F wie Fälschung - Erfundene Geschichte

  • Auch die Zusammensetzung der Tinte kann manchmal helfen, einen Fälscher zu überführen. Moderator Christian Berkel begibt sich erneut auf die Spur der Fälscher. Vergrößern
    Auch die Zusammensetzung der Tinte kann manchmal helfen, einen Fälscher zu überführen. Moderator Christian Berkel begibt sich erneut auf die Spur der Fälscher.
    Fotoquelle: ZDF/Frank Dicks
  • Moderator Christian Berkel auf der Spur des Piltdown-Menschen: 40 Jahre dauerte es, bis der angebliche Frühmensch als Fälschung entlarvt werden konnte. Vergrößern
    Moderator Christian Berkel auf der Spur des Piltdown-Menschen: 40 Jahre dauerte es, bis der angebliche Frühmensch als Fälschung entlarvt werden konnte.
    Fotoquelle: ZDF/Frank Dicks
  • Erste Besucher drängten sich 1883 um die spektakuläre Neuanschaffung des Britischen Museums in London. Für den unglaublichen Preis von einer Million Pfund hatte Moses Wilhelm Shapira dem Museum 15 Fragmente eines angeblich antiken Pergaments verkauft. Vergrößern
    Erste Besucher drängten sich 1883 um die spektakuläre Neuanschaffung des Britischen Museums in London. Für den unglaublichen Preis von einer Million Pfund hatte Moses Wilhelm Shapira dem Museum 15 Fragmente eines angeblich antiken Pergaments verkauft.
    Fotoquelle: ZDF/Frank Dicks
  • Nicht nur Dokumente wurden zu allen Zeiten fleißig gefälscht, sondern auch historische und sogar prähistorische Fundstücke. Moderator Christian Berkel berichtet über dreiste Fossil-Fälscher und Kopisten antiker Kunstwerke. Vergrößern
    Nicht nur Dokumente wurden zu allen Zeiten fleißig gefälscht, sondern auch historische und sogar prähistorische Fundstücke. Moderator Christian Berkel berichtet über dreiste Fossil-Fälscher und Kopisten antiker Kunstwerke.
    Fotoquelle: ZDF/Frank Dicks
  • Der Araber Selim al-Kari und der zum Christentum konvertierte Jude Moses Wilhelm Shapira betrieben im Jerusalem des späten 19. Jahrhunderts ein gut gehendes Antiquitätengeschäft. Mit sensationellen Funden wurden sie plötzlich berühmt: Großes Glück oder geglückte Fälschung? Vergrößern
    Der Araber Selim al-Kari und der zum Christentum konvertierte Jude Moses Wilhelm Shapira betrieben im Jerusalem des späten 19. Jahrhunderts ein gut gehendes Antiquitätengeschäft. Mit sensationellen Funden wurden sie plötzlich berühmt: Großes Glück oder geglückte Fälschung?
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  • Der französische Archäologe Charles Clermont-Ganneau und Charles Drake waren nicht von der Echtheit der angeblich moabitischen Funde überzeugt. Clermont-Ganneau machte es sich zur Aufgabe, Shapira als Fälscher zu entlarven. Vergrößern
    Der französische Archäologe Charles Clermont-Ganneau und Charles Drake waren nicht von der Echtheit der angeblich moabitischen Funde überzeugt. Clermont-Ganneau machte es sich zur Aufgabe, Shapira als Fälscher zu entlarven.
    Fotoquelle: ZDF/Frank Dicks
  • Die Schriftzeichen auf der Statuette gleichen denen auf anderen moabitischen Funden - aber ist die Figur wirklich alt? Im 19. Jahrhundert war das Alter eines Objektes nur schwer nachzuweisen. Vergrößern
    Die Schriftzeichen auf der Statuette gleichen denen auf anderen moabitischen Funden - aber ist die Figur wirklich alt? Im 19. Jahrhundert war das Alter eines Objektes nur schwer nachzuweisen.
    Fotoquelle: ZDF/Frank Dicks
Report, Dokumentation
F wie Fälschung - Erfundene Geschichte

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2015
ZDFneo
So., 26.08.
10:50 - 11:30


Christian Berkel präsentiert diesmal besonders dreiste Fälschungen, die unseren Blick auf die Vergangenheit oder sogar den Lauf der Geschichte verändert haben. Gefälschte Urkunden und nachgemachte archäologische Funde gibt es schon seit Jahrhunderten. Dabei war Geld nicht der einzige Antrieb für die Betrüger. Viele von ihnen strebten nach Ruhm, Macht und einem Platz in den Geschichtsbüchern. Der junge Habsburger Herzog Rudolf IV. versuchte im 14. Jahrhundert, die Position seiner Familie im Reich zu stärken. Doch statt zum Schwert zu greifen, ließ er eine Urkunde fälschen und Privilegien hineinschreiben, die seiner Familie angeblich bereits in römischer Zeit verliehen worden sein sollen. Kaiser Karl IV. vermutete eine Fälschung und wies die Forderungen zurück. 100 Jahre später kam das sogenannte "Privilegium Maius" jedoch auf Wiedervorlage und wurde durch Kaiser Friedrich III. bestätigt. Zufälligerweise war dieser Kaiser ein Habsburger. So wurde die Fälschung Fakt und blieb für lange Zeit unantastbarer Bestandteil der europäischen Geschichte. Im berühmten und altehrwürdigen Natural History Museum in London wird heute eine der größten Fälschungen der Wissenschaftsgeschichte verwahrt. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden im Süden Englands menschenähnliche Schädelknochen und das Stück eines Unterkiefers gefunden. Hochrangige Wissenschaftler feierten den Fund als "Missing Link", als lange gesuchtes Bindeglied zwischen Mensch und Affe. Nach spektakulären Funden in Deutschland und Frankreich bekamen nun auch endlich die Engländer ihren "Urmenschen". 40 Jahre lang behauptete der Piltdown-Mensch seinen Platz in den Lehrbüchern, dann wurde er als Fälschung entlarvt. Doch wer war der Fälscher? Ende des 19. Jahrhunderts erwarb der deutsche Kaiser Wilhelm I. 1700 Tongefäße und Statuetten, die angeblich von dem legendären biblischen Volk der Moabiter stammen sollten. Die Funde waren für die aufstrebenden Berliner Museen gedacht, aber dann kamen Zweifel an der Echtheit auf. Offenbar waren die merkwürdig geformten "Moabitica" keineswegs alt, sondern wurden von Jerusalemer Töpfern in Serie hergestellt. Doch wer war der Auftraggeber dieser Fälschungen? War der Antiquitätenhändler Moses Wilhelm Shapira, der den Verkauf eingefädelt hatte, der Drahtzieher dieses groß angelegten Betrugs? Oder hatte sein arabischer Partner Selim al-Kari dem angesehenen Geschäftsmann die Fälschungen untergeschoben?


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