Extreme der Tiefsee

  • Erstmals in der Tiefsee aufgenommen: ein Langarm-Kalmar (Kondakovia longimana) in den Tiefen des Südlichen Ozean Vergrößern
    Erstmals in der Tiefsee aufgenommen: ein Langarm-Kalmar (Kondakovia longimana) in den Tiefen des Südlichen Ozean
    Fotoquelle: ZDF
  • Über zehn Meter Länge können die Tentakel der Schirmqualle (Stygiomedusa gigantea) erreichen - - ein Beispiel für Tiefsee-Gigantismus vor Antarktika. Vergrößern
    Über zehn Meter Länge können die Tentakel der Schirmqualle (Stygiomedusa gigantea) erreichen - - ein Beispiel für Tiefsee-Gigantismus vor Antarktika.
    Fotoquelle: ZDF
  • In 500 Meter Tiefe hat ein riesiger Sonnenstern einen fast ein Meter hohen Schwamm erklommen. Der Meeresgrund ist dicht besiedelt. Vergrößern
    In 500 Meter Tiefe hat ein riesiger Sonnenstern einen fast ein Meter hohen Schwamm erklommen. Der Meeresgrund ist dicht besiedelt.
    Fotoquelle: ZDF
  • Ein Marianen-Scheibenbauch (Pseudoliparis swirei) in 8.178 Meter Tiefe: Nie zuvor ist ein Fisch in solcher Tiefe lebend dokumentiert worden. Vergrößern
    Ein Marianen-Scheibenbauch (Pseudoliparis swirei) in 8.178 Meter Tiefe: Nie zuvor ist ein Fisch in solcher Tiefe lebend dokumentiert worden.
    Fotoquelle: ZDF
  • Das unbemannte UROV (Underwater Remotely Operated Vehicle) soll in über 10.000 Meter Tiefe auf dem Grund des Challengertiefs nach Leben suchen. Vergrößern
    Das unbemannte UROV (Underwater Remotely Operated Vehicle) soll in über 10.000 Meter Tiefe auf dem Grund des Challengertiefs nach Leben suchen.
    Fotoquelle: ZDF
Report, Dokumentation
Extreme der Tiefsee

Infos
Synchronfassung, Online verfügbar von 10/09 bis 10/10
Produktionsland
Japan
Produktionsdatum
2017
arte
Mo., 10.09.
18:35 - 19:20
Eisige Abgründe


Die Tiefsee des Südlichen Ozeans rund um Antarktika und rund um den Marianen-Graben im Pazifik ist größtenteils unbekannt. Zwei internationale Wissenschaftler-Teams dringen mit modernster Technik in die dunklen Abgründe vor und treffen auf erstaunliche Lebensgemeinschaften aus alien-artigen Sonderlingen und Extrem-Lebenskünstlern, viele von ihnen zum ersten Mal gefilmt. Mit dem einen Team um die australische Tintenfisch-Spezialistin Kathrin Bolstad, dem belgischen Meeresbiologen Claude De Broyer und der amerikanischen Krill-Forscherin Margaret Amsler gehen erstmals überhaupt Wissenschaftler mit Tauchbooten im Dienst der Forschung vor der Küste Antarktikas unter Wasser. Dort finden sie unter anderem zehn Meter lange Quallen, durchsichtige Eisfische, skurrile See-Schweinchen und begegnen gigantischen Krill-Schwärmen, die von Buckelwalen mit Blasen-Reusen gefangen werden. Ein zweites Team um den amerikanischen Tiefsee-Ökologen Jeffrey Drazen, den japanischen Meeresbiologen Hiroshi Kitazato und den amerikanischen Physiologen Paul Yancey erforscht mit Tauchrobotern die Tiefen des Marianen-Grabens. Dabei entdecken und filmen sie einen Fisch in 8.178 Meter Tiefe. Das ist Weltrekord. Nie zuvor ist ein lebendes Wirbeltier in solcher Tiefe gefunden worden. In über zehn Kilometer Tiefe dokumentieren die Kameras sogar Flohkrebse und Seegurken auf dem Grund des Challenger-Tiefs. Zwei Stoffe - TMAO und Scyllo-Inositol - schützen die Zellproteine gegen den Druck. DNA-Untersuchungen zeigen zudem, dass die Flohkrebse des Marianen-Grabens sehr eng mit denen aus der Antarktis verwandt sind.
In der Tiefsee vor Antarktika und im Marianengraben entdecken die Expeditionsteams fremde Welten und bizarre Lebewesen - darunter Kalmare und der Tiefenweltrekordhalter der Fische. Erstmals stößt ein Tauchboot in die unbekannten Tiefen des Süd-Ozeans vor. Dort wachsen viele Tiere zu Riesen heran. Auch im Marianengraben entdeckt das Team unerwartet große Tiere: Fische, Muscheln, Würmer und am tiefsten Punkt der Erde sogar Seegurken. Die Tiefsee unter dem Meereis der Antarktis und die fast elf Kilometer tiefen Gewässer vor den pazifischen Marianen zählen zu den am schwierigsten zugänglichen und am wenigsten erforschten Gebieten der Weltmeere und der Erde überhaupt. "Terra X" begleitet zwei Forschungsexpeditionen in genau diese Regionen und ermöglicht Einblicke in Welten, die bisher nur wenige Menschen besuchen konnten. Das Forschungsschiff "Alucia" ist wie bei den vorangegangenen Dokumentationen über den Riesenkalmar, die Monsterhaie, die Höhlen der Korallenriffe und die Leuchtwesen der Tiefsee Mutterschiff und Operationsbasis dieser neuen Expeditionen. Mit ihrem bemannten Tauchboot "Nadir" dringen Wissenschaftler und Filmcrew erstmals über 500 Meter tief ins Südpolarmeer vor. Nie zuvor wurde dieser wildeste Teil der Weltmeere in Tiefen jenseits der 200-Meter-Marke von Menschen betaucht. Die Forscher treffen auf eine immense Artenfülle in einer Region lebendiger Rekorde: Wälder riesiger Schwämme, teils schon entstanden zu Zeiten des Römischen Reiches, und Vertreter fast aller Stämme des Lebens, oft von gigantischer Größe, weil sie in den eisigen Wassern uralt werden und zeitlebens wachsen. Mit dem Tauchboot folgt das Team Walen in die Tiefe, um sie beim Krillfang zu beobachten. Auf Robben montierte Kameras liefern nie gesehene Unterwasser-Aufnahmen vom Verhalten und Beutefangen dieser marinen Jäger. Doch die Erderwärmung führt zu gravierenden Veränderungen dieser entlegenen Weltgegend. Luftaufnahmen belegen die verstärkte Bildung von Eisbergen und den drohenden Abbruch großer Eisflächen. Völlig anders die Gewässer im Marianengraben mit den knapp 11 000 Meter unter dem Meeresspiegel gelegenen tiefsten Stellen des Planeten. Der enorme Wasserdruck von über einer Tonne auf der Fläche eines Daumennagels erfordert spezielle Technik. Während den Mond schon zwölf Menschen betreten haben, waren bisher nur drei Personen am Grund des Marianengrabens. Erstmals in der Geschichte wird nun dieser nahezu unerreichbare Winkel der Erde von der "Alucia" aus filmisch erfasst. Dazu wird ein mit Kameras, Fangvorrichtungen und Ködern ausgestatteter "Lander", eine mechanische Tiefsee-Plattform, von Bord abgelassen, der in Tiefen zwischen 4500 und 11 000 Metern operiert. Dabei gelingt es, einen Scheibenbauchfisch in 8178 Meter Tiefe aufzunehmen - Weltrekord fast an der Grenze des Möglichen. Aus biochemischen Gründen können Wirbeltiere nicht unterhalb von etwa 8200 Metern leben, da dann der Druck die Proteine komprimiert und jede Muskeltätigkeit verhindert. Andere Tiere wie Krebse behaupten sich auch in tieferen Regionen. Wie sie dies mittels TMAO und GPC, zweier chemischer Schutzsubstanzen, bewerkstelligen, zeigt die Dokumentation anhand von CGIs. Ein zweiter Tauchroboter liefert aus über zehn Kilometer Tiefe über Glasfaser-Kabel Bilder einer Lebenswelt, wie sie bis vor Kurzem nicht für möglich gehalten wurde: Quallen, Gliederfüßer, Seegurken, Würmer, rätselhafte halb-transparente, rosenähnlich anmutende Wesen und andere mehr. Die tiefste Tiefe ist voller Leben.


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