Drachenläufer

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    Unzertrennlich: Ahmad Khan Mahmoodzada als Hassan, Zekeria Ebrahimi als Amir
    Fotoquelle: SRF/Dreamworks LLC
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    Väterlicher Freund: Zekeria Ebrahimi als Amir, Shaun Toub als Rahim Khan
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    Ungleiche Freunde: Ahmad Khan Mahmoodzada als Hassan, Zekeria Ebrahimi als Amir
    Fotoquelle: SRF/Dreamworks LLC
Spielfilm, Drama
Drachenläufer

Infos
Zweikanalton deutsch/Hörfilm, Gebärdensprache
Originaltitel
The Kite Runner
Produktionsland
USA
Produktionsdatum
2007
Kinostart
Do., 17. Januar 2008
DVD-Start
Do., 18. September 2008
SF2
Do., 26.07.
00:35 - 02:35


Amir lebt als Arzt und Schriftsteller in Los Angeles, als ihn ein Telefonanruf erreicht, der in ihm seine verdrängte Vergangenheit wachruft: Im Afghanistan der ausgehenden 1970er-Jahre, vor der sowjetischen Invasion, verlebt der junge Amir eine ziemlich sorglose Jugend. Sein Vater Baba ist ein wohlhabender paschtunischer Geschäftsmann. Baba behandelt Amirs Freund Hassan , den Sohn seines Bediensteten Ali, wie einen zweiten Sohn, obschon der Knabe dem verachteten Hazara-Stamm angehört. In Babas Freund Rahim Khan hat Amir, dessen Mutter bei seiner Geburt gestorben ist, einen zweiten väterlichen Vertrauten. Amir und Hassan nehmen stets begeistert an den Drachenflugwettbewerben in Kabul teil. Dabei geht es darum, die Schnüre gegnerischer Drachen zu zertrennen. Hassan ist der beste Drachenläufer der Stadt, der ebenso behende wie zielsicher abgeschossene Drachen erbeutet. Am Ende eines solchen Wettkampfs gerät Hassan in einen Hinterhalt. Amirs Erzrivale Assef und seine Bande nehmen an dem hilflosen Jungen brutale Rache für ihre Niederlagen. Amir, der Zeuge der Untat wird, greift aus Feigheit nicht ein und wird fortan von seinem Gewissen geplagt. Hassans unerschütterliche Loyalität wird ihm unerträglich, und die Freundschaft zerbricht. Jahre später fliehen Baba und Amir vor dem sowjetischen Einmarsch in die USA und bauen dort eine neue Existenz auf. Als junger Arzt verliebt sich Amir in Soraya , die Tochter eines ebenfalls aus Afghanistan geflohenen Generals. Bevor die jungen Leute ein Paar werden können, müssen sich ihre Väter verständigen. Doch dann bricht mit einem Anruf von Rahim Khan wieder die Schuld aus seiner Jugendzeit in Amirs Leben ein. Khan sagt ihm, es gebe eine Möglichkeit, sein damaliges Unrecht gegenüber Hassan wiedergutzumachen. Dafür allerdings muss der junge Arzt in seine Heimat zurückkehren, die inzwischen von den Taliban beherrscht wird. Unter Lebensgefahr schmuggelt sich Amir nach Afghanistan hinein, um seinen einstigen Verrat an seinem Freund zu sühnen. Die Erfolgsgeschichte des Romans «The Kite Runner» ist fast ohnegleichen. Das Erstlingswerk des in die USA eingewanderten Arztes Khaled Hosseini über eine Jugend in Afghanistan mauserte sich zum internationalen Bestseller. Für die Verfilmung konnte Marc Forster gewonnen werden, der sich schon in «Monster's Ball» auf eindrucksvolle Weise mit den Themen Schuld und Wiedergutmachung auseinandergesetzt hatte. Forster setzte durch, dass der Film mit weitgehend unbekannten Darstellern aus der Region besetzt und die Szenen in Afghanistan in den Sprachen der Einheimischen gedreht wurden. Besonders glücklich war Forster über die beiden Laiendarsteller Zekeria Ebrahimi und Ahmad Khan Mahmoodzada, welche Amir und Hassan als Jungen verkörpern. Das Bemühen um Authentizität erwies sich jedoch als zweischneidig: Als «The Kite Runner» in die Kinos kam, bekamen die jugendlichen Darsteller in Afghanistan Schwierigkeiten. Die fiktionale Darstellung des Missbrauchs eines Hazara-Jungen durch Paschtunen schürte ethnische Spannungen in der Wirklichkeit, und die Produktionsfirma musste die Knaben in Sicherheit bringen.

Eine Filmkritik sowie weitere Infos zu "Drachenläufer" finden Sie hier.


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