Leicht hatte es Bertha von Suttner nie. Obwohl als Gräfin Kinsky geboren und hochgebildet, genießen sie und ihre Familie keinen guten Ruf. Mit 30 Jahren arbeitet sie als Erzieherin im Hause des Freiherrn von Suttner. Als sich Bertha und Arthur, der sieben Jahre jüngere Sohn, verlieben, ist das für die Familie ein Skandal. Die Beziehung wird getrennt, und Bertha 1876 eilends als Privatsekretärin an den exzentrischen Chemiker Alfred Nobel in Paris vermittelt. Eine Begegnung, die nicht nur beider Leben, sondern die Welt verändern wird. Mit dem eigenbrötlerischen Erfinder versteht sich Bertha auf Anhieb, beide sind voneinander fasziniert. Sie führen endlose Gespräche, auch über seine bahnbrechende Erfindung: das Dynamit. Doch bevor Nobel der eigenwilligen Bertha einen Heiratsantrag macht, platzt Arthur wieder in ihr Leben. Enterbt und verstoßen zwar, aber Bertha brennt mit ihm durch und heiratet ihn. Trotz ihrer Entscheidung hält sie intensiven Briefkontakt mit Alfred Nobel - und damit ihre einzigartige Freundschaft aufrecht. Mit Arthur zieht sie in den Kaukasus und erlebt 1877 den Russisch-Türkischen Krieg. Bertha und Arthur sehen grauenhafte Bilder, die sie nicht mehr loswerden. Bertha beginnt zu schreiben, mit Erfolg. Doch nach Jahren der Einöde möchte sie "zurück ins Leben", vermisst den intellektuellen Austausch, brennt auf neue Literatur. In Paris trifft sie nach zehn Jahren Alfred Nobel wieder und knüpft ersten Kontakte zu Friedensvereinen. Ihr nächster Roman beschert ihr Weltruhm: "Die Waffen nieder!" beschreibt aus Sicht einer Frau das Leid, das mit Kriegen verknüpft ist. Zwischen der großen Friedenskämpferin Bertha von Suttner und Alfred Nobel bleibt eine unerfüllte Liebe, aber sie inspiriert Alfred Nobel schließlich zu einem einzigartigen Testament: Mit seinem Vermögen stiftet er den Nobelpreis. Den Friedensnobelpreis erhält 1905 als erste Frau: Bertha von Suttner.