Extra - Das RTL Magazin

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    RTL-EXTRA-Moderatorin Birgit Schrowange moderiert ab dem 11.09.2017 mit neuer Haarfarbe.
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    RTL-EXTRA-Moderatorin Birgit Schrowange
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Report, Infomagazin
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Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2018
RTL
Mo., 17.09.
22:15 - 23:25


Das seit 1994 ausgestrahlte Verbrauchermagazin zeigt neben Produkttests mit der versteckten Kamera auch Beiträge aus den Bereichen Boulevard und Erotik. Häufig gibt es Zusatzinfos zu aktuellen RTL-Reihen oder Shows.
Gekaufte Führerscheine:
Der TÜV Rheinland konnte allein in 2017 in 1.600 Fällen nachweisen, dass die theoretische Führerscheinprüfung professionell manipuliert wurde. Die Dunkelziffer wird dabei auf das Zehnfache geschätzt. Aktuelle Recherchen des RTL-Magazins 'Extra' ergeben, das bundesweit ganze Banden die Manipulation der theoretischen Prüfung mit Hilfe von Spionage-Technik zum profitablen Geschäftsmodell gemacht haben. Dass dadurch das Sicherheitsrisiko im Straßenverkehr steigen kann, scheint man in Kauf zu nehmen. Der TÜV sowie die Bundesvereinigung deutscher Fahrlehrerverbände beklagen, dass es keine relevanten juristischen Konsequenzen gibt, um dem aktuellen 'Kavaliersdelikt' Einhalt zu gebieten und somit die Sicherheit auf der Straße zu gewährleisten.
In Deutschland werden jährlich ca. 1,8 Millionen theoretische Fahrerlaubnisprüfungen absolviert. Allein der TÜV Rheinland führt jedes Jahr rund 300.000 Theorieprüfungen in vier Bundesländern durch. Die Prüflinge müssen insgesamt 1348 Fragen beherrschen und 30 davon richtig beantworten, um die Prüfung einwandfrei zu bestehen. Ein bestandener Sehtest sowie das Absolvieren eines Erste-Hilfe-Kurses sind ebenfalls nötig. Alles wichtige Aspekte, um die Verkehrssicherheit zu garantieren. Allerdings steigt in den letzten Jahren die Durchfallquote bei den theoretischen Führerscheinprüfungen. Im Jahr 2017 fielen 44 % der Prüflinge durch.
Daraus hat sich in den letzten fünf Jahren eine dubiose Geschäftsidee entwickelt. Ganze Banden bieten an, die Prüflinge mit illegaler Spionagetechnik auszustatten. So werden die Absolventen in die Prüfung beim TÜV geschickt. Die richtigen Antworten bekommen sie über einen für den Prüfer nicht sichtbaren Knopf im Ohr, so ein Aussteiger aus der Szene gegenüber 'Extra'-Reporter Burkhard Kreß. Der Kundenkreis ist groß und umfasst alle Bevölkerungsschichten. Darunter Anwärter mit Prüfungsangst, Verkehrsteilnehmer die beruflich auf das Auto angewiesen sind und schnell einen Führerschein benötigen oder nach Verlust desselben, erneut geprüft werden. Aber auch Menschen, wie Migranten und Flüchtlinge, die der Sprache nicht mächtig sind, und so an der Theorie wahrscheinlich scheitern würden. Fahrerjobs sind aber oft die Tätigkeiten, die ihnen schnell zu einem eigenen Einkommen verhelfen könnten. 'Die Kosten für die manipulierte Prüfung schwanken zwischen 1500 Euro und 5000 Euro, weil das nicht nur Leute machen, die die Sprache nicht beherrschen, sondern auch Leute in den höheren Kreise, wie zum Beispiel Fußballspieler oder C-Prominenz, die sich das erleichtern möchte', so der Informant. Im Gesamtpaket enthalten können auch der gefälschte Sehtest sowie das Erste-Hilfe-Zertifikat sein.
Mit Hilfe des Informanten schleust 'Extra' einen Lockvogel in die Szene ein. Die Undercover-Recherchen bestätigen sehr schnell, dass es sich nicht um Einzelfälle handelt, sondern um ein regelrechtes bundesweites Netzwerk von Anbietern. 'Wir hatten mehr Anfragen, als wir durchbringen konnten', so der Informant. 'In der Woche waren das schon rund zehn Kunden.'
Der TÜV und die Bundesvereinigung deutscher Fahrlehrerverbände sind verärgert, da die Manipulationen der Theorieprüfungen nicht zur Anzeige gebracht werden können. Die deutsche Justiz sieht dies als 'Kavaliersdelikt' an. 'Die Prüflinge, die mit technischen Mitteln pfuschen, haben eigentlich so gut wie gar nichts zu erwarten. Sie werden für maximal 6 Wochen gesperrt und dürfen die Prüfung dann wiederholen', so Kurt Bartels von der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände. 'Es gäbe zwar die Möglichkeit, die Spionage-Techniken im Prüfungsraum mit Störsendern zu enttarnen. Die Bundesnetzagentur untersagt das allerdings, da dies ein Eingriff in die Privatsphäre wäre.' Arne Böhne vom TÜV: 'Wir dürfen ja keine Leibesvisitation machen. Dafür muss die Polizei kommen. Dann wird ein Strafverfahren gestartet, das aber von der Staatsanwaltschaft in der Regel eingestellt wird.' Mit schweren Konsequenzen haben demnach weder die Anbieter, noch die Prüflinge zu rechnen. Der TÜV und die Bundesvereinigung deutscher Fahrlehrerverbände fordern daher schärfere Gesetze. Kurt Bartels: 'Das ist für uns sehr frustrierend, weil wir uns der Verkehrssicherheit verschrieben haben. Und wenn sich jemand vorsätzlich der Theorieprüfung widersetzt, dann ist das ein Sicherheitsrisiko im Straßenverkehr. Deshalb bedauern wir sehr, dass der Gesetzgeber nicht konsequenter handelt.'


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