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Di., 12.06.
21:15 - 21:45
Strahlende Halden, Einstürzende Gruben - Wismuts gefährliches Erbe


Die Kumpel der Bergsicherung haben alle Hände voll zu tun. Allein in Sachsen gibt es zwischen 150 und 200 Tagebrüche jedes Jahr. Oft sind es alte Schächte der Wismut die einbrechen, so wie 2013 in Annaberg-Buchholz, als sich plötzlich inmitten eines Wohngebietes die Erde auftut oder so wie 2015 in Schlema als die Bewohner fassungslos in einen 54 Quadratmeter großen Krater blicken. Zweifellos gibt es große Fortschritte bei der Sanierung der Wismutaltlasten. Aber viele nun scheinbar blühende Landschaften sind äußerst fragil und tragen das strahlende Erbe noch in sich. Messen die Mitarbeiter der Wismut GmbH in Schlema die Gammastrahlung, rattern die Geigerzähler noch immer. "Da ein Waldstück, dort eine Wiese an alten Gleisen, manchmal aber sind es auch nur Ecken, die noch immer radiologisch verstrahlt sind und die daher saniert werden müssen", erklären die Messtrupps der Wismut und lassen keinen Zweifel: Die Sanierung wird noch viele Jahrzehnte dauern. Durch ganz Sachsen und große Teile Thüringens zieht sich das Einzugsgebiet der Wismut. Insgesamt hat die DDR etwa 216.300 Tonnen Uran gefördert, ausreichend für 90.000 Atombomben, schätzen Experten. Auf Drängen der Sowjetunion wurde die DDR zum drittgrößten Uranproduzenten der Welt. Mit gefährlichen Folgen: Bei etwa 9.000 Wismutkumpeln ist seit 1946 Lungenkrebs als Berufskrankheit anerkannt worden und noch heute kommen neue Fälle dazu. Ein weiteres Erbe sind strahlende Halden und verlassene Bergwerke. Auch dort wo viele es gar nicht vermuten, wenn sie von der Festung Königstein ihre Blicke über die sächsische Schweiz schweifen lassen. Am Fuße der Festung befindet sich das Uranbergwerk Königstein. Von hier aus werden 2016 noch 44 Tonnen schwach strahlendes Uran exportiert. Wohin? Das verrät die Wismut GmbH nicht. "Echt"-Moderator Sven Voss fragt nach: Die Gewinne sind im Vergleich zu den Sanierungskosten ein Tropfen auf den heißen Stein. Früher wurde das Uran hier im großen Stil mit Schwefelsäure aus dem Sandstein gespült. Noch bis heute enthält das Grubenwasser dieses radioaktive Erz, welches vor Ort aus dem Grubenwasser gefiltert wird, bevor es in die Elbe fließt. Noch mindestens bis 2026 wird das so sein.


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