Expeditionen ins Tierreich

  • Bei Schafskopf-Lippfischen lassen sich Männchen und Weibchen sehr durch die Größe unterscheiden. Sind die Weibchen groß und alt genug, können sie eine beachtliche Verwandlung durchmachen: sie werden vom Weibchen zum Männchen. Vergrößern
    Bei Schafskopf-Lippfischen lassen sich Männchen und Weibchen sehr durch die Größe unterscheiden. Sind die Weibchen groß und alt genug, können sie eine beachtliche Verwandlung durchmachen: sie werden vom Weibchen zum Männchen.
    Fotoquelle: © NDR/WDR/BBC/Tony Wu
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Große Tümmler sind Meister im Wellenreiten.
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    Große Tümmler sind Meister im Wellenreiten.
    Fotoquelle: © NDR/WDR/BBC/Steve Benjamin
  • Große Tümmler auf Ausbildungstour. Die Eltern wollen dem Delfinkalb zeigen, wie es sich an Hornkorallen reiben kann, um die Haut zu schützen. Vergrößern
    Große Tümmler auf Ausbildungstour. Die Eltern wollen dem Delfinkalb zeigen, wie es sich an Hornkorallen reiben kann, um die Haut zu schützen.
    Fotoquelle: © NDR/WDR/BBC
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Große Tümmler, die im Roten Meer leben, benutzen die Schleimschicht von Hornkorallen, um ihre Haut zu schützen.
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    Große Tümmler, die im Roten Meer leben, benutzen die Schleimschicht von Hornkorallen, um ihre Haut zu schützen.
    Fotoquelle: © WDR/BBC/WDR Presse/Information/Redak
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Expeditionen ins Tierreich

Infos
Originaltitel
Blue Planet II
Produktionsland
GB
Produktionsdatum
2017
NDR
Mi., 15.01.
20:15 - 21:00
Folge 1, Der Blaue Planet - Unbekannte Ozeane


Auftakt der sechsteiligen atemberaubenden Serie "Der Blaue Planet" ist die Folge "Unbekannte Ozeane". Die Kamerateams unternahmen 125 Expeditionen, verbrachten 1.500 Tage auf See, davon mehr als 1.000 Stunden in der Tiefsee. Sie filmten in jedem Ozean und vor jedem Kontinent. Sie besuchten Korallenriffe, Küsten, Unterwasserwälder und tauchten hinab in unbekannte Tiefen. Mit revolutionärer Technik gelingt ein Einblick in völlig neue Welten. Walhaie, Delfine und viele andere Tiere sind mit kleinen Kameras versehen und zeigen mit den damit aufgezeichneten Bildern direkt ihren Alltag. Helikopterkameras vermitteln eine Ahnung von der unendlichen Weite des Meeres. Mit Rebreather- oder Kreislauftauchgeräten kommen die Filmer so nah an viele Tiere wie nie zuvor, da weder Luftblasen noch Geräusche die Darsteller vertreiben. So gelingen ihnen nicht nur einzigartige Aufnahmen, sondern sie decken Verhaltensweisen auf, die selbst Forschern unbekannt sind und sogar zu neuen wissenschaftlichen Veröffentlichungen führen. Axel Milberg, bekannt als "Tatort"-Kommissar Klaus Borowski, erzählt zu den atemberaubenden Bildern unglaubliche Tiergeschichten, spannender als jeder Krimi. Tatort: die Ozeane der Welt. So betreiben beispielsweise Delfine präventive Selbstmedikation. Sie reiben sich an einer Hornkoralle mit deren antiseptischer Schleimschicht ein. Schon die Jüngsten in der Delfingruppe werden in das uralte Heilwissen eingeführt. Solche zielgerichteten Verhaltensweisen sind jedoch kein Monopol von intelligenten Meeressäugern. Im australischen Great Barrier Reef gelingt es zum ersten Mal, einen Fisch bei einer äußerst ungewöhnlichen Aktion zu filmen. Diese stellt alles, was bislang über Fischverhalten bekannt war, in den Schatten: Wenn ein Großzahnlippfisch nach langer Suche seine Lieblingsnahrung gefunden hat, eine Muschel, steht er vor einem Problem: Wie soll er an das saftige Fleisch darin gelangen? Zielstrebig schwimmt er zu einer abgestorbenen Hirnkoralle, die sich rasch als seine "Werkbank" entpuppt. Unermüdlich schlägt er die Schale so lange darauf, bis sie, oft erst nach 20 Minuten, zerbricht. Damit gehört der Großzahnlippfisch zum "Club der werkzeugmachenden Tiere", dem sonst eher nur illustre Mitglieder wie Affen oder kluge Rabenvögel angehören. Fische sind also weitaus smarter als gedacht. Ungewöhnliches Verhalten ganz anderer Art dokumentiert ein Team vor Neuseeland. Dort jagt der Kleine Schwertwal den Großen Tümmler. Die Namen täuschen darüber hinweg, dass die Jäger mit ihren sechs Metern Länge deutlich größer sind als ihre Beute. Und trotzdem wagen es die Großen Tümmler, sich plötzlich ihren Verfolgern zuzuwenden und sie mit speziellen Lauten zu begrüßen. Und statt sie zu zerreißen, bilden die Schwertwale mit ihren kleineren Verwandten eine riesige Gemeinschaft, aus Jägern und Gejagten werden Jagdkumpane. Nachdenklich stimmt die Geschichte einer Walrossmutter, die verzweifelt einen Rastplatz für ihr Kind sucht. Ihre Welt schmilzt dahin. In den letzten Jahren ist das Sommereis um 40 Prozent in der Arktis verschwunden. Bei den einfühlsam gedrehten Bildern ist förmlich zu spüren, wie das Team mitempfindet und erleichtert aufatmet, als Mutter und Kind schließlich auf einer Scholle zur Ruhe kommen, wie Kameramann Ted Gifford später berichtet. Doch ob das Kleine später für sein eigenes Junges noch einen Platz finden wird, ist mehr als fraglich. Und nicht nur das. Denn das arktische Meer ist mit allen anderen Meeren der Welt verbunden. Was hier passiert, wird irgendwann überall Wirkung zeigen. Die Koproduktion von BBC, WDR, NDR, BR und SWR "Der Blaue Planet" macht eine faszinierende Reise und taucht in unbekannte Ozeane an.


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