat für Donald Trump nur Hohn und Spott übrig: ein Präsident, der nichts auf die Reihe kriegt. Doch in den Augen seiner Anhänger hat er geliefert. Aber der größte Erfolg in der Bilanz von US-Präsident Donald Trump ist er selbst: Er ist immer noch da. Kaum einer seiner Gegner, Verbündeten oder selbst Parteifreunde hat ihm das 2016 zugetraut. Er hat alle Fehltritte und Tabubrüche, ja sogar ein Amtsenthebungsverfahren überstanden. Und er hat allen Zweiflern gezeigt, wie sehr sie diesen Präsidenten unterschätzt haben. Hinter Donald Trump stehen viele Millionen amerikanische Wähler, die ihn niemals einfach nur als politischen Clown und planlosen Irrläufer abgetan haben. Für sie ist er der Mann, der ihre Sprache spricht und ihre Probleme anpackt, anstatt zu schwafeln. Der für ihre Interessen und ihren amerikanischen Traum kämpft, den sie lange nicht mehr zu träumen wagten. Der alles tut, um seine Wahlversprechen einzulösen. Der Film zieht eine Bilanz der Trump-Präsidentschaft aus der Sicht seiner Anhänger. Ein Perspektivwechsel, der den Blick öffnet für Fragen, die jenseits der aufgeladenen Dauerpolemik das Phänomen Trump besser verstehen lassen: Wie kann ein Multimilliardär zum Hoffnungsträger der Verarmten und Vergessenen werden? Warum halten so viele Amerikaner gerade ihn für authentisch und glaubwürdig, im Gegensatz zu allen anderen Politikern? Und schließlich: Welches seiner Wahlversprechen hat er eingelöst, womit ist er gescheitert? Der Film überprüft die Bilanz von Donald Trump anhand seiner eigenen Versprechen zu Wirtschaft, Einwanderung, Außenpolitik und dem Kampf gegen das Establishment und begibt sich dafür tief ins "Trump-Land", ins Amerika des kleinen Mannes in den Hochburgen der alten Industriereviere und in die Gemeinden der evangelikalen Christen. Aus dem Zentrum der Macht berichten Insider wie Trumps ehemaliger Pressesprecher Sean Spicer, dessen Nachfolger Anthony Scaramucci sowie die schillernde Omarosa Manigault, die es von der Kandidatin in Trumps TV-Show "The Apprentice" bis ins Weiße Haus schaffte. Namhafte Experten und Kritiker wie die Trump-Biografin Gwenda Blair runden das Bild mit biografischen und politischen Hintergründen ab. Aber dieser Präsident hat nicht nur die USA verändert. Auch das Verhältnis zu Europa und Deutschland ist nicht mehr dasselbe. Das zeigt sich an der gewaltigen US Air Base im pfälzischen Ramstein sowie in Äußerungen des früheren Außenministers Sigmar Gabriel, des europäischen Spitzenpolitikers Jean-Claude Juncker und der AfD-Fraktionsvorsitzenden Alice Weidel, eine der wenigen bekennenden Trump-Sympathisantinnen in Deutschland. Die kommenden US-Präsidentschaftswahlen werden eine der aufwühlendsten in der amerikanischen Geschichte werden. Trumps Umfragewerte sind letzthin eingebrochen. Aber wie der Film zeigt: Es ist ein großer Fehler, Donald Trump zu unterschätzen.