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Sa., 09.02.
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Ausgekohlt - Risiko neue Heimat


Fische sterben, Wald ist unrettbar verloren und Grundwasser steigt unaufhörlich in längst aufgegebenen Deponien, macht Altkippen instabil, lässt gewaltige Erdmassen rutschen. Risiko nach der Braunkohle, Risiko Renaturierung - nach dem Aus für die gigantischen Tagebaue Mitteldeutschlands. Eine Ära endet und hinterlässt komplett umgewälzte Landschaften. Die Sanierung ist ein einmaliges geologisches Großexperiment, von dem niemand weiß, ob es gelingen wird. Allein für die Rekultivierung der sächsischen Tagebaue müssen die Unternehmen Mibrag und Leag 1,5 Milliarden Euro zurücklegen, dazu kommen weitere Milliarden für die Gruben in Sachsen-Anhalt und Brandenburg. "Echt"-Moderator Sven Voss ist auf Expedition in der neuen Wildnis Mitteldeutschlands. Glasklares Wasser und hervorragende Badewasserqualität - die neue Seenlandschaft im Leipziger Südraum lockt Freizeitsportler, Familien und immer mehr Touristen an. Doch genau dieses klare Wasser hat seine Tücken. Unter der Oberfläche ist es nahezu leblos - kaum Pflanzen, keine Fische. Obwohl Jahr für Jahr hunderttausende Jungfische eingesetzt worden sind. Aber das Wasser enthält kaum Nährstoffe. Etwa einhundert Jahre wird es noch dauern, so rechnen Experten, bis sich hier eine normale Fischpopulation entwickelt hat. Die alte Harth bei Markleeberg war vor der Abholzung für den Tagebau einer der beliebtesten Wälder der Region. Die Aufforstung der neuen Harth dagegen will nicht so richtig gelingen. Rund 60 Hektar sind unrettbar verloren oder tot. Grund sind Wasserlinsen, die auf dem verkippten ehemaligen Tagebau nach der Aufforstung entstanden sind. Teile der neuen Harth müssen sich selbst überlassen werden, ein Wald kann dort nicht mehr entstehen. Selbst die Waldwege sind nicht nutzbar, weil abgesoffen. Für den Forstbezirk Leipzig als Eigentümer sind dadurch enorme finanzielle Verluste entstanden. Der schnelle Grundwasseranstieg nach dem Ende der Tagebaue bereitet überall in den Sanierungsregionen Probleme. In der Lausitz haben die Menschen mit einem besonderen Phänomen zu kämpfen: das Grundwasser schwemmt Eisen- und Schwefelverbindungen aus den Kippen. Der Eisenschlamm verdreckt Flüsse und Seen - lässt Flora und Fauna absterben. Professor Andreas Berkner ist Geowisssenschaftler und einer der führenden Köpfe des Landschaftsumbaus nach der Kohle: "Wir mussten damit rechnen, durch den geologischen Untergrund, dass diese eisenhaltigen Wässer irgendwann mal wieder an der Oberfläche zur Wirkung kommen. Was wir allerdings nicht erwartet hätten, dass es so schnell und so massiv eintritt." Es sind Jahrhundertprobleme. Und eine beispiellose technologische Herausforderung. "Echt" spricht mit Bürgerinitiativen, Geotechnikern und Geologen über Chancen und Risiken eines Jahrhundertprojektes.
Die Fische sterben, der Wald ist unrettbar verloren und das Grundwasser steigt unaufhörlich in längst aufgegebenen Deponien. Altkippen werden instabil, gewaltige Erdmassen geraten ins Rutschen. Das sind die Risiken nach der Braunkohle nach dem Aus für die gigantischen Tagebaue Mitteldeutschlands. Eine Ära endet und hinterlässt komplett umgewälzte Landschaften. Die Sanierung und Renaturisierung sind ein einmaliges geologisches Großexperiment, von dem niemand weiß, ob es gelingen wird. Allein für die Rekultivierung der sächsischen Tagebaue müssen die Unternehmen Mibrag und Leag 1,5 Milliarden zurücklegen, dazu kommen weitere Milliarden für die Gruben in Sachsen-Anhalt und Brandenburg.
Sven Voss ist auf Expedition in der neuen Wildnis Mitteldeutschlands: Glasklares Wasser und hervorragende Badewasserqualität - die neue Seenlandschaft im Leipziger Südraum lockt Freizeitsportler, Familien und immer mehr Touristen an. Doch genau dieses klare Wasser hat seine Tücken. Unter der Oberfläche ist es nahezu leblos - kaum Pflanzen, keine Fische. Obwohl Jahr für Jahr hunderttausende Jungfische eingesetzt worden sind. Aber das Wasser enthält kaum Nährstoffe. Etwa 100 Jahre wird es noch dauern, so rechnen Experten, bis sich hier eine normale Fischpopulation entwickelt hat.
Die alte Harth bei Markleeberg war vor der Abholzung für den Tagebau einer der beliebtesten Wälder der Region. Die Aufforstung der neuen Harth dagegen will nicht so richtig gelingen. Rund 60 Hektar sind unrettbar verloren oder tot. Grund sind Wasserlinsen, die auf dem verkippten ehemaligen Tagebau nach der Aufforstung entstanden sind. Teile der neuen Harth müssen sich selbst überlassen werden, ein Wald kann dort nicht mehr entstehen. Selbst die Waldwege sind nicht nutzbar, weil abgesoffen. Für den Forstbezirk Leipzig als Eigentümer sind dadurch enorme finanzielle Verluste entstanden.
Der schnelle Grundwasseranstieg nach dem Ende der Tagebaue bereitet überall in den Sanierungsregionen Probleme. In der Lausitz haben die Menschen mit einem besonderen Phänomen zu kämpfen: das Grundwasser schwemmt Eisen- und Schwefelverbindungen aus den Kippen. Der Eisenschlamm verdreckt Flüsse und Seen - lässt Flora und Fauna absterben. Professor Andreas Berkner ist Geowisssenschaftler und einer der führenden Köpfe des Landschaftsumbaus nach der Kohle: "Wir mussten damit rechnen, durch den geologischen Untergrund, dass diese eisenhaltigen Wässer irgendwann mal wieder an der Oberfläche zur Wirkung kommen. Was wir allerdings nicht erwartet hätten, dass es so schnell und so massiv eintritt."
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