Eisige Welten

Adeliepinguinen gelingt es meist, nur ein Küken pro Brutzeit aufzuziehen. Bis zum Wintereinbruch muss auch dieses noch wachsen. Vergrößern
Adeliepinguinen gelingt es meist, nur ein Küken pro Brutzeit aufzuziehen. Bis zum Wintereinbruch muss auch dieses noch wachsen.
Fotoquelle: ZDF/Jeff Wilson
Natur+Reisen, Natur und Umwelt
Eisige Welten

Infos
Produktionsland
GB
Produktionsdatum
2011
ZDFneo
Sa., 01.12.
08:45 - 09:25
Wettlauf gegen die Kälte


Tausende Belugawale ziehen über das offene Meer zu einer Flussmündung, einer der letzten erholsamen Treffpunkte, bevor der Ozean zufriert und die Wale zwingt, nach Süden zu reisen. Auch Millionen von Seevögeln müssen die letzten Tage unermüdlich nutzen, um ihre Jungen so zu stärken, dass sie den langen Flug in die Winterquartiere überleben. Jede Fütterung, jeder Flugversuch erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass ihr Nachwuchs überleben wird. In der Arktis sinkt die Temperatur, und jeden Tag werden über 52 000 Quadratkilometer zu Eis. Mithilfe von Zeitraffer und speziellen Luftbildkameras dokumentieren die Teams die Vereisung in noch nie gezeigten Aufnahmen. Wenn sich der Norden unseres Planeten von der Sonne abwendet, zieht der Frost südwärts Richtung Tundra. Während viele Tiere wie die Karibus noch über die zufrierenden Flüsse davoneilen, werden die Moschusochsen dem harten Winter trotzen. Sie bereiten sich auf die Paarungszeit vor. In atemberaubenden Szenen konnten lebensgefährliche Duelle der Polar-Titanen um einen Harem eingefangen werden. Im Süden sind antarktische Stürme im Anzug. Die Dreharbeiten bei den Adelie- und Kaiserpinguinen werden zu einer der extremsten Herausforderungen. Einen Monat verbringen zwei Kameraleute in Zelten am Rand des Meereises, um eines der Schlüsselereignisse dieses Filmes zu dokumentieren: die Rückkehr der Kaiserpinguine. Einen solchen Versuch musste der Fotograf und Pinguinexperte Bruno Zehnder 1997 mit dem Leben bezahlen. Seine letzten Aufnahmen zeigen Kaiserpinguine in einem Schneesturm, er selbst konnte nur noch tot geborgen werden. Auch das ZDF-Team wird durch einen solchen Schneesturm überrascht, kann sich aber retten. Über Wochen verlassen die beiden Männer fast täglich ihre Zelte, um durch eine sich ständig verändernde Landschaft aus zerklüftetem Eis Pfade zum offenen Meer zu finden. 500 Kilogramm Ausrüstung müssen mit Schneemobilen durch den gefrorenen Irrgarten gezogen werden. Nach einem Tauchgang unter das Eis in den kältesten Gewässern des Planeten gelingt es, den spektakulärsten Pinguin-Bauchklatscher der Antarktis in Super-Zeitlupe einzufangen. Und das ist nur eines der Highlights einer außergewöhnlichen Mission. Dies ist die bislang größte Film-Expedition in die entlegensten Winkel unseres Planeten - zu den Enden der Erde. Fernab der modernen Industrieländer liegen die unendlichen Weiten grandioser, kaum berührter Naturlandschaften von Arktis und Antarktis. "Eisige Welten" fängt die atemberaubende Schönheit dieser Wildnis und die elementaren Kräfte der Natur in unvergleichlicher Intensität ein und überrascht mit großartigen Geschichten. Die extrem abgeschiedenen Gegenden sind Heimat zahlreicher Tiere mit erstaunlichen Überlebenstricks und kuriosen Verhaltensweisen. Die Serie folgt dem Lauf der Jahreszeiten, deren Wechsel sich nirgendwo sonst auf der Erde so radikal vollzieht wie in den Polarregionen.


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