Seit dem Tod seiner Frau hat der Wirtschaftsprofessor Walter Vale sich fast völlig aus dem Leben zurückgezogen. Jahr für Jahr gibt er am Connecticut College den immer gleichen Kurs und arbeitet halbherzig an seinem ersten Buch. Gelegentlich nimmt er Klavierstunden, als Erinnerung an seine verstorbene Frau, die eine begabte Konzertpianistin war. Erst als der menschenscheue Professor zu einer Konferenz nach New York geschickt wird, kommt unerwartet Bewegung in sein Leben - denn als Walter nach Jahren erstmals wieder sein altes Apartment in Manhattan betritt, erlebt er eine Überraschung: In der Wohnung lebt auf einmal ein junges, ihm völlig unbekanntes Paar. Es stellt sich heraus, dass ein Betrüger dem syrischen Musiker Tarek und der senegalesischen Designerin Zainab das Apartment vermietet hat. Die beiden packen eilig ihre Habseligkeiten und ziehen sofort aus - als illegale Einwanderer wollen sie jeden Konflikt mit der Polizei vermeiden. Doch Walter merkt sofort, dass sie nirgends bleiben können, und gewährt ihnen vorerst Unterkunft. Im Lauf der Tage entwickelt sich aus der ungewöhnlichen Wohngemeinschaft ganz langsam eine ebenso ungewöhnliche Freundschaft. Tarek bringt Walter das Djembé-Trommelspiel bei und besucht mit ihm andere Musiker im Central Park. Durch diese Begegnungen gewinnt Walter allmählich etwas Lebensfreude zurück. Dann aber wird Tarek durch ein Missverständnis in der U-Bahn verhaftet - und landet in Abschiebehaft. Walter engagiert einen Anwalt und kümmert sich um Zainab, die ihren Freund aus Angst vor den Behörden nicht einmal besuchen kann. Als Tareks Mutter Mouna aus Michigan anreist, lässt Walter sie bei sich wohnen. Sie lebt seit vielen Jahren in den USA, ebenfalls ohne Papiere. Zwischen ihr und Walter entwickelt sich eine stille Zuneigung. Fast scheint es, als könne der scheue Walter mit der ähnlich zurückhaltenden Mouna ein neues Glück finden. Aber die Mühlen der amerikanischen Einwanderungsbehörden mahlen gnadenlos.