Faszination Erde - mit Dirk Steffens

  • Die Ostsee ist ein so junges Meer, dass man die Spuren ihrer Entstehung heute noch gut erkennen kann. Die Inseln im Schärengarten von St. Anna sind so flach, weil sie von den Gletschern in der letzten Eiszeit glattgeschliffen wurden. Vergrößern
    Die Ostsee ist ein so junges Meer, dass man die Spuren ihrer Entstehung heute noch gut erkennen kann. Die Inseln im Schärengarten von St. Anna sind so flach, weil sie von den Gletschern in der letzten Eiszeit glattgeschliffen wurden.
    Fotoquelle: ZDF/Oliver Roetz
  • Die Ostsee ist so jung, dass man die Spuren ihrer Entstehung heute noch sieht. Die Inseln im Schärengarten von St. Anna sind so flach, weil sie von den Gletschern in der letzten Eiszeit glattgeschliffen wurden. Vergrößern
    Die Ostsee ist so jung, dass man die Spuren ihrer Entstehung heute noch sieht. Die Inseln im Schärengarten von St. Anna sind so flach, weil sie von den Gletschern in der letzten Eiszeit glattgeschliffen wurden.
    Fotoquelle: ZDF/Oliver Roetz
  • Sandhaken wie die Kurische Nehrung sind eine typische Landschaftsform an der Ostseeküste. Einst wanderten riesige Dünen über die Kurische Nehrung und verschütteten 14 Dörfer unter sich. Im 19. Jahrhundert wurden die Wanderdünen mit Kiefern bepflanzt. Vergrößern
    Sandhaken wie die Kurische Nehrung sind eine typische Landschaftsform an der Ostseeküste. Einst wanderten riesige Dünen über die Kurische Nehrung und verschütteten 14 Dörfer unter sich. Im 19. Jahrhundert wurden die Wanderdünen mit Kiefern bepflanzt.
    Fotoquelle: ZDF/Oliver Roetz
  • Tausende Kormorane nisten im Sommer auf der Kurischen Nehrung in Litauen. Es ist eine der größten Kormoran-Kolonien an der Ostseeküste. Die Vögel finden hier genügend Fische für sich und ihre Jungen. Der Kot der Vögel ist allerdings so ätzend, dass Bäume, auf denen mehrere Kormoranpaare brüten, auf Dauer absterben. Vergrößern
    Tausende Kormorane nisten im Sommer auf der Kurischen Nehrung in Litauen. Es ist eine der größten Kormoran-Kolonien an der Ostseeküste. Die Vögel finden hier genügend Fische für sich und ihre Jungen. Der Kot der Vögel ist allerdings so ätzend, dass Bäume, auf denen mehrere Kormoranpaare brüten, auf Dauer absterben.
    Fotoquelle: ZDF/Oliver Roetz
  • Dirk Steffens erkundet, wie die unterschiedlichen Küsten der Ostsee entstanden sind. Die flachen felsigen Inseln des Stockholmer Schärengartens zeigen, wie sehr die letzte Eiszeit die Region geprägt hat. Damals schliffen gewaltige Gletscher die Felsen glatt. Vergrößern
    Dirk Steffens erkundet, wie die unterschiedlichen Küsten der Ostsee entstanden sind. Die flachen felsigen Inseln des Stockholmer Schärengartens zeigen, wie sehr die letzte Eiszeit die Region geprägt hat. Damals schliffen gewaltige Gletscher die Felsen glatt.
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  • Dirk Steffens erkundet eines der ältesten Wracks in Schweden. Das Holz wurde auf das frühe 13. Jahrhundert datiert. Es ist das Wrack einer Kogge. Dieser Schiffstyp wurde von der Hanse für den Transport von Handelswaren genutzt. Vergrößern
    Dirk Steffens erkundet eines der ältesten Wracks in Schweden. Das Holz wurde auf das frühe 13. Jahrhundert datiert. Es ist das Wrack einer Kogge. Dieser Schiffstyp wurde von der Hanse für den Transport von Handelswaren genutzt.
    Fotoquelle: ZDF/Oliver Roetz
Natur+Reisen, Land und Leute
Faszination Erde - mit Dirk Steffens

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2018
ZDF
So., 23.12.
19:30 - 20:15
Ostsee - Junges Meer am Abgrund?


Bizarre Felstürme, hohe Wanderdünen und unzählige Inseln säumen die Ostseeküsten. Das jüngste Meer der Welt ist das Erbe der Eiszeit. Dirk Steffens zeigt, warum das Leben hier ans Limit stößt. Das Wasser der Ostsee wird bis heute auch aus Gletschern gespeist, daher ist es viel salzärmer als etwa das Nordseewasser. Meeresfische, die von der Nordsee aus den jungen Lebensraum erobern, stoßen deshalb schnell an ihre physiologische Belastungsgrenze. Einer der bedeutendsten Einwanderer in die Ostsee ist der Dorsch. In der Ostsee leben die Tiere am Limit. Sie sind durchschnittlich kleiner als ihre Verwandten in der Nordsee, der Kabeljau. Die Meerwasserbewohner leben in der Nachbarschaft von Süßwasserfischen. Schließlich liefern Flüsse und Gletscher ständig Süßwasser nach, sodass der Salzgehalt des Ostseewassers gen Norden und Osten abnimmt und im äußersten Norden und Osten fast Süßwasserniveau erreicht. Die Bewohner richten sich jeweils in den passenden Nischen ein. Das Leben in der Tiefe des jungen Meeres ist jedoch in Gefahr: durch Todeszonen, in denen weder Fische noch Pflanzen überleben können. Sie erstrecken sich derzeit über insgesamt 70 000 Quadratkilometer, eine Fläche ungefähr so groß wie Dänemark. Sauerstoffmangel verwandelt belebten Meeresboden in Unterwasserwüsten. Nur wenige hartgesottene Bakterien florieren in diesen Gebieten. Sie produzieren zu allem Überdruss auch noch giftigen Schwefelwasserstoff. Die einzige Quelle für sauerstoffreiches Salzwasser ist die Nordsee. Doch die Verbindung zwischen den beiden Meeren ist eng und flach. Nur unter ganz bestimmten, selten auftretenden Bedingungen kann Nordseewasser in die Ostsee schwappen. Und nur dann, wenn genügend Nordseewasser die Ostsee erreicht, kann das salzhaltige Wasser weit genug in das Baltische Meer vordringen und die Todeszonen wieder schrumpfen lassen. Die Ostsee hängt sozusagen am Tropf der Nordsee. Ein Phänomen, das den ökologischen Zustand der Ostsee selbst aus dem Weltall sichtbar macht, sind Algenblüten. Das Binnenmeer erhält durch Flüsse aus weiten Teilen Europas Wasser aus einem riesigen Einzugsgebiet. Sie bringen reichlich Nährstoffe mit, welche zu den Algenblüten führen. Forscher rund um die Ostsee untersuchen heute, ob Miesmuschel-Farmen helfen können, den Nährstoffgehalt des Ostseewassers zu senken. Dirk Steffens erkundet, wie Erfolg versprechend diese Strategie ist. Das junge Meer stellt auch die Seefahrt vor besondere Herausforderungen. Immer wieder laufen Schiffe in Untiefen auf Grund. Kein Wunder, dass hier einst ein Volk die Vorherrschaft auf See hatte, dessen Schiffe legendär sind: die Wikinger. Seit Anfang Juli 2018 zählt die an einem Ostseearm gelegene ehemalige Wikingersiedlung Haithabu zum Weltkulturerbe. Dirk Steffens zeigt, warum die Wikinger ausgerechnet Haithabu zu einer ihrer bedeutendsten Städte ausbauten. Die besonderen Bedingungen, welche Fluch und Segen zugleich sind, spielten dabei eine Schlüsselrolle. Die vielgestaltigen Küsten rund um die Ostsee sind ein Geschenk der Entstehungsgeschichte. Sie bieten Zugvögeln ideale Bedingungen. In den Felswänden der Großen Karlsinsel in Schweden ziehen um die 20 000 Trottellummen-Paare ihre Jungen auf. Im zarten Alter von nur wenigen Wochen stürzen sich die Lummen-Küken von der 40 Meter hohen Klippe, obwohl sie noch nicht gut fliegen können. So halsbrecherisch das auch sein mag, es verbessert die Überlebenschancen der Jungen. Das Verhalten der Trottellummen liefert wertvolle Hinweise über den ökologischen Zustand der Ostsee. Dirk Steffens erkundet, mit welchen Methoden Forscher die Jagdzüge der Seevögel studieren und welche Schlüsse sie daraus ziehen. Das jüngste Meer der Welt ist bedroht - es ist aber auch gut erforscht. Die Zukunft der Ostsee wird von menschlichem Handeln wie von Ereignissen in der Natur bestimmt. Schließlich braucht es bestimmte Wetterbedingungen, damit die Nordsee das Binnenmeer auffrischt. Ironie der Geschichte: Eine nächste Eiszeit würde in ferner Zukunft die Ostsee wieder unter einem Eispanzer begraben. Die Klimaerwärmung wird ihr voraussichtlich dieses Schicksal ersparen. Dirk Steffens verfolgt die abwechslungsreiche Geschichte der Ostseeregion von ihrer tropischen Vergangenheit über die Gestaltung durch die Eiszeiten und wagt einen Blick in die Zukunft.

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