Einfach genial!

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Produktionsdatum
2017
NDR
So., 25.11.
07:35 - 08:00


Ungewöhnliche, sinnvolle, innovative und kreative Erfindungen kommen ans Tageslicht. Welche Köpfe und Geschichten stecken hinter den genialen Einfällen?

Thema:

Tiny House

Wohnen auf kleinstem Raum, das gibt es auf dem Gelände des Bauhaus-Campus in Berlin. Die sogenannten Tiny Houses sind Teil eines Experiments. Es geht um die Frage: Wie wollen wir in Zukunft leben? Die winzigen Häuser sollen eine Alternative zu überteuerten Mietwohnungen darstellen und ein umweltfreundliches Leben ermöglichen. Auf 9,5 Quadratmetern befinden sich im Haus des Berliner Industriedesigners Raphael Behr Küche, Schlafplatz, Bad und eine kleine Galerie. In seinem Haus hat er viele praktische Dinge installiert und einige Innovationen. Zum Beispiel eine Dusche, die Regenwasser recycelt und mit nur zehn Litern Wasser auskommt, und eine Trockentoilette, die gar kein Wasser braucht. Solarpanels und ein Hochleistungs-Akku sorgen für Strom, eine Infrarotheizung für Wärme. Janett Eger wird einen Tag und eine Nacht lang in dem Tiny House wohnen und das minimalistische Wohnkonzept ausprobieren.

Heizen mit Abfallholz

Beim Baumverschnitt fällt eine Menge Holz am Straßenrand an. Während die Straßenmeisterei nur die dicken Stämme mitnimmt, sammelt der Rentner Hans Goebel das kleine Geäst ein. Dank seiner Erfindungen kann er auch die dünneren Äste zum Heizen seines Hauses verwerten. Zunächst zerkleinert er mit seinem "Astbeißer" die unhandlichen Äste direkt am Straßenrand. Wenn das Holz zu Hause getrocknet ist, kommt seine zweite Entwicklung ins Spiel: die "Ballenpresse". Damit die losen Äste nicht so schnell verbrennen, werden sie durch eine Hydraulikpresse zu einem zwölf Kilogramm schweren Ballen geformt und mit Weihnachtsbaumnetzen zusammengehalten. Der ehemalige Maschinenbaummeister verbraucht in der Heizsaison in seinem selbstgebauten Kamin zwei bis vier Ballen Holz. Die Gasheizung benötigt der Tüftler nicht mehr und spart so eine ganze Menge Geld.

Tablet für Demenz-Therapie

Erinnerungspflege für Menschen mit Demenz fördert das Wohlbefinden der Erkrankten. Als Unterstützung für Pfleger und Angehörige soll ein Tablet mit Foto-, Video-, Musik- und Spielesammlungen dienen. Die sind auf die Bedürfnisse der Senioren abgestimmt. Entwickelt hat es Marc Aurel Engels. Zusammen mit Ärzten und Physiotherapeuten stellt er spezielle Medienangebote zusammen. Ständig abrufbar und in einem einfachen Menü zusammengefasst, können die Betreuer das Tablet mit den Senioren nutzen. Der Austausch über die Videos und Bilder sowie gemeinsame Quizrunden helfen den Erkrankten, geistig rege zu bleiben. Bereits 2.000 Seniorenheime nutzen die Tablets. Sie werden leihweise ausgegeben. Der Entwickler steht mit den Nutzern in Kontakt, um das Themenangebot ständig zu erweitern.



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