Eisenbahn-Romantik

  • Kloster Disentis - im Vordergrund der Bahnhof. Vergrößern
    Kloster Disentis - im Vordergrund der Bahnhof.
    Fotoquelle: SWR/Alexander Schweitzer
  • Glacierexpress bei Randa. Vergrößern
    Glacierexpress bei Randa.
    Fotoquelle: SWR/Alexander Schweitzer
  • Abdeckplanen als Isolierschutz auf dem Rhonegletscher. Vergrößern
    Abdeckplanen als Isolierschutz auf dem Rhonegletscher.
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  • Das Alphorn half dem Glacierexpress beim Überleben. Vergrößern
    Das Alphorn half dem Glacierexpress beim Überleben.
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  • Die Gornergratbahn gehört auch zu den Matterhorn Gotthard Bahnen mit Sitz in Brig. Vergrößern
    Die Gornergratbahn gehört auch zu den Matterhorn Gotthard Bahnen mit Sitz in Brig.
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  • Glacierexpress bei Reichenau - am Zusammenfluss von Vorder- und Hinterrhein. Vergrößern
    Glacierexpress bei Reichenau - am Zusammenfluss von Vorder- und Hinterrhein.
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  • Das Matterhorn. Vergrößern
    Das Matterhorn.
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  • Auf der Furka-Bergstrecke dem Furkapass entgegen. Vergrößern
    Auf der Furka-Bergstrecke dem Furkapass entgegen.
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  • Furkadampfbahn kurz vor der Abfahrt in Realp. Vergrößern
    Furkadampfbahn kurz vor der Abfahrt in Realp.
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Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
1991
SWR
Mo., 21.05.
20:15 - 21:45
Glacierexpress - Von St. Moritz zum Matterhorn


Die Fahrt mit dem Glacierexpress ist eine der berühmtesten Eisenbahnreisen der Welt. In acht Stunden erfahren die Zuschauer zwischen St. Moritz und Zermatt knapp 300 Kilometer Schweizer Alpenlandschaft in ihrer schönsten Form. Seit 88 Jahren gehört die Reise mit dem "langsamsten Schnellzug der Welt" zu einer der aufregendsten und bequemsten Möglichkeiten, die Alpen zu entdecken. Die Reise beginnt im mondänen St. Moritz, dem Geburtsort der alpinen Winterferien, natürlich im Winter. Hier bläst Hans Peter Danuser ins Alphorn. Der ehemalige Kurdirektor von St. Moritz hat schon in den 1980er Jahren in New York mit dem Alphorn für den Glacierexpress geworben. Schon bald hinter St. Moritz fährt der Zug durch den Albulatunnel. Auf der anderen Seite geht es bis Thusis bergab auf einem Unesco-Weltkulturerbe, der Albulalinie. Die Strecke ist harmonisch in die Landschaft eingebettete und gilt als Paradestück der Bahnpionierzeit. Den großen Höhenunterschied von 1.000 Metern überwindet der Zug mittels mehrerer Kreiskehrtunnel. Bis Bergün ist der Schwindel ganz nah. Die Reisenden steigen aus und besuchen den "schönsten Flecken der Schweiz", den Bergsee "Lai de Palpuogna". Über die berühmteste Eisenbahnbrücke der Schweiz, dem Landwasserviadukt, fährt der Glacierexpress langsam Chur entgegen. In der Brunnenstadt lassen die Bahnfahrer sich über die Bedeutung des Wortes "Waschweib" aufklären. Nun überquert der Glacierexpress in Reichenau genau die Stelle, wo sich Vorder - und Hinterrhein zum Rhein vereinigen. Es folgt die Fahrt durch die Ruinaulta, wie die Rheinschlucht zwischen Reichenau und Ilanz auf Rätoromanisch heißt. Weiße Felsen und bizarre Gesteinsformationen haben diesen Abschnitt berühmt gemacht. Vom "Grand Canyon der Schweiz" ist es nicht mehr weit bis Disentis, wo das Streckennetz der Rhätischen Bahn endet. Die Zuschauer besuchen das Kloster Disentis. Darin befindet sich ein berühmtes Gymnasium, die älteste Schule des Kantons Graubünden. Hier wird noch Rätoromanisch gelehrt. In Realp verschwindet der Glacierexpress im 1982 erbauten Furka-Basistunnel. In den ersten fünf Jahrzehnten fuhr der Zug über die Furka-Bergstrecke, von wo aus man den namensgebenden Rhonegletscher, den Glacier, sehen konnte. Mit dem neuen Tunnel wurde die Bergstrecke gesperrt. Eisenbahnfreunde haben sich daraufhin daran gemacht, die Strecke zu erhalten und zu betreiben. In Oberwald steigen die Reisenden wieder um in den Glacierexpress und passieren die Grenze zum Kanton Wallis. Gemächlich geht es nun bergab die letzten Kilometer bis nach Brig im Rhonetal. Das Städtchen war schon immer ein wichtiger Transitort. Reger Handel brachte der Stadt Wohlstand, davon legt noch heute der Stockalper-Palast, ein bedeutender barocker Palastbau in der Schweiz, Zeugnis ab. Am Nachmittag verlässt der Glacierexpress das Rhonestädtchen. Das Wallis, die Sonnenstube der Schweiz, zeigt sich hier von seiner schönsten Seite. Vor Stalden beginnt die steilste Strecke des Glacierexpress' mit 125 Promille. Etwas weniger Promille wird hier in schrägen Gläsern im Zug dargereicht - Heidawein. Zur Endstation, ins autofreie Zermatt darf man nur mit einem Pendelzug oder eben mit dem Glacierexpress fahren. Was ab Mitte des 19. Jahrhunderts für die englische High Society St. Moritz für Skifahrer war, ist Zermatt für Bergsteiger gewesen. Rund um Zermatt thronen 30 Viertausender - darunter auch "Gottes Pyramide", das Matterhorn. Krönender Abschluss einer Fahrt mit dem Glacierexpress ist daher für viele die Fahrt mit der Gornergratbahn. Vom mehr als 3.000 Meter hohen Gornergrat bietet sich vor allem am Spätnachmittag ein unvergleichlicher Blick auf den meistfotografierten Berg der Welt, das Matterhorn.


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