Pensionär Roli (Peter Freiburghaus) kümmert sich rührend um eine syrische Flüchtlingsfamilie. Als die Mutter zweier Mädchen an einem Krebsleiden stirbt, unterstützt Roli den trauernden Ehemann Fareed (Jay Abdo) bei dessen Bemühungen, die Verstorbene nach muslimischem Brauch zu bestatten. Das ist einfacher gesagt als getan: Die Grabfelder von Amrikon sind nicht gegen Mekka ausgerichtet und auch eine Bestattung innerhalb der 24-Stunden-Frist nach Eintritt des Todes kann nicht eingehalten werden. Gemeindeammann Thomas Künzli vertröstet alle Beteiligten auf die Folgewoche. Roli lässt die Hinhaltetaktik der Gemeinde nicht auf sich beruhen und findet eigenhändig eine kreative Lösung: Ein Familiengrab, in dem der Leichnam diagonal bestattet werden kann. Aber auch Familiengräber werden nach 25 Jahren exhumiert und neu vergeben. Ein absolutes Tabu für Muslime, denn der Totenfrieden darf nicht gestört werden. Sonst kommt Fareeds Frau nicht ins Paradies. Die einzige Möglichkeit, den Totenfrieden zu garantieren, wäre ein muslimischer Friedhof im Nahen Osten. Doch dann könnten Kinder und Ehemann das Grab der Mutter nie mehr besuchen. Finden Roli und Fareed einen Ausweg aus diesem Dilemma? Der Kurzfilm von Jan-Eric Mack wurde an zahlreichen Festivals gezeigt und gewann mehrere renommierte Preise. Darunter den Best of Festival Award am Palm Springs International Shortfest, den Studentenoscar, sowie den Schweizer Filmpreis für den Besten Kurzfilm. Zudem schaffte es "Facing Mecca" auf die Shortlist der Academy Awards.