Ermittler!

  • Eine Frau liegt ermordet im Bett, das Schlafzimmer sieht aus wie ein Schlachtfeld, ihr Schädel ist komplett zertrümmert. Gerhard Hoppmann: "Wir sprechen in diesem Fall von einem Übertöten. Der Täter hat viel mehr getan, als er zur Tötung der Frau tun musste und man fragt sich natürlich nach dem Motiv." Vergrößern
    Eine Frau liegt ermordet im Bett, das Schlafzimmer sieht aus wie ein Schlachtfeld, ihr Schädel ist komplett zertrümmert. Gerhard Hoppmann: "Wir sprechen in diesem Fall von einem Übertöten. Der Täter hat viel mehr getan, als er zur Tötung der Frau tun musste und man fragt sich natürlich nach dem Motiv."
    Fotoquelle: ZDF/Marks/die Engel Medi
  • Blutige Tatorte gehören für Mord-Ermittler Gerhard Hoppmann aus Krefeld zur täglichen Routine. Vergrößern
    Blutige Tatorte gehören für Mord-Ermittler Gerhard Hoppmann aus Krefeld zur täglichen Routine.
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  • Vorerst suchen der Ermittler und sein Team im persönlichen Umfeld des Opfers danach. Doch Heydi B. war überaus beliebt, hatte keine Feinde oder eifersüchtigen Ex-Partner. Im Garten des Anwesens finden die Experten der Spurensicherung einen Zimmermannshammer, anscheinend die Tatwaffe. Vergrößern
    Vorerst suchen der Ermittler und sein Team im persönlichen Umfeld des Opfers danach. Doch Heydi B. war überaus beliebt, hatte keine Feinde oder eifersüchtigen Ex-Partner. Im Garten des Anwesens finden die Experten der Spurensicherung einen Zimmermannshammer, anscheinend die Tatwaffe.
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Gerhard Hoppmann aus Krefeld ist ein routinierter Ermittler. Doch als er 2011 in eine Wohnung gerufen wird, übersteigt das Bild, das sich ihm bietet, auch seine Gelassenheit. Eine Frau liegt ermordet im Bett, ihr Schädel ist komplett zertrümmert. Gerhard Hoppmann: "Wir sprechen in diesem Fall von einem Übertöten. Der Täter hat viel mehr getan, als er zur Tötung der Frau tun musste, und man fragt sich natürlich nach dem Motiv." Vorerst suchen der Ermittler und sein Team im persönlichen Umfeld des Opfers danach. Doch Heydi B. war überaus beliebt, hatte keine Feinde oder eifersüchtigen Ex-Partner. Im Garten des Anwesens finden die Experten der Spurensicherung einen Zimmermannshammer, anscheinend die Tatwaffe. Und: einen sehr speziellen Schuhabdruck. Der scheint von einem Cowboystiefel zu stammen und weist eine Besonderheit auf: Eine geriffelte Sohle, die man so eigentlich nicht bei Cowboystiefeln findet. Ein in der Nähe befindlicher Schuster kann sich daran erinnern, eine solche Sohle auf einen Stiefel geklebt zu haben, doch an den Kunden kann er sich nicht erinnern. Hoppmann und seine Kollegen erstellen ein sogenanntes Profiling über den unbekannten Mörder: Da Cowboystiefel bei jungen Leuten nicht in Mode sind, gehen sie von einem Täter zwischen 35 und 60 Jahren aus, außerdem scheint der Täter in der Umgebung zu wohnen oder zu arbeiten. So zieht sich die Schlinge um den Mörder immer enger zu. In Münster muss sich Ermittler Ulrich Bux beherrschen, als er ein Tatortvideo anfertigt. Auch hier bringt der von Blut getränkte Tatort die Beamten an ihre Grenzen. Die Prostituierte Lydia S. wurde auf ihrem Bett mit mehr als 80 Messerstichen ermordet. Die Tatort-Analyse zeichnet ein brutales Szenario. Ulrich Bux: "Die Einstiche in der Matratze waren sehr tief, die gingen bis in den Lattenrost hinein und hatten eine Durchschnittstiefe von 14 Zentimetern. Diese Stiche ließen auf eine unheimliche Wucht schließen, denn so einfach kommt man nicht, selbst mit einem scharfen Messer, in einer Matratze durch." Anscheinend wurde Lydia S. das Opfer ihres letzten Freiers. Mord-Ermittler Ulrich Bux ist zuversichtlich, dem Täter zeitnah auf die Spur zu kommen, denn seine Kollegen von der Spurensicherung haben ein Schlüssel-Etui gefunden, das nicht dem Opfer zugeordnet werden kann. Einer der Schlüssel scheint von einem Motorroller zu stammen, ein weiterer ist ein typischer Haustürschlüssel. Was nun folgt, sucht in der deutschen Kriminalgeschichte seinesgleichen: Bux und sein Team probieren die Schlüssel an mehr als 4000 Haustüren in Münster aus. Doch die aufwendige Aktion führt zu nichts. Der Fall bleibt ungelöst und wird zum sogenannten Cold Case. Eine frustrierende Situation für Ulrich Bux und die Kollegen, zumal sie den Täter für äußerst gefährlich halten. Erst Jahre später werden sie den Unbekannten identifizieren können und damit auch das Haustürschloss finden, zu dem der Schlüssel passt.
Gerhard Hoppmann aus Krefeld ist ein routinierter Ermittler. Doch als er 2011 in eine Wohnung gerufen wird, übersteigt das Bild, das sich ihm bietet, auch seine Gelassenheit. Eine Frau liegt ermordet im Bett, ihr Schädel ist komplett zertrümmert. Gerhard Hoppmann: "Wir sprechen in diesem Fall von einem Übertöten. Der Täter hat viel mehr getan, als er zur Tötung der Frau tun musste, und man fragt sich natürlich nach dem Motiv." Vorerst suchen der Ermittler und sein Team im persönlichen Umfeld des Opfers danach. Doch Heydi B. war überaus beliebt, hatte keine Feinde oder eifersüchtigen Ex-Partner. Im Garten des Anwesens finden die Experten der Spurensicherung einen Zimmermannshammer, anscheinend die Tatwaffe. Und: einen sehr speziellen Schuhabdruck. Der scheint von einem Cowboystiefel zu stammen und weist eine Besonderheit auf: eine geriffelte Sohle, die man so eigentlich nicht bei Cowboystiefeln findet. Ein in der Nähe befindlicher Schuster kann sich daran erinnern, eine solche Sohle auf einen Stiefel geklebt zu haben, doch an den Kunden kann er sich nicht erinnern. Hoppmann und seine Kollegen erstellen ein sogenanntes Profiling über den unbekannten Mörder: Da Cowboystiefel bei jungen Leuten nicht in Mode sind, gehen sie von einem Täter zwischen 35 und 60 Jahren aus, außerdem scheint der Täter in der Umgebung zu wohnen oder zu arbeiten. So zieht sich die Schlinge um den Mörder immer enger zu. In Münster muss sich Ermittler Ulrich Bux beherrschen, als er ein Tatortvideo anfertigt. Auch hier bringt der von Blut getränkte Tatort die Beamten an ihre Grenzen. Die Prostituierte Lydia S. wurde auf ihrem Bett mit mehr als 80 Messerstichen ermordet. Die Tatort-Analyse zeichnet ein brutales Szenario. Ulrich Bux: "Die Einstiche in der Matratze waren sehr tief, die gingen bis in den Lattenrost hinein und hatten eine Durchschnittstiefe von 14 Zentimetern. Diese Stiche ließen auf eine unheimliche Wucht schließen, denn so einfach kommt man nicht, selbst mit einem scharfen Messer, in einer Matratze durch." Anscheinend wurde Lydia S. das Opfer ihres letzten Freiers. Mord-Ermittler Ulrich Bux ist zuversichtlich, dem Täter zeitnah auf die Spur zu kommen, denn seine Kollegen von der Spurensicherung haben ein Schlüssel-Etui gefunden, das nicht dem Opfer zugeordnet werden kann. Einer der Schlüssel scheint von einem Motorroller zu stammen, ein weiterer ist ein typischer Haustürschlüssel. Was nun folgt, sucht in der deutschen Kriminalgeschichte seinesgleichen: Bux und sein Team probieren die Schlüssel an mehr als 4000 Haustüren in Münster aus. Doch die aufwendige Aktion führt zu nichts. Der Fall bleibt ungelöst und wird zum sogenannten Cold Case. Eine frustrierende Situation für Ulrich Bux und die Kollegen, zumal sie den Täter für äußerst gefährlich halten. Erst Jahre später werden sie den Unbekannten identifizieren können und damit auch das Haustürschloss finden, zu dem der Schlüssel passt.


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