Fünf Jahre nach dem Krieg steht der Kosovo unter der Verwaltungshoheit der Vereinten Nationen. Hier lebt der zehnjährige Nenad mit seinem Vater Vojislav und dem kranken Großvater Milutin in einer kleinen serbischen Enklave. Außer ihnen sind nur Draza, der Priester, und die junge Lehrerin Serben. Nenad wird jeden Tag mit einem Panzer der KFOR in die Schule gefahren, wo er der einzige Schüler ist. Sein großer Wunsch, mit anderen Kindern zu spielen, scheint unerfüllbar. Sehnsüchtig sieht er immer wieder durch die Schlitze des Panzerfahrzeugs auf zwei albanische Jungs in seinem Alter. Der 13-jährige Hirtenjunge Bashkim scheint ihr Anführer zu sein. Schnell wird klar, dass Bashkim, dessen Vater im Krieg getötet wurde, die Serben hasst. Als Milutin im Sterben liegt, gerät die Situation aus ihrem fragilen Gleichgewicht. Vojislav beauftragt Nenad, den Priester Draza zu holen. Der wartet auf die Ankunft der neuen Glocke für seine Kirche und vertröstet Nenad auf später. Schließlich stirbt Milutin, und wieder schickt Vojislav Nenad nach dem Priester, der sich inzwischen tatsächlich auf den Weg gemacht hat. Als Nenad bei der Kirche ankommt, trifft er dort nur die beiden albanischen Jungs und Bashkim. Sie spielen beim Glockenturm, wo die neue Glocke vorerst nur knapp über dem Boden hängt. Bashkim ist wütend über die Freundschaft der albanischen Jungs mit dem Serben. Mit einer Pistole, die er von zu Hause mitgenommen hat, zwingt er Nenad unter die Glocke und beginnt, auf diese zu schießen.