Fantastische Phänomene

  • Ein See aus blauem Feuer: Hier ist ein wichtiger Baustein des Lebens in Brand geraten - Schwefel. Vergrößern
    Ein See aus blauem Feuer: Hier ist ein wichtiger Baustein des Lebens in Brand geraten - Schwefel.
    Fotoquelle: ZDF/Alice Jones
  • Alle warten auf den Regen: Nicht nur in der Serengeti hängt das Leben von Mensch und Tier vom Wasser ab. Vergrößern
    Alle warten auf den Regen: Nicht nur in der Serengeti hängt das Leben von Mensch und Tier vom Wasser ab.
    Fotoquelle: ZDF/Screenshot
  • Mit dem Regen hat das Warten eine Ende: Massai-Frauen kümmern sich zu Hause um Kinder und Alte, während die Männer mit den Herden dem Wasser folgen müssen. Kommt der Regen endlich wieder in die Serengeti, kehren auch die Hirten zu ihren Familien zurück. Vergrößern
    Mit dem Regen hat das Warten eine Ende: Massai-Frauen kümmern sich zu Hause um Kinder und Alte, während die Männer mit den Herden dem Wasser folgen müssen. Kommt der Regen endlich wieder in die Serengeti, kehren auch die Hirten zu ihren Familien zurück.
    Fotoquelle: ZDF/Screenshot
  • Die Idylle trügt: Der Kawah Ijen Krater in Indonesien ist ein gefährlicher Arbeitsplatz. Vergrößern
    Die Idylle trügt: Der Kawah Ijen Krater in Indonesien ist ein gefährlicher Arbeitsplatz.
    Fotoquelle: ZDF/Alice Jones
Report, Dokumentation
Fantastische Phänomene

Infos
Produktionsland
Großbritannien
Produktionsdatum
2016
ZDFneo
Di., 18.06.
07:10 - 07:55
Folge 2, Bausteine des Lebens


Damit sich auf der Erde das Leben in seiner unendlichen Vielfalt entwickeln konnte, war das Zusammenwirken bestimmter Phänomene nötig. Ihre Bedeutung wird gerade erst erforscht. "Terra X" besucht weltweit Orte, wo sich solche Phänomene am spektakulärsten zeigen. In Indonesien begleitet der Film Feuerwehrleute beim Einsatz in einer Schwefelmine. In der Karibik lernen Taucher fliegen, und in Nepal demonstrieren Riesenbienen ihre Effizienz. Reaktionsfreude zeichnet die meisten Bausteine im großen Chemiekasten der Evolution aus. Ein gutes Beispiel dafür ist Schwefel, der innerhalb des indonesischen Vulkans Kawah Ijen in seiner reinen Form abgebaut wird. Der Schwefelabbau an sich ist schon eine schwere und gefährliche Arbeit, aber als Feuerwehrmann lernt man, dem gelben Pulver ernsthaft zu misstrauen. Meistens gehen die Feuerwehrleute erst nachts zum Löschen, denn nur in der Dunkelheit können sie die blauen Schwelbrände deutlich erkennen, die direkt aus der Hölle zu strömen scheinen und auch genauso riechen. "Terra X" begleitet einen Feuerwehrtrupp bei den nächtlichen Löscharbeiten im Herzen des Vulkans. Nicht immer müssen die Bausteine des Lebens miteinander reagieren, um erstaunliche Wirkungen zu erzeugen. In der Karibik untersuchen Forscher ein Phänomen, das gerade durch besondere Ruhe entsteht. In einigen Höhlen ist über längere Zeiträume sowohl Süßwasser als auch Salzwasser eingesickert. Das Besondere ist hier, dass sich die Wasserschichten in den Höhlen nicht vermischt haben. Auf der salzhaltigen Meerwasserschicht breitet sich das kristallklare Süßwasser aus. Bewegt sich ein Taucher in dieser Übergangszone, der sogenannten Halokline, scheint er zu fliegen. Unser Gehirn assoziiert mit dem durchsichtigeren Süßwasser-Bereich automatisch Luft. Sogar erfahrene Taucher müssen sich beherrschen, um nicht einfach Maske und Atemapparat abzunehmen. Aber die Höhlen haben noch mehr zu bieten. Uralte Wesen hausen hier, und vielleicht ist sogar das Leben selbst in einer Höhle entstanden. Alles Leben basiert auf chemischen Elementen und ihren vielfältigen Reaktionen. Einige Bewohner der Erde werden jedoch selbst zu Architekten und machen sich die Bausteine des Lebens auf vielfältige Weise zunutze. Als besonders effizient haben sich dabei die Fähigkeiten der Bienen erwiesen. Das Sechseck der Wabe ist unter all den Formen, die sich ohne Zwischenraum zusammenfügen lassen, nachweislich diejenige, deren Herstellung am wenigsten Energie kostet. Die größten Waben bauen die Felsenbienen in der Himalaja-Region. Um sich vor Honigräubern zu schützen, errichten die Tiere ihre kunstvollen, hängenden Megacitys direkt unter den Überhängen von Klippen oder in schroffen Felsen. Die Honigjäger der Gurung in Nepal lassen sich davon aber nicht schrecken. In schwindelnder Höhe ernten sie seit Jahrhunderten den Honig der Riesenbienen und profitieren damit von einem der süßesten Erzeugnisse, das die Natur aus ihren Bausteinen geformt hat.


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