Erinnerungen: Wie wir uns irren

  • Sich direkt in die Neuronen von Tieren im Labor einzuhacken, ermöglichte die Entdeckung eines fundamentalen Vorgangs im Gedächtnis: das Prinzip der Assoziation. Vergrößern
    Sich direkt in die Neuronen von Tieren im Labor einzuhacken, ermöglichte die Entdeckung eines fundamentalen Vorgangs im Gedächtnis: das Prinzip der Assoziation.
    Fotoquelle: ARTE France
  • An der Universität Tübingen werden mit einem EEG die Wellen identifiziert, die unser Hirn aussendet, wenn es die Erinnerungen des Tages ins Langzeitgedächtnis einspeichert. Zur Vorbereitung des Experiments muss die Testperson sich bestimmte Wortpaare einprägen. Vergrößern
    An der Universität Tübingen werden mit einem EEG die Wellen identifiziert, die unser Hirn aussendet, wenn es die Erinnerungen des Tages ins Langzeitgedächtnis einspeichert. Zur Vorbereitung des Experiments muss die Testperson sich bestimmte Wortpaare einprägen.
    Fotoquelle: ARTE France
  • Bevor Forscher am Pariser CNRS in den Traum einer Maus eindringen, müssen sie wissen, was in ihrem Kopf vorgeht, wenn sie wach ist. Dazu werden in ein bestimmtes Areal ihres Gehirns, dem Hippocampus, feinste Elektroden implantiert. Vergrößern
    Bevor Forscher am Pariser CNRS in den Traum einer Maus eindringen, müssen sie wissen, was in ihrem Kopf vorgeht, wenn sie wach ist. Dazu werden in ein bestimmtes Areal ihres Gehirns, dem Hippocampus, feinste Elektroden implantiert.
    Fotoquelle: ARTE France
  • Im Visier: das posttraumatische Stresssyndrom PTSD. Wer darunter leidet, ist Gefangener seiner Erinnerungen, wird von Empfindungen und Gefühlen überschwemmt, die unablässig wieder an die Oberfläche kommen. Vergrößern
    Im Visier: das posttraumatische Stresssyndrom PTSD. Wer darunter leidet, ist Gefangener seiner Erinnerungen, wird von Empfindungen und Gefühlen überschwemmt, die unablässig wieder an die Oberfläche kommen.
    Fotoquelle: ARTE France
Report, Dokumentation
Erinnerungen: Wie wir uns irren

Infos
Synchronfassung, Foto, ARTE+7 Homepage: videos.arte.tv
Produktionsland
Frankreich
Produktionsdatum
2016
arte
Sa., 03.11.
22:40 - 23:35


Wie funktioniert das Gedächtnis? Viele vergleichen es mit einer Festplatte, auf der Erinnerungen sorgfältig geordnet und gespeichert werden. Doch das stimmt nur zum Teil und genügt nicht, um die komplexe Funktionsweise des Gedächtnisses und seiner Fehlbarkeit zu erklären. Mit dem Alter lässt die Gedächtnisleistung nach; auch Gehirnerschütterungen und psychische Traumata haben einen Einfluss auf das Kurz- oder Langzeitgedächtnis. Das Erinnerungsvermögen täuscht von den ersten Lebensmomenten an: Kann man sich wirklich an seine Kindheit erinnern? Und wie zuverlässig sind diese Erinnerungen? Handelt es sich nicht um Pseudo-Erinnerungen, rekonstruiert nach einem Foto oder den Erzählungen eines Verwandten? Die Wissenschaft weiß mit zunehmender Sicherheit: Das Gedächtnis irrt sich, aber noch öfter führt es in die Irre. Seiner Unzuverlässigkeit war man sich schon immer bewusst; neu ist jedoch, dass Erinnerungen absichtlich verfälscht und völlig unbemerkt manipuliert werden können. Dutzende Forscher am MIT, an der Universität Löwen in Belgien, in einem kalifornischen Labor und an der New York University haben die Existenz "falscher" Erinnerungen bewiesen und erforschen die Mechanismen dieser "Verzerrung" mit bildgebenden Verfahren und empirischen Experimenten. Ihre neuesten Entdeckungen sind schwindelerregend: Kann man seinem Gedächtnis noch trauen? Wenn nein, was bedeutet dies für die Identitätsbildung? Welche Rolle spielt das Gedächtnis bei der Alzheimer-Krankheit? Und wie bewertet man nun Erinnerungen an Tathergänge vor Gericht? Der Film zeigt auch, wie Wissenschaftler das Gedächtnis von Versuchstieren zielgerichtet manipulieren: So kann man Mäusen falsche Erinnerungen "einspritzen" oder traumatische Ereignisse aus ihrem Gedächtnis löschen. Eine Übertragung dieser Errungenschaften auf den Menschen wäre ein wichtiger Schritt im Kampf gegen Gedächtniserkrankungen.


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