Faszination Erde - mit Dirk Steffens

  • Dirk Steffens misst die Wassertemperatur in 4400 Höhe im Puga Valley im indischen Himalaya-Gebiet. Das Thermalwasser ist kochend heiß. Die Hitze stammt aus großer Tiefe. Dort schiebt sich die indische Kontinentalplatte unter die asiatische. Eine gefährliche Kollision, denn sie ist gleichzeitig verantwortlich für die verheerenden Erdbeben in dieser Region. Vergrößern
    Dirk Steffens misst die Wassertemperatur in 4400 Höhe im Puga Valley im indischen Himalaya-Gebiet. Das Thermalwasser ist kochend heiß. Die Hitze stammt aus großer Tiefe. Dort schiebt sich die indische Kontinentalplatte unter die asiatische. Eine gefährliche Kollision, denn sie ist gleichzeitig verantwortlich für die verheerenden Erdbeben in dieser Region.
    Fotoquelle: ZDF/Oliver Roetz
  • Nirgendwo ist man dem Himmel so nah wie im Himalaya. Dort finden sich allerorts Spuren spiritueller Verehrung. Die 32 Meter große Buddha-Statue steht im Nubra-Tal im Norden Indiens und wurde mit acht Kilogramm Gold verziert. Vergrößern
    Nirgendwo ist man dem Himmel so nah wie im Himalaya. Dort finden sich allerorts Spuren spiritueller Verehrung. Die 32 Meter große Buddha-Statue steht im Nubra-Tal im Norden Indiens und wurde mit acht Kilogramm Gold verziert.
    Fotoquelle: ZDF/Thorsten Czart
  • Nirgendwo ist man dem Himmel so nah wie im Himalaya. Dort finden sich allerorts Spuren spiritueller Verehrung. Die 32 Meter große Buddha-Statue steht im Nubra-Tal im Norden Indiens und wurde mit acht Kilogramm Gold verziert. Vergrößern
    Nirgendwo ist man dem Himmel so nah wie im Himalaya. Dort finden sich allerorts Spuren spiritueller Verehrung. Die 32 Meter große Buddha-Statue steht im Nubra-Tal im Norden Indiens und wurde mit acht Kilogramm Gold verziert.
    Fotoquelle: ZDF/Thorsten Czart
  • Kaum ein Gebirgszug ist seinen Bewohnern so heilig wie der Himalaya. Die Gläubigen sind davon überzeugt, dass der Wind Gebete und Mantras auf den Fahnen mit sich trägt. Vergrößern
    Kaum ein Gebirgszug ist seinen Bewohnern so heilig wie der Himalaya. Die Gläubigen sind davon überzeugt, dass der Wind Gebete und Mantras auf den Fahnen mit sich trägt.
    Fotoquelle: ZDF/Oliver Roetz
  • Unzählige buddhistische Klöster schmiegen sich in die schroffe Landschaft im indischen Himalaya-Gebiet, als würden sie zum Himmel streben. Doch der wahre Grund für diese exponierte Lage findet sich im Glauben selbst. In der Einsamkeit der Berge können sich die Mönche auf ihren Weg zur Erleuchtung konzentrieren, ohne den Versuchungen der Welt ausgesetzt zu sein. Vergrößern
    Unzählige buddhistische Klöster schmiegen sich in die schroffe Landschaft im indischen Himalaya-Gebiet, als würden sie zum Himmel streben. Doch der wahre Grund für diese exponierte Lage findet sich im Glauben selbst. In der Einsamkeit der Berge können sich die Mönche auf ihren Weg zur Erleuchtung konzentrieren, ohne den Versuchungen der Welt ausgesetzt zu sein.
    Fotoquelle: ZDF/Oliver Roetz
Natur+Reisen, Land und Leute
Faszination Erde - mit Dirk Steffens

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2016
ZDFneo
So., 28.10.
08:00 - 08:40
Himalaya: Die Macht des Mythos


Für Gipfelstürmer unwiderstehlich, für das Leben eine Herausforderung, die Entstehung ein interkontinentaler Crash. Dirk Steffens begibt sich auf die Spuren des Mythos Himalaya. Dünne Luft, Eiseskälte und steile Abhänge: Der Himalaya ist lebensfeindlich und zugleich ein Hotspot der Evolution. Schneeleoparden und Yaks sind hier heimisch. Kamele kamen mit den Menschen hierher. Klöster und Gebetsfahnen sind Zeichen für die Macht des Mythos. Die hundert höchsten Berge der Welt stehen im Himalaya. Der höchste von allen ist der 8848 Meter hohe Mount Everest. Sein Gipfel zieht Bergsteiger aus aller Welt magisch an - und das, obwohl der Weg in die sogenannte Todeszone führt. Wer den Bereich über 8000 Meter Höhe nicht binnen 48 Stunden wieder verlässt, hat kaum eine Chance zu überleben. Die Erstbesteiger des Mount Everest waren Edmund Hillary und Tenzing Norgay im Jahr 1953. Zumindest steht das in den Geschichtsbüchern. Aber manche Forscher bezweifeln das. Schon 1924 hatte sich ein Bergsteiger aufgemacht, den höchsten Berg der Erde zu bezwingen: der Brite George Mallory. Sein Leichnam wurde knapp unter dem Gipfel gefunden. Gebührt ihm der Ruhm als Erstbesteiger des Mount Everest? Dirk Steffens begibt sich auf Spurensuche. Der Himalaya war nicht immer das "Dach der Welt". Seine Entstehung begann mit einem gewaltigen Zusammenstoß vor etwa 45 Millionen Jahren: Die indische Kontinentalplatte schob sich unter die asiatische und zwang dabei einstigen Meeresboden in die Höhe. Der Himalaya und das tibetische Hochplateau entstanden. Das Gebirge wächst immer noch, mehrere Millimeter pro Jahr. Dabei bauen sich Spannungen auf, die sich plötzlich entladen können, wie beim Erdbeben in Nepal im April 2015, bei dem 8000 Menschen starben. Die Bewohner des Himalaya müssen seit jeher mit dieser Gefahr leben. Doch die geologische Aktivität könnte bald auch zu ihrem Nutzen sein: Sie lässt in über vier Kilometer Höhe kochend heißes Wasser aus dem Boden sprudeln. Die indische Regierung hat Pläne, die Wärme für Geothermie zu nutzen. Die mächtigste Gebirgskette der Welt bildet eine gewaltige Barriere in Ostwestrichtung. Das hat Auswirkungen auf den Monsun in Asien. Nördlich des Himalaya erstrecken sich die Wüsten Taklamakan und Gobi, südlich davon liegt dagegen einer der regenreichsten Orte der Welt. Der Himalaya wirkt als Barriere für die Wolken und teilt die Region so in extrem unterschiedliche Lebensräume. Für Tiere ist er ein kaum überwindbares Hindernis. Doch es gibt eine Spezies, die sogar den Mount Everest überqueren kann: die Streifengans. Vertreter ihrer Art wurden schon in Flughöhen von 9000 Metern gesichtet - eine Höhe, in die sich kein anderer Zugvogel verirrt. Wissenschaftler haben vor Kurzem das Geheimnis der Höhenrekordhalter gelüftet. Für die ersten Siedler stellte der Himalaya zunächst eine schier unbezwingbare Hürde dar. Ohne die zottigen Yaks als Lasttiere wäre es kaum möglich gewesen, die Region zu besiedeln, geschweige denn über das Gebirge hinweg Handel zu betreiben. Auf 3200 Meter Höhe stößt Dirk Steffens auf Lasttiere, die man hier nicht vermutet: Kamele. Einst führte die berühmte Seidenstraße zwischen China und Indien durch das Nubra-Tal. Die Handelsroute wird schon lange nicht mehr genutzt. Doch die Trampeltiere, die Lastenträger früherer Zeiten, sind in den Bergen "gestrandet". Dass das Gebirge seinen Bewohnern heilig ist, liegt an seiner Höhe - und an der Seidenstraße. Mit den Händlern hielt einst auch der Buddhismus Einzug in die Region. Heute schmiegen sich unzählige buddhistische Tempel an die schroffen Felsen. Im Winter sinken die Temperaturen auf bis zu minus 40 Grad Celsius. Einige Mönche haben eine spezielle Meditationsmethode entwickelt, die ihre Körper verblüffend warmhält. Wie sich die extremen Bedingungen im Himalaya auf den Körper auswirken, testet Dirk Steffens im Selbstversuch: Dabei schleppt er eine Last auf 4200 Meter Höhe. Wie reagiert sein Puls im Vergleich zu dem seines einheimischen Begleiters? Das Ergebnis weist auf eine Genmutation hin, über Generationen von den Bewohnern der tibetischen Hochebene weitergegeben. Manche Tiere des Himalaya sieht man so selten, dass sie einem Mythos gleichen: Eines davon ist der Schneeleopard. Er ist sehr scheu, exzellent getarnt und durchstreift ein Revier, das mehrere Hundert Quadratkilometer messen kann. Dirk Steffens zeigt, wie Forscher es trotzdem schaffen, mehr über die Tiere zu erfahren. Mithilfe von Fotofallen nehmen sie quasi einen Fingerabdruck der Großkatze - ihr Fellmuster. Denn jedes Tier hat ein unverwechselbares Fleckenmuster. Die Kamerafallen sollen helfen, Genaueres über die Anzahl der Schneeleoparden und die Größe ihrer Reviere zu erfahren. Anhand der Erkenntnisse will man geeignete Schutzzonen für die stark gefährdeten Tiere einrichten. Die aus dem Hochhimalaya hinabrauschenden Flüsse haben sich tief in den Fels hineingeschnitten - eine weitere Barriere für Mensch und Tier. In der Abgeschiedenheit der Täler spürt Dirk Steffens die Grundlage des Mythos Himalaya auf.

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