Einfach schön - Die Wiener Werkstätte

  • Unter dem Titel "Einfach schön - Die Wiener Werkstätte" berichtet Hermann Sternath über Geschichte und Leistung der Wiener Werkstätte, deren Produkte als modern, zeitlos und kostbar gepriesen wurden und werden. Zu finden sind diese in Auktionshäusern, im Handel und auch in den Sammlungen. Hier vor allem im Museum für angewandte Kunst in Wien, das eine großartige Jubiläumsschau aufbereitet hat.
Silbersamoware und Porzellanservice, Perlenschnüre und Schmuckschatullen, Pflanzenübertöpfe, Wandkerzenleuchter, Stoffe und Möbel: Wem es nicht zu viel war und wer auch die nötigen Mittel hatte, dem stand bei der Wahl der Hutnadel bis runter zur Kleiderspitze und der Täfelung des Entrees bis zum Bodenbelag des Salons das Erlesenste zur Verfügung. Die Wiener Werkstätte, eine dem Schönen verpflichtete Gemeinschaft, sorgte dafür: Künstler lieferten den Entwurf und bestens geschulte Handwerker verarbeiteten hochwertige Materialien.
Die ursprüngliche Idee war, die Kunst in den Alltag hineinzutragen. Sehr schnell zeigte sich aber, dass so "herrliche" Gebrauchsgegenstände, wie sie von der Wiener Werkstätte angeboten werden sollten, ihren Preis haben. Selbst dann, wenn der Materialwert ein geringer ist. Den Wunsch, "mit dem Täglichen in Harmonie und Einklang zu stehen", den musste man sich erst leisten können. So war sehr schnell der aus England importierte Traum, "nämlich die Erzeugung von Gebrauchsgegenständen in herrlicher Form und zu einem solchen Preis, dass sie in dem Kaufbereich der Ärmsten liegen", ausgeträumt. Stattdessen vermittelte die Wiener Werkstätte Prestige für die Betuchten. Vergrößern
    Unter dem Titel "Einfach schön - Die Wiener Werkstätte" berichtet Hermann Sternath über Geschichte und Leistung der Wiener Werkstätte, deren Produkte als modern, zeitlos und kostbar gepriesen wurden und werden. Zu finden sind diese in Auktionshäusern, im Handel und auch in den Sammlungen. Hier vor allem im Museum für angewandte Kunst in Wien, das eine großartige Jubiläumsschau aufbereitet hat. Silbersamoware und Porzellanservice, Perlenschnüre und Schmuckschatullen, Pflanzenübertöpfe, Wandkerzenleuchter, Stoffe und Möbel: Wem es nicht zu viel war und wer auch die nötigen Mittel hatte, dem stand bei der Wahl der Hutnadel bis runter zur Kleiderspitze und der Täfelung des Entrees bis zum Bodenbelag des Salons das Erlesenste zur Verfügung. Die Wiener Werkstätte, eine dem Schönen verpflichtete Gemeinschaft, sorgte dafür: Künstler lieferten den Entwurf und bestens geschulte Handwerker verarbeiteten hochwertige Materialien. Die ursprüngliche Idee war, die Kunst in den Alltag hineinzutragen. Sehr schnell zeigte sich aber, dass so "herrliche" Gebrauchsgegenstände, wie sie von der Wiener Werkstätte angeboten werden sollten, ihren Preis haben. Selbst dann, wenn der Materialwert ein geringer ist. Den Wunsch, "mit dem Täglichen in Harmonie und Einklang zu stehen", den musste man sich erst leisten können. So war sehr schnell der aus England importierte Traum, "nämlich die Erzeugung von Gebrauchsgegenständen in herrlicher Form und zu einem solchen Preis, dass sie in dem Kaufbereich der Ärmsten liegen", ausgeträumt. Stattdessen vermittelte die Wiener Werkstätte Prestige für die Betuchten.
    Fotoquelle: ZDF/ORF/Hubert Mican
  • Unter dem Titel "Einfach schön - Die Wiener Werkstätte" berichtet Hermann Sternath über Geschichte und Leistung der Wiener Werkstätte, deren Produkte als modern, zeitlos und kostbar gepriesen wurden und werden. Zu finden sind diese in Auktionshäusern, im Handel und auch in den Sammlungen. Hier vor allem im Museum für angewandte Kunst in Wien, das eine großartige Jubiläumsschau aufbereitet hat.
Silbersamoware und Porzellanservice, Perlenschnüre und Schmuckschatullen, Pflanzenübertöpfe, Wandkerzenleuchter, Stoffe und Möbel: Wem es nicht zu viel war und wer auch die nötigen Mittel hatte, dem stand bei der Wahl der Hutnadel bis runter zur Kleiderspitze und der Täfelung des Entrees bis zum Bodenbelag des Salons das Erlesenste zur Verfügung. Die Wiener Werkstätte, eine dem Schönen verpflichtete Gemeinschaft, sorgte dafür: Künstler lieferten den Entwurf und bestens geschulte Handwerker verarbeiteten hochwertige Materialien.
Die ursprüngliche Idee war, die Kunst in den Alltag hineinzutragen. Sehr schnell zeigte sich aber, dass so "herrliche" Gebrauchsgegenstände, wie sie von der Wiener Werkstätte angeboten werden sollten, ihren Preis haben. Selbst dann, wenn der Materialwert ein geringer ist. Den Wunsch, "mit dem Täglichen in Harmonie und Einklang zu stehen", den musste man sich erst leisten können. So war sehr schnell der aus England importierte Traum, "nämlich die Erzeugung von Gebrauchsgegenständen in herrlicher Form und zu einem solchen Preis, dass sie in dem Kaufbereich der Ärmsten liegen", ausgeträumt. Stattdessen vermittelte die Wiener Werkstätte Prestige für die Betuchten. Vergrößern
    Unter dem Titel "Einfach schön - Die Wiener Werkstätte" berichtet Hermann Sternath über Geschichte und Leistung der Wiener Werkstätte, deren Produkte als modern, zeitlos und kostbar gepriesen wurden und werden. Zu finden sind diese in Auktionshäusern, im Handel und auch in den Sammlungen. Hier vor allem im Museum für angewandte Kunst in Wien, das eine großartige Jubiläumsschau aufbereitet hat. Silbersamoware und Porzellanservice, Perlenschnüre und Schmuckschatullen, Pflanzenübertöpfe, Wandkerzenleuchter, Stoffe und Möbel: Wem es nicht zu viel war und wer auch die nötigen Mittel hatte, dem stand bei der Wahl der Hutnadel bis runter zur Kleiderspitze und der Täfelung des Entrees bis zum Bodenbelag des Salons das Erlesenste zur Verfügung. Die Wiener Werkstätte, eine dem Schönen verpflichtete Gemeinschaft, sorgte dafür: Künstler lieferten den Entwurf und bestens geschulte Handwerker verarbeiteten hochwertige Materialien. Die ursprüngliche Idee war, die Kunst in den Alltag hineinzutragen. Sehr schnell zeigte sich aber, dass so "herrliche" Gebrauchsgegenstände, wie sie von der Wiener Werkstätte angeboten werden sollten, ihren Preis haben. Selbst dann, wenn der Materialwert ein geringer ist. Den Wunsch, "mit dem Täglichen in Harmonie und Einklang zu stehen", den musste man sich erst leisten können. So war sehr schnell der aus England importierte Traum, "nämlich die Erzeugung von Gebrauchsgegenständen in herrlicher Form und zu einem solchen Preis, dass sie in dem Kaufbereich der Ärmsten liegen", ausgeträumt. Stattdessen vermittelte die Wiener Werkstätte Prestige für die Betuchten.
    Fotoquelle: ZDF/ORF/Hubert Mican
Report, Dokumentation
Einfach schön - Die Wiener Werkstätte

3sat
Sa., 27.10.
10:00 - 10:20


Die Wiener Produktionswerkstätte, gegründet 1903, war eine Gemeinschaft bildender Künstler in Wien, die schöne Alltagsgegenstände schuf. Ihre zeitlosen Produkte sind kostbar - und teuer. In seiner Dokumentation "Einfach schön - Die Wiener Werkstätte" berichtete Hermann Sternath anlässlich des 100. Jubiläums im Jahr 2003 über Geschichte und Leistung der Wiener Werkstätte. Eine Brosche von Josef Hoffmann um 55 000 Euro, eine Eidose von Kolo Moser um 28 000 Euro oder eine Vase von Dagobert Peche um 75 000 Euro: Die Auktionen anlässlich "100 Jahre Wiener Werkstätte" brachten 2003 Spitzenpreise. Zu finden sind die Produkte in Auktionshäusern, im Handel und in Sammlungen - vor allem im Museum für angewandte Kunst in Wien, das 2003 unter dem Titel "Der Preis der Schönheit" eine große Jubiläumsschau aufbereitet hat. Silbersamoware und Porzellanservice, Perlenschnüre und Schmuckschatullen, Pflanzenübertöpfe, Wandkerzenleuchter, Stoffe und Möbel: Wem es nicht zu viel war und wer die nötigen Mittel hatte, dem stand bei der Wahl der Hutnadel bis zur Kleiderspitze und der Täfelung des Entrees bis zum Bodenbelag des Salons das Erlesenste zur Verfügung. Die Wiener Werkstätte, eine dem Schönen verpflichtete Gemeinschaft, sorgte dafür: Künstler lieferten den Entwurf, und bestens geschulte Handwerker verarbeiteten hochwertige Materialien. Die ursprüngliche Idee war, die Kunst in den Alltag hineinzutragen. Schnell zeigte sich aber, dass so "herrliche" Gebrauchsgegenstände, wie sie von der Wiener Werkstätte angeboten werden sollten, ihren Preis haben. Selbst dann, wenn der Materialwert ein geringer ist. Den Wunsch, "mit dem Täglichen in Harmonie und Einklang zu stehen", musste man sich leisten können. So war der aus England importierte Traum, "die Erzeugung von Gebrauchsgegenständen in herrlicher Form und zu einem solchen Preis, dass sie in dem Kaufbereich der Ärmsten liegen", bald ausgeträumt. Stattdessen verkaufte die Wiener Werkstätte Prestige-Objekte an die Betuchten.


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