Dschingis Khans Kinder

Natur+Reisen, Land und Leute
Dschingis Khans Kinder

Infos
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2012
3sat
Fr., 20.07.
19:30 - 20:00
Reise durch die Innere Mongolei


Grasland, Gebirge, endlose Sandwüsten: Die Innere Mongolei gilt als Chinas wilder Norden. Ihre Geschichte reicht Jahrhunderte zurück, ihr berühmtester Sohn ist Dschingis Khan. Noch heute ziehen die Nomaden mit ihren Tieren durch die endlosen Weiten des Graslandes. Im Grasland stößt das Filmteam auf eine Familie, deren Alltag noch heute bestimmt ist durch ihre Schafe, Kühe, Pferde und Kamele. Die Regierung will sie sesshaft machen. Aber "Dschingis Khans Kinder" wollen ihre Traditionen weiterleben. Dazu gehören auch ihre Feste, die den Zusammenhalt stärken. Besonders farbenprächtig ist Nadam. Bei diesem berühmten Volksfest kämpfen alle - Kinder, alte Männer und kraftstrotzende Muskelpakete in Lederjacken - verbissen um den Sieg in drei Disziplinen: Das sind wie seit Jahrhunderten Pferderennen, Bogenschießen und Ringen. Zum großen Vergnügen der Zuschauer. Doch die Innere Mongolei ist - wie schon zu Dschingis Khans Zeiten - keineswegs im Gestern stehengeblieben. Neben alter Tradition steht ein ultramodernes Projekt: Ordos. Auf den ersten Blick eine Geisterstadt mitten in der Wüste, mit Hochhäusern und Villenvierteln, achtspurigen Straßen, gigantischen Museen ohne Ausstellungsstücke. Hundert internationale Architekten waren am Bau beteiligt, der Masterplan für die künstliche Stadt stammt vom chinesischen Künstler Ai Weiwei. Ein engagiertes Projekt, das auch Künstler und kluge Köpfe in die Innere Mongolei locken sollte. Die Straßen und Häuser sind bisher menschenleer. Aber, dem boomenden Immobilienmarkt sei Dank, sind angeblich alle Häuser verkauft. Im krassen Gegensatz zu den wenigen Menschen in dieser künstlichen Geisterstadt leben die letzten Ewenke. Ihre Heimat sind die endlosen Wälder im Norden der Inneren Mongolei nahe der Grenze zu Russland. Dieser Volksstamm züchtet traditionell Rentiere und lebt mit den halbgezähmten Tieren in Zelten im Wald. Wegen der strengen Ansiedlungspolitik der chinesischen Regierung gibt es aber nur noch eine Handvoll Familien, die das entbehrungsreiche Leben in der Wildnis führen. Es war nicht leicht für das Kamerateam, sie im Dickicht der riesigen Wälder zu finden. Durchs Grasland und die Wälder des Nordens reisen Christine Adelhardt und das Team des Studios Peking in die weiten Wüsten des Westens, die sich mit ihren gigantischen Sanddünen immer weiter ausbreiten. Die Anpflanzung von speziellen Sträuchern soll die Versandung der Landschaft stoppen. Diese große "Grüne Mauer" gilt als "zweite chinesische Mauer". Hunderte von Kilometern lang versuchen die Bewohner, mit Grünpflanzen die Wüste in ihren Grenzen halten. Christine Adelhart besucht eine Familie, die mit dem Anbau der Pflanzen für die Grüne Mauer überlebt. Früher zogen die Familienmitglieder als Nomaden durchs Grasland. Von ihrem ersten Leben blieb jedoch nur Sand. Der Sand kann erstickend sein - und ist doch wunderschön.
Grasland, Gebirge, endlose Sandwüsten: Die Innere Mongolei gilt als Chinas wilder Norden. Ihre Geschichte reicht Jahrhunderte zurück, ihr berühmtester Sohn ist Dschingis Khan.
Noch heute ziehen die Nomaden mit ihren Tieren durch die endlosen Weiten des Graslandes. Im Grasland stößt das Filmteam auf eine Familie, deren Alltag noch heute bestimmt ist durch ihre Schafe, Kühe, Pferde und Kamele. Die Regierung will sie sesshaft machen.
Aber "Dschingis Khans Kinder" wollen ihre Traditionen weiterleben. Dazu gehören auch ihre Feste, die den Zusammenhalt stärken. Besonders farbenprächtig ist Nadam. Bei diesem berühmten Volksfest kämpfen alle - Kinder, alte Männer und kraftstrotzende Muskelpakete in Lederjacken - verbissen um den Sieg in drei Disziplinen: Das sind wie seit Jahrhunderten Pferderennen, Bogenschießen und Ringen. Zum großen Vergnügen der Zuschauer.
Doch die Innere Mongolei ist - wie schon zu Dschingis Khans Zeiten - keineswegs im Gestern stehengeblieben. Neben alter Tradition steht ein ultramodernes Projekt: Ordos. Auf den ersten Blick eine Geisterstadt mitten in der Wüste, mit Hochhäusern und Villenvierteln, achtspurigen Straßen, gigantischen Museen ohne Ausstellungsstücke.
Hundert internationale Architekten waren am Bau beteiligt, der Masterplan für die künstliche Stadt stammt vom chinesischen Künstler Ai Weiwei. Ein engagiertes Projekt, das auch Künstler und kluge Köpfe in die Innere Mongolei locken sollte. Die Straßen und Häuser sind bisher menschenleer. Aber, dem boomenden Immobilienmarkt sei Dank, sind angeblich alle Häuser verkauft.
Im krassen Gegensatz zu den wenigen Menschen in dieser künstlichen Geisterstadt leben die letzten Ewenke. Ihre Heimat sind die endlosen Wälder im Norden der Inneren Mongolei nahe der Grenze zu Russland. Dieser Volksstamm züchtet traditionell Rentiere und lebt mit den halbgezähmten Tieren in Zelten im Wald. Wegen der strengen Ansiedlungspolitik der chinesischen Regierung gibt es aber nur noch eine Handvoll Familien, die das entbehrungsreiche Leben in der Wildnis führen. Es war nicht leicht für das Kamerateam, sie im Dickicht der riesigen Wälder zu finden.
Durchs Grasland und die Wälder des Nordens reisen Christine Adelhardt und das Team des Studios Peking in die weiten Wüsten des Westens, die sich mit ihren gigantischen Sanddünen immer weiter ausbreiten. Die Anpflanzung von speziellen Sträuchern soll die Versandung der Landschaft stoppen. Diese große "Grüne Mauer" gilt als "zweite chinesische Mauer". Hunderte von Kilometern lang versuchen die Bewohner, mit Grünpflanzen die Wüste in ihren Grenzen zu halten. Christine Adelhart besucht eine Familie, die mit dem Anbau der Pflanzen für die Grüne Mauer überlebt. Früher zogen die Familienmitglieder als Nomaden durchs Grasland. Von ihrem ersten Leben blieb jedoch nur Sand. Der Sand kann erstickend sein - und ist doch wunderschön.


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