Die verwitwete Hélène und ihre zwölfjährige Tochter Jeanne leben im ausgehenden 19. Jahrhundert miteinander im Pariser Stadtteil Passy. Anderthalb Jahre zuvor war der Ehemann und Vater nach Ankunft in Paris gestorben. Mutter und Tochter leben seitdem zu zweit und weitgehend isoliert in ihrer Wohnung, sie kennen die Stadt fast nur durch den Blick aus dem Fenster. Eines Nachts bekommt die zwölfjährige Jeanne einen epileptischen Anfall, die umsorgende Mutter Hélène bekommt Panik, kann aber den Arzt Henri Deberle ausfindig machen. Der Arzt und die Mutter verbringen gemeinsam die Nacht am Krankenbett, und entwickeln Gefühle füreinander. Doch die Tochter Jeanne ist eifersüchtig, und so wird die Beziehung zwischen Henri und Hélène auf die Probe gestellt, denn sobald der Arzt wieder anwesend ist, verschlimmern sich die Symptome der Tochter ...