Expeditionen ins Tierreich

  • Silberdachse können hervorragend graben - normalerweise sind sie als Einzelgänger unterwegs. Vergrößern
    Silberdachse können hervorragend graben - normalerweise sind sie als Einzelgänger unterwegs.
    Fotoquelle: NDR/Doclights
  • Das Hayden Valley gehört zu den schönsten Landschaften des Yellowstone Nationalparks. Vergrößern
    Das Hayden Valley gehört zu den schönsten Landschaften des Yellowstone Nationalparks.
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  • Der Bison ist der größte Pflanzenfresser im Yellowstone Nationalpark. Vergrößern
    Der Bison ist der größte Pflanzenfresser im Yellowstone Nationalpark.
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Natur+Reisen, Tiere
Expeditionen ins Tierreich

Infos
Audiodeskription, Bildbeschreibung ausschließlich über DVB-S und DVB-C
Produktionsland
Deutschland
NDR
Mi., 17.04.
20:15 - 21:00
Folge 2, Amerikas Naturwunder - Yellowstone


Nur wenige Orte auf der Welt sind so atemberaubend und einzigartig wie der Yellowstone Nationalpark in den USA. Schon früh erkannte man seine Besonderheit und wurde er als erster Nationalpark der USA unter Schutz gestellt. Seine Artenvielfalt, seine unendlichen Wälder und weitläufigen Täler und auch seine einzigartige Lage suchen weltweit ihresgleichen. Er liegt auf dem weltweit größten aktiven Supervulkan! Dadurch bietet er weltberühmte Naturphänomene wie den Geysir Old Faithful oder die Grand Prismatic Spring, eine Thermalquelle, die abhängig von Mikroorganismen und Jahreszeit in unterschiedlichen Farben leuchtet. Über einen Zeitraum von drei Jahren ist es den beiden preisgekrönten Filmemachern Oliver Goetzl und Ivo Nörenberg gelungen, dieses faszinierende Naturwunder mit seinen spektakulären Landschaften und spannendem Tierverhalten umfassend zu porträtieren. Die Winter im Yellowstone Nationalpark sind hart und bitterkalt. Selbst für die gut isolierten Bisons, die wieder zu Tausenden über die weiten Ebenen ziehen, eine harte Zeit. Die massigen Tiere müssen ihre Köpfe tief in den Schnee graben, um an das spärlich verbliebene Gras zu gelangen. Der Bison, ein Symbol für Ausdauer und Kraft, stand kurz vor der Ausrottung. Nur 23 Tiere waren den Jägern entkommen. Heute gibt es im Yellowstone Nationalpark aber wieder stabile Bestände. Neben dem Bison hat auch ein der Wolf die Natur zurückerobert. Auch er ist gut an den Winter angepasst und versucht sein Glück bei der Jagd auf Wapiti-Hirsche. Während viele Tiere im Winter ihre Energie sparen, kommen die Geysire und heißen Quellen des Parks nie zur Ruhe. Sie bieten vielen Tieren im tiefsten Winter eine willkommene Möglichkeit zum Aufwärmen. Die extremen Temperaturunterschiede führen zu faszinierenden Lichtspielen, Wassertropfen verwandeln sich in Sekunden in Eisdiamanten oder kleine Eissternschnuppen. Der Frühling erweckt den Yellowstone Nationalpark zu neuem Leben. Junge Schwarzbären verlassen zum ersten Mal in ihrem Leben das Winterquartier, in dem sie geboren wurden. Eine junge Pumamutter teilt die Beute mit ihrem Nachwuchs. Der Frühling birgt aber auch Gefahren! Das Schmelzwasser verwandelt die Flüsse in reißende Ströme, die für junge Bisonkälber zu einer harten Bewährungsprobe werden. Manchmal werden die Kälber von der Strömung mitgerissen und von ihren Müttern getrennt. Eine der dramatischsten Szenen des Films zeigt den tapferen Kampf eines einsamen Kalbes gegen einen Wolf mit einer unerwarteten Wendung des Schicksals. Wenn der Herbst das Laub in alle nur erdenklichen Farben taucht, beginnt die Brunftzeit der Bisonbullen. Atemberaubende Zeitlupenaufnahmen zeigen in dramatischen Bildern, wie die Kolosse aufeinanderprallen. Die Ebenen beben dann förmlich unter ihren Hufen. Wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen wieder fallen, wird es langsam wieder ruhiger im Yellowstone Nationalpark.


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