Spinnenhafte Aliens haben sich auf dem europäischen Festland wie ein Flächenbrand verteilt, demnächst geht der Überlebenskampf der Menschheit in die entscheidende Runde. US-Major William Cage kommt über den Atlantik, jedoch nicht als Kriegsheld. Der Gockel in Uniform ist vielmehr eine PR-Fachkraft, wie er auch General Brigham gegenüber beteuert, als dieser ihn an die Front beordern will. Es nützt nichts: Als Cage sich drücken will, lässt der General den US-Amerikaner in Handschellen abführen, bei den Rekruten antraben und in Kampfmontur über dem Kampfgebiet abwerfen. Der von seinen Waffenbrüdern und -schwestern verhasste Sesselfurzer hat die erwartet kurze Lebenserwartung. Dann aber geschieht das Unerklärliche: Cage wacht erneut und unversehrt am Tag vor der Schlacht auf, zu neuem Leben erweckt. Das geschieht in der Folge wieder und wieder, wenn er stirbt. Mit jedem Mal lernt der Soldat wider Willen ein etwas besser zu überleben und kommt dem Geheimnis einen kleinen Schritt näher, weshalb er in einer Endlosschleife steckt und was die Kriegsheldin Rita damit zu tun hat. Die Idee einer Zeitschleife, wie sie Regisseur Doug Liman («The Bourne Identity») und seine Drehbuchautoren nach einer Romanvorlage erzählen, ist nicht neu. Die Mischung aus «Und täglich grüsst das Murmeltier» (im Original «Groundhog Day») und «Starship Troopers» ist jedoch als clever konstruiertes Genrekino höchst unterhaltsam, wozu die effektreichen Actionszenen ebenso beitragen wie die Besetzung der Hauptrolle mit Tom Cruise. Denn selbst wer sich am US-Superstar und seinen Actionrollen längst sattgesehen hat, dem bereitet ein spitzbübisches Vergnügen, wie der anfänglich genüsslich schmierige Kerl 1000 Tode erleiden muss, bis er auf dem Schlachtfeld besteht.