Das türkische Ehepaar Bahar und Cüneyt ist mittlerweile fast 40 - und kinderlos. Dabei wünschen sie sich so sehr ein Baby. Sie beschließen also, ein Kind zu adoptieren, doch die beiden sind nicht frei vom Einfluss ihres Umfelds: Was würden Freunde und Familie bloß denken, wenn es hieße, Bahar und Cüneyt adoptierten ein Kind? Sie entschließen sich, ein Fotoalbum von einer imaginären Schwangerschaft anzulegen. Bahar wird schwanger am Strand, bei der Arbeit, im Wohnzimmer abgelichtet. Später würde dann auch ihr Kind das Paar als liebende biologische Eltern wahrnehmen. Und schließlich hat man mit einem Fotoalbum Kollegen und Freunden etwas von der Schwangerschaft zu zeigen. Die fingierte Schwangerschaft wird bis ins Krankenhaus fortgeführt, wo Bahar und Cüneyt Fotos mit dem adoptierten Baby schießen. Als die beiden ihr neues Leben als Eltern beginnen wollen, wird der Geschichtslehrer Cüneyt in eine andere Stadt versetzt, und als das Paar erfährt, dass die Adoption bei den Behörden aufgenommen wurde, geraten sie in Panik … Mehmet Can Mertoglu steigert die Absurdität der Situation so weit, dass die Tragik der Adoptiveltern zum Vorschein kommt - beide gefangen in Moralvorstellungen und gesellschaftlichen Ansprüchen, die noch nicht einmal ihre eigenen sind.