Die Tiefsee des Südlichen Ozeans rund um Antarktika und rund um den Marianengraben im Pazifik ist größtenteils unerforscht. Auf Wissenschaftler üben die unbekannten Abgründe eine ungeahnte Faszination aus, denn auf dem schier endlosen Grund sollen riesige Tiere leben. Zwei internationale Wissenschaftlerteams dringen mit modernster Technik in die endlosen Tiefen vor und treffen auf eine fantastische Artenvielfalt: alienartige Sonderlinge, Extrem-Lebenskünstler und Lebewesen im XXL-Format - viele von ihnen zum ersten Mal gefilmt. Mit dem Team um die australische Tintenfisch-Spezialistin Kathrin Bolstad, den belgischen Meeresbiologen Claude De Broyer und die amerikanische Krill-Forscherin Margaret Amsler gehen erstmals überhaupt Wissenschaftler mit Tauchbooten vor der Küste Antarktikas unter Wasser. Dort finden sie zehn Meter lange Quallen, durchsichtige Eisfische, skurrile Seeschweinchen und begegnen gigantischen Krill-Schwärmen, die von Buckelwalen mit Blasenreusen gefangen werden. Im Pazifik führt eine zweite Expedition an die Grenze des Machbaren und hinab in die bodenlosen Abgründe des Marianengrabens. Mit unbemannten Tauchbooten wagen der amerikanische Tiefseeökologe Jeffrey Drazen, der japanische Meeresbiologe Hiroshi Kitazato und der amerikanische Physiologe Paul Yancey den Abstieg zum tiefsten Punkt der Erde. Ein Tauchroboter liefert dabei Bilder einer unbekannten Welt und zeigt einen Fisch in 8.178 Meter Tiefe. Das ist Weltrekord. Nie zuvor ist ein lebendes Wirbeltier in solcher Tiefe gefunden worden. Die tiefste Tiefe ist eben voller Leben.