Expedition Deutschland

Mit Hilfe des Zeitreiseglobus werfen wir einen Blick in Deutschlands Vergangenheit - durch 500 Millionen Jahre. Der Geologe Colin Devey vom Geomar-Institut in Kiel begleitet uns. Vergrößern
Mit Hilfe des Zeitreiseglobus werfen wir einen Blick in Deutschlands Vergangenheit - durch 500 Millionen Jahre. Der Geologe Colin Devey vom Geomar-Institut in Kiel begleitet uns.
Fotoquelle: ZDF/Ralf Blasius
Report, Dokumentation
Expedition Deutschland

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2013
ZDFneo
Di., 15.08.
06:35 - 07:20
Folge 1, Eine Zeitreise durch 500 Millionen Jahre


Die verträumte Einsamkeit des Wattenmeeres, die Vielfalt deutscher Mittelgebirge, die majestätischen Alpen: Viele deutsche Landschaften sind in ihrer Schönheit einzigartig auf der Welt. Die spannende Expedition führt zu den schönsten und erstaunlichsten Landschaften unserer Heimat. Zwischen Taunus und Westerwald finden wir uralte geheimnisvolle Riffe. Im Bayerischen Wald stoßen wir auf die Reste einer gigantischen Kollision von Erdplatten. Wir zeigen, wie die Mangrovensümpfe an der Stelle des heutigen Ruhrgebietes vor 300 Millionen Jahren Kohle produzierten, beobachten die Entstehung der Alpen und besuchen die Eifelvulkane bei einem ihrer Ausbrüche vor 100 000 Jahren. Naturkatastrophen bringen immer Zerstörung mit sich, sind aber gleichzeitig auch Fundament für neue Entwicklungen. Über aufwändige Computeranimationen erleben wir in der zweiteiligen Dokumentation die Entstehung unserer Landschaften hautnah mit. Führende Wissenschaftler lassen die spannenden Vorgänge an den Hotspots begreifen, so dass wir am Ende die bekannten und unbekannten Naturschönheiten Deutschlands mit anderen Augen sehen. Wir reisen in die Zeit vor 500 Millionen Jahren. Die Erde hatte damals ein ganz anderes Gesicht. Die Landmassen der Kontinente befanden sich zum größten Teil auf der Südhalbkugel des Planeten, die einzelnen Teile Deutschlands waren weit verstreut. Wir entdecken den Kambrischen Ozean - ein Urmeer, in dem sich die ersten Räuber tummelten. Zwischen Taunus und Westerwald finden wir Spuren aus dieser Zeit, als Süddeutschland auf dem Grund eines tropischen Ozeans mit riesigen Riffen lag, ganz ähnlich wie das Great Barrier Reef Australiens heute. In den urigen Gebieten des Bayerischen Waldes führt eine Superbohrung kilometertief in die Erde bis zu den Überresten einer Megakollision von Landmassen. Unsere Mittelgebirge sind Zeugen dieser Urkräfte, heute attraktive Ziele für Erholung und Freizeit. Im heutigen Ruhrgebiet erstreckten sich in der Karbonzeit Wald- und Sumpflandschaften. Vor 300 Millionen Jahren lebten hier riesige Insekten zwischen gigantischen Schachtelhalmen - sicher eine der skurrilsten Lebenswelten auf deutschem Boden. Diesen Karbonwäldern verdanken wir die enormen Kohlevorkommen, die das Ruhrgebiet in modernen Zeiten zum wirtschaftlichen Motor Deutschlands gemacht haben. Wer Chemnitz am Fuße des Erzgebirges besucht, ahnt nichts vom dem spannenden Untergrund, auf dem diese Stadt ruht: ein komplett versteinerter Urwald. Entstanden ist er durch einen gigantischen Vulkanausbruch vor 290 Millionen Jahren. Doch nicht nur Urmeere und Kräfte aus dem Erdinneren formten unsere Heimat, auch das Klima führte immer wieder zu großen Veränderungen. Die auffälligen, landschaftsprägenden Felsen im Pfälzer Wald zum Beispiel sind heute eine Herausforderung für Kletterer. Keiner denkt dabei an die ehemalige Wüstenlandschaft, aus der sie stammen. Bewohnt wurden die Wüsten in der Jura- und Kreidezeit von Dinosauriern, den größten Giganten, die jemals in unserer Heimat gelebt haben. Auch im Ozean dieser Zeit, dem Jura Meer, schwammen riesige Saurier und hinterließen in der Schwäbischen Alb ihre Spuren. Über die Jahrmillionen formten sich Landschaft und Tierwelt in Deutschland immer wieder neu und schufen erstaunliche Welten. Verschiedenste Lebewesen traten auf und verschwanden. Und doch hinterließen sie alle ihre Spuren. Zusammen mit den Urgewalten des Planeten schufen sie das Deutschland, das wir heute kennen.


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