Europas wilder Osten

  • Am Kap Kolka im Nordwesten Lettlands lässt sich ein seltenes Strömungsphänomen beobachten: Die Wellen aus der Rigaer Bucht laufen denen von der offenen See entgegen. Bei stürmischem Wetter prallen sie heftig aufeinander. Vergrößern
    Am Kap Kolka im Nordwesten Lettlands lässt sich ein seltenes Strömungsphänomen beobachten: Die Wellen aus der Rigaer Bucht laufen denen von der offenen See entgegen. Bei stürmischem Wetter prallen sie heftig aufeinander.
    Fotoquelle: Bayerischer Rundfunk
  • Ein Süßwassersee im Westen des Nationalparks Slitere. Vergrößern
    Ein Süßwassersee im Westen des Nationalparks Slitere.
    Fotoquelle: Bayerischer Rundfunk
  • Das Geweih dieses Elch-Bullen ist gerade frisch "gefegt": Während des Wachstums wird es von einer Haut umgeben, die das Tier dann abreibt. Jedes Frühjahr werfen die Bullen ihr Geweih ab. Bis zum Hochsommer entwickeln sie ein neues. Vergrößern
    Das Geweih dieses Elch-Bullen ist gerade frisch "gefegt": Während des Wachstums wird es von einer Haut umgeben, die das Tier dann abreibt. Jedes Frühjahr werfen die Bullen ihr Geweih ab. Bis zum Hochsommer entwickeln sie ein neues.
    Fotoquelle: Bayerischer Rundfunk
Natur+Reisen, Natur und Umwelt
Europas wilder Osten

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2012
BR
Mi., 06.02.
10:25 - 11:10
Der Nationalpark Slitere in Lettland


Seit einigen Tagen herrscht Tauwetter in Kurzéme (deutsch: Kurland) im Westen Lettlands. Doch das ist nicht der Grund, warum die Bäume im Küstenwald vor der Ostsee nasse Füße haben: Biber setzen ihn unter Wasser. Ab und zu lässt sich auch schon mal ein Elch im Laubwald an den windgeschützten Hängen der Steilküste blicken. An deren Fuß hat sich ein Luchsweibchen bereits in die Wurfhöhle verkrochen. Die selten gewordenen Katzen, von denen in Lettland vor 80 Jahren nur im Gebiet des heutigen Nationalparks Slitere einige überlebt hatten, fühlen sich in diesem Schutzgebiet am Kap Kolka, rund 150 Kilometer westlich der Hauptstadt Riga, sichtlich wohl und danken es mit reichlich Nachwuchs. Wie auch die Biber: Mehr als 100 betätigen sich hier inzwischen wieder als Landschaftsgestalter. Schwarzstorch und Bachneunauge zählen ebenfalls zu den Bewohnern dieser Wälder, die seit vielen Jahrzehnten sich selbst überlassen bleiben. Auch den 30 bis 40 Elchen bieten sie genügend Rückzugsgebiete. Neben einem außergewöhnlichen Reichtum an seltenen Tieren und Pflanzen wartet der Slitere-Nationalpark mit einer vielgestaltigen Landschaft auf. Die Schutzzone macht nicht an der Küste halt; sie schließt einen breiten Streifen Ostsee mit ein. In den Fischerdörfern leben noch einige Liven, die zu einer der kleinsten ethnischen Gruppen Europas gehören. Die Höhe der ehemaligen Steilküste nutzten die Erbauer des Slitere-Leuchtturms geschickt aus. Das Feuer funkelte zwar fünf Kilometer vor dem Meer im Binnenland, aber mehr als 100 Meter hoch - und damit weiter als jedes andere im Ostseeraum. Der Turm zieht jetzt als Museum die Besucher Kurzémes an. Den Weg in die Rigaer Bucht weist heute der Leuchtturm von Kap Kolka. Er steht etwa fünf Kilometer von der Küste entfernt im Wasser. Zwischen beiden Wahrzeichen befindet sich Lettlands einzigartiger Nationalpark Slitere.


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