Expeditionen ins Tierreich

  • Sternenhimmel - wie Anubispaviane ihn sehen aus dem Pavian-Parlament (Höhle 18C). Vergrößern
    Sternenhimmel - wie Anubispaviane ihn sehen aus dem Pavian-Parlament (Höhle 18C).
    Fotoquelle: © NDR/NDR Naturfilm/Ivo Nörenberg
  • Mit ihren großen Ohren hören Afrikanische Wildhunden jede Bewegung im Busch: Da ihre Rudel häufig sehr groß sind - dürfen sie keine Gelegenheit zur Jagd auslassen. Vergrößern
    Mit ihren großen Ohren hören Afrikanische Wildhunden jede Bewegung im Busch: Da ihre Rudel häufig sehr groß sind - dürfen sie keine Gelegenheit zur Jagd auslassen.
    Fotoquelle: © NDR/NDR Naturfilm/Ivo Nörenberg
  • Löffelhunde gehören zoologisch zu den ‘Echten Füchsen’. Mit ihren großen Ohren können sie ihre Hauptnahrung Termiten auch unter der Erde hören. Vergrößern
    Löffelhunde gehören zoologisch zu den ‘Echten Füchsen’. Mit ihren großen Ohren können sie ihre Hauptnahrung Termiten auch unter der Erde hören.
    Fotoquelle: © NDR/NDR Naturfilm/Ivo Nörenberg
  • Gegenseitige Körperpflege bei Anubispavianen stärkt die Bindung innerhalb der Gruppe. Vergrößern
    Gegenseitige Körperpflege bei Anubispavianen stärkt die Bindung innerhalb der Gruppe.
    Fotoquelle: © NDR/NDR Naturfilm/Ivo Nörenberg
Natur + Reisen, Tiere
Expeditionen ins Tierreich

Infos
Originaltitel
Expeditionen ins Tierreich
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2018
NDR
Mi., 18.12.
20:15 - 21:00


Afrika war lange Zeit der Kontinent mit den größten unerforschten Regionen der Erde. Das ist Vergangenheit, glauben viele. Doch noch heute gibt es Gebiete, die bisher nur wenigen Menschen bekannt sind und in denen noch nie gefilmt wurde. Im Herzen Kenias liegt eine solche geheimnisvolle Welt. Es ist der Krater des Mount Suswa im Rift Valley: Der Vulkan besteht aus drei Lebensräumen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und einer Vielzahl von Tieren eine Heimat bieten. In den weiten Ebenen rings um die Caldera grasen Gazellen, ziehen Löffelhunde ihre Welpen groß und ein Rudel der extrem seltenen Wildhunde ist ständig auf der Suche nach leichter Beute. Eines der Tiere hat eine verkrüppelte Vorderpfote und kann nur schwer mit den anderen mithalten. Die Wildhund-Familie lässt das junge Männchen aber nicht im Stich, sondern versorgt es mit. Ein Beweis dafür, dass die Tiere äußerst sozial sind. Am Rande einer Lavaröhre versammeln sich am Morgen große Gruppen von Pavianen. Sie teilen sich den Lebensraum mit Klippschliefern und Klippspringern. Im Inneren der Höhle liegt eine unerforschte Welt mit Kalkformationen und unterirdischen Gärten. Zudem gibt es eine der weltweit größten Kolonien von Großohrfledermäusen, die sich tagsüber in einem Labyrinth aus unterirdischen Lavaröhren verbergen. Nach Sonnenuntergang verlassen sie die Höhle und gehen auf die Jagd nach Insekten, fallen aber nicht selten selber Eulen und Greifvögeln zum Opfer. Währenddessen ziehen sich die Paviane in die Höhle zurück. Aufnahmen mit Thermokameras zeigen, was man sonst nicht sehen könnte: An der Decke hängen noch die letzten Fledermäuse, die im Licht der Wärmebildkamera zu glühen scheinen. Die Höhle ist als "Parlament der Paviane" unter den Einheimischen bekannt. Nirgendwo sonst auf der Welt wurde bisher beobachtet, dass Paviane nachts Schutz in Höhlen vor ihren Feinden suchen. Ein Verhalten, das noch nie gefilmt wurde. Ein unerforschter Wald liegt versteckt im tiefer gelegenen inneren Krater. Eine ganz eigene Welt, die vom Rest des Berges isoliert ist. Dampf steigt an vielen Stellen auf. Der Wald ist so undurchdringlich, dass die wenigen Tiere hier im Verborgenen bleiben. Die Dokumentation präsentiert all diese Phänomene zum ersten Mal und zeigt Geschichten, die noch nie erzählt wurden. Eine geheimnisvolle, bisher kaum erforschte Region der Erde im Herzen Afrikas.

Thema:

Heute: Afrikas geheimnisvolle Welten (1/2): Im Herzen des Vulkans



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