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Di., 29.05.
21:15 - 21:45
Die neue Supertrasse - 340.000 Volt unter der Erde


Es ist ein Mega-Projekt: Der SÜDLINK - eine 700 Kilometer lange Stromtrasse quer durch Deutschland. Sie soll den Wind-Strom aus dem Norden nach Süden bringen, dorthin, wo demnächst die Atomkraftwerke abgeschaltet werden. Es ist entschieden, die Trasse soll unterirdisch verlaufen: ein 340.000 Volt-Erdkabel. Vor allem Mitteldeutschland und besonders viele Thüringer sind von den Plänen betroffen. Wird das Kabel von oben vergraben, entsteht eine über 30 Meter breite Schneise durch die Landschaft. Darauf darf kein Baum mehr wachsen und es darf nie wieder dort gebaut werden. "Echt" fährt dorthin, wo der Protest besonders laut ist - in die kleinen Ortschaften Fambach und Rhönblick. Die Anwohner hier haben ganz konkrete Sorgen: Was bedeuten 340.000 Volt für Menschen, die daneben leben? Oder Tiere, die dort grasen? Oder Bauern, die gleich darüber ihren Weizen anbauen? Wie schädlich ist das elektrische oder magnetische Feld, das durch solch eine mächtige Stromleitung erzeugt wird? Kritiker des SÜDLINKS wie Landrat Peter Hemrich, der BUND oder der Bundesverband der Bürgerinitiativen gegen den SÜDLINK lehnen die Stromtrasse grundsätzlich ab und meinen, die Netzplanungen sollten sich am tatsächlichen Strombedarf und nicht an der erzeugten Strommenge orientieren. Aber "Echt"-Moderator Sven Voss hakt auch bei der anderen Seite nach, bei Netzbetreiber TenneT. Für den geht es nicht nur um die Stromlieferung von Nord nach Süd, sondern auch um Versorgungssicherheit, denn die erneuerbaren Energien schwanken stark bei ihrer Einspeisung. Gleichstromtechnik macht es möglich, flexibler auf Schwankungen zu reagieren. Noch aber steckt die Erdkabel-Technik in den Kinderschuhen. "Echt" ist exklusiv in einem Labor für Hochspannungstechnik und fragt nach den Herausforderungen für die Erdkabeltechnik: Klinische Sauberkeit, unberechenbare Hitzeentwicklung und explodierende Kosten. Vielleicht wäre eine horizontale Bohrung dagegen das bessere Verfahren? Die renommierteste Bohrfirma Deutschlands hat schon einen viel versprechenden Vorschlag gemacht, wie man das Erdkabel günstiger und unkompliziert verlegen könnte. Eins steht fest - in diesem Konflikt stehen die Bürger nicht alleine da. Die Thüringische Landesregierung gehört zu den schärfsten Kritikern des Projektes. In Erfurt kann man nicht verstehen, dass nach den riesigen Landschaftseinschnitten mit der Thüringer Strombrücke, der neuen ICE-Trasse und der Thüringer Waldautobahn nun nicht endlich Ruhe sein soll. Umweltministerin Anja Siegesmund: "Ich will sagen, dass das abenteuerlich ist, überhaupt so einen Trassenverlauf ernsthaft einer Landesregierung vorzulegen." Die Landesregierung hat eine alternative Strecke vorgeschlagen - ganz gerade: von Norden nach Süden - allerdings verläuft diese Trasse dann durch das benachbarte Hessen. Die Bundesnetzagentur hat das abgelehnt. "Echt" trifft Anja Siegesmund, die weiter für Alternativen kämpfen will.


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