Dynastien in NRW

  • Hans Imhoff gründete 1947 die Imhoff Schokoladen- und Pralinen GmbH, die Anfang der 70er Jahre die Stollwerk AG in Köln übernommen hat. Mit dem gesundheitsbedingten Ausstieg des Schoko-Königs endet 2002 schließlich die Ära Imhoff. Vergrößern
    Hans Imhoff gründete 1947 die Imhoff Schokoladen- und Pralinen GmbH, die Anfang der 70er Jahre die Stollwerk AG in Köln übernommen hat. Mit dem gesundheitsbedingten Ausstieg des Schoko-Königs endet 2002 schließlich die Ära Imhoff.
    Fotoquelle: WDR/LAIF
  • Das Schokoladen-Museum (l) in Köln vom Rhein aus gesehen. Vergrößern
    Das Schokoladen-Museum (l) in Köln vom Rhein aus gesehen.
    Fotoquelle: WDR/Helmut Metzmacher
  • Stollwerck Produktionsgebäude in Köln, 1901. (Werbeanzeige) Vergrößern
    Stollwerck Produktionsgebäude in Köln, 1901. (Werbeanzeige)
    Fotoquelle: WDR/Interfoto
  • Hans Imhoff gründete 1947 die Imhoff Schokoladen- und Pralinen GmbH, die Anfang der 70er Jahre die Stollwerk AG in Köln übernommen hat. Mit dem gesundheitsbedingten Ausstieg des Schoko-Königs endet 2002 schließlich die Ära Imhoff. Vergrößern
    Hans Imhoff gründete 1947 die Imhoff Schokoladen- und Pralinen GmbH, die Anfang der 70er Jahre die Stollwerk AG in Köln übernommen hat. Mit dem gesundheitsbedingten Ausstieg des Schoko-Königs endet 2002 schließlich die Ära Imhoff.
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Report, Dokumentation
Dynastien in NRW

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WDR
Fr., 15.03.
20:15 - 21:00
Die Schokoladenkönige vom Rhein


Der Name Stollwerck ist untrennbar mit der Stadt Köln verbunden. Stetig wachsende Produktionshallen und domgleiche Verwaltungsgebäude prägten das Stadtbild. Heute lassen sich nur noch vereinzelt Spuren finden. Die wohl größte ist eine bei Touristen sehr beliebte Attraktion, das Schokoladenmuseum. Im Rheinauhafen wird die Geschichte der Familien Stollwerck und Imhoff sichtbar, beide Teil einer großen Dynastie, beide hatten jeweils in ihrem Jahrhundert den richtigen Riecher. Und das Museum steht eindrucksvoll für diese Erfolge. Mitten in Köln gründete Franz Stollwerck 1839 eine Mürbebäckerei. Schon vier Jahre später landete er mit Hustenbonbons seinen ersten Verkaufshit. Im Rheinland nannten sie ihn den "Kamelle-Napoleon". Doch Stollwerck wollte mehr und produzierte ab 1860 auch Schokolade - ein neuer Markt. Mit dem Einstieg der Söhne in die Produktion wurde aus dem Familienbetrieb schließlich ein Unternehmen mit Weltgeltung. Der Duft der Schokolade blieb über ein Jahrhundert das Markenzeichen rund um die Fabrik in der Kölner Südstadt. Das faszinierte vor allem einen kleinen Jungen: Hans Imhoff. Eine eigene Schokoladenfabrik war immer sein Traum. Nach Ende des zweiten Weltkrieges bekam er die Chance dazu. Mit einem Lebensmittelgroßhandel hatte er begonnen und 1948 baute er dann in Bullay eine Schokoladenfabrik auf. Während Imhoff immer erfolgreicher wurde, stürzte die Traditionsmarke Stollwerck immer weiter in die Krise. Die Produkte galten als altmodisch. Doch der tiefe Fall des Giganten war die große Chance des Außenseiters. Anfang der 70er Jahre übernahm Imhoff das Kölner Schokoladenreich und sanierte es von Grund auf. Hartnäckig folgte er seinem Traum. Ehemalige Konkurrenten wie Sprengel oder Sarotti wurden Teil seines neuen Reiches. Ein weltweites Imperium entstand - und Imhoff wurde zum Schokoladenkönig. Ein entscheidender Schritt blieb jedoch aus: Die Klärung der Thronfolge. So wurde Stollwerck 2002 an einen Schweizer Konzern verkauft und später an die belgische Unternehmensgruppe Baronie. Als 2015 auch die Zentrale nach Norderstedt wanderte, verschwand der Name Stollwerck nach über 175 Jahren fast endgültig aus Köln. Doch Imhoff hat ein Denkmal hinterlassen. Das Schokoladenmuseum erinnert an die große Dynastie und ist das beliebteste Museum Kölns. Ein Vermächtnis in den Händen von Annette Imhoff, der Tochter des Schokoladenkönigs. In der Dokumentation geht sie gemeinsam mit ihrer Schwester Susanne Imhoff auf Spurensuche. Weiter erzählen auch Freunde und Wegbegleiter der Familien Stollwerck und Imhoff sowie Mitarbeiter der Unternehmen ihren Teil einer großen Firmengeschichte - einer Welt voller Träume, Fleiß und Innovationen.


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