In der Savanne Botsuanas gibt es Elefanten noch zu Tausenden. Ihre außergewöhnliche Empfindsamkeit und ihre soziale Intelligenz bilden die Grundlage ihres Überlebens. Genau wie Menschenkinder benötigen kleine Elefanten jahrelang die Unterstützung ihrer Familie, bis sie mit etwa 14 Jahren selbstständig werden. Bis dahin haben die Jungtiere gelernt, wie sie sich mit Hilfe ihres Rüssels - des kraftvollen und zugleich hochsensiblen "Allzweckkörperteils" - Nahrung beschaffen und in ihrer Umgebung orientieren können. Doch trotz ihres außergewöhnlich ausgeprägten Geruchssinns kommen die Elefanten auf ihren Wanderungen den Menschen gefährlich nah, dabei sind Konflikte keine Seltenheit. In der Stadt Kasane in Botsuana etwa erscheinen die Riesen fast täglich und plündern die kargen Felder der dortigen Bauern. Botsuana und seine Nachbarstaaten erkannten den Schutz der gefährdeten Art als notwendig an und richteten eines der größten länderübergreifenden Schutzgebiete der Erde ein, um den Tieren ihre alten Wanderrouten wieder zugänglich zu machen. Davon profitieren die Regierungen auch wirtschaftlich: Die großen Dickhäuter gelten als wahre Touristenmagneten. Die vielfach ausgezeichneten Tierfilmer Thoralf Grospitz und Jens Westphalen reisten mehr als zwei Jahre lang durch das südliche Afrika, um den Rätseln rund um die sanftmütigen Riesen auf den Grund zu gehen. Mit ihrem Zweiteiler "Elefanten hautnah" zeichnen sie ein komplexes Bild der "Ikone Afrikas" und geben intime Einblicke in das Leben der größten Landsäugetiere der Erde.