Egal ob bei Liebeskummer, Schokoladensucht oder Trauer: Viele sind mit dem Rat, einfach "loszulassen", schnell bei der Hand. Aber ist "loslassen" wirklich die Lösung oder eher ein sinnentleerter Allgemeinplatz aus esoterischen Selbsthilferatgebern? Tatsächlich gewinnen in der westlichen Überflussgesellschaft Modelle und Lebensentwürfe an Bedeutung, die auf weniger Konsum und eine Reduzierung materieller Güter abzielen. Filmautor Amon Barth hat beschlossen, sich auf das Loslassen einzulassen. Doch das erweist sich als schwieriger als erwartet. Wohnung und Keller sind vollgestopft mit überflüssigen Dingen, auch der eigene Kopf ist zu voll. Warum ist es so schwer, die eigenen Verhaltensmuster zu überwinden? Kann man Loslassen lernen? Barth besucht seine Mutter, die ihren Dachboden entrümpelt und dabei auf viele Erinnerungsstücke stößt. Hierbei eröffnen sich zunehmend auch innere Dimensionen des Loslassens, unter anderem in der Beziehung zwischen Eltern und Kindern. Barth setzt seine Suche fort. Auf seiner persönlichen Reise quer durch Deutschland und Frankreich begegnet er Freunden und Bekannten, die das Loslassen auf unterschiedliche Weise praktizieren. Er erkennt, dass man Loslassen zwar nicht erzwingen, aber durchaus üben kann.