Ein Flieger voller afrikanischer Rosen

Gewächshaus einer der riesigen Rosen-Plantagen in Naivasha in Kenia, in der Export-Rosen gezüchtet werden. Vergrößern
Gewächshaus einer der riesigen Rosen-Plantagen in Naivasha in Kenia, in der Export-Rosen gezüchtet werden.
Fotoquelle: HR/Andreas Graf
Report, Reportage
Ein Flieger voller afrikanischer Rosen

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2017
HR
Mi., 17.07.
21:45 - 22:15


Fokko Doyen und sein Kollege müssen das Frachtflugzeug vorkühlen für eine sensible Fracht. Denn die Piloten aus Frankfurt nehmen in Nairobi Rosen an Bord. Die meisten Rosen, die in Europa verkauft werden, kommen aus Kenia - rund acht Flugstunden und 6.000 Kilometer von Frankfurt entfernt, gezüchtet in Naivasha, auf riesigen Rosen-Plantagen. 50.000 Menschen schneiden, sortieren und bündeln die Blumen im Schichtbetrieb. In LKW, auf drei Grad herunter gekühlt, werden die Rosen knapp hundert Kilometer nach Nairobi zum Flughafen transportiert. Beim Umladen darf die Crew keine Zeit verlieren. Die Kühlkette darf nicht unterbrochen werden, sonst sind die Blumen schnell kaputt. Sie sollen noch zwei Wochen halten. 40 Tonnen Rosen transportieren sie diesmal, allein im vergangenen Jahr haben sie mehr als 20 Millionen Rosen nach Deutschland geflogen. Fokko Doyen nutzt die Flüge nach Nairobi auch für sein privates Hilfsprojekt: Die Armut vor Ort hat ihn immer bewegt. Gemeinsam mit seinem Arbeitgeber Lufthansa-Cargo gründete er vor zehn Jahren das Projekt Cargo Human Care. Mit Spenden konnten eine Schule, ein Kindergarten und ein Waisenhaus gebaut werden. Inzwischen gibt es sogar ein Medical Center, eine kleine medizinische Ambulanz, in der monatlich rund 2.000 Patienten Hilfe finden. Deshalb hat der 61-jährige Kapitän bei Flügen nach Nairobi oft Nahrung, Medikamente und einen Arzt mit an Bord. Zurück in Frankfurt kommen die Blumen gleich nach der Landung ins Perishable Center. Im deutschlandweit größten Frischezentrum wird die afrikanische Fracht begutachtet, sortiert und auf LKW und andere Flugzeuge verteilt. "Hessenreporter" Andreas Graf durfte Pilot Fokko Doyen begleiten bei seinem Job und bei seiner Mission in Nairobi.


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